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Marokko
24. - 31. Mai 2013 (km 91.898) Marokko

Ausreise Mauretanien PK55 (35 Minuten):
(N 21° 21.723 | W 16° 57.632)

Einreise Westsahra/Marokko PK55 (2,5 Stunden):

Hier ist der Andrang genauso groß wie beim Zoll in Mauretanien. Die Pässe werden nur von einem Polizisten bearbeitet, nachdem er diese zusammen mit dem Antragsformular zugeschoben bekommen hat. Etwa 50 Moslems und wir stehen vor einem verspiegelten Fenster, das etwa 10 cm breit geöffnet ist. Hier werden die Pässe durchgereicht, hin und wieder schallt ein Name aus dem Inneren, der Aufgerufenen zeigt sein Antlitz, dann klack klack klack, drei Stempel und der Pass kommt durch den Schlitz geflogen.

Nach etwa einer Stunde sind wir dran und bekommen anstandslos die Einreisestempel. Jetzt geht’s zum Zoll, auch hier ist ein Antragsformular für das Fahrzeug auszufüllen. Dieses Formular wird dann einem Beamten überreicht, der den OF-EN untersuchen darf. Wir versuchen die Jungs aus der Kabine zu halten, indem Iris sie auffordert die Schuhe auszuziehen, bevor sie unseren Wohnraum betreten. Hier funktioniert das leider nicht so leicht, einer ist zwar einsichtig und hat volles Verständnis, der zweite ist eingeschnappt.

Die Diskussion geht so lange, bis der herbeigerufene Chef seine ungelesene Zeitung opfert, womit der OF-EN ausgelegt wird. Die Untersuchung wird von dem einsichtigen Zöllner sehr zurückhaltend und mit weißen Handschuhen ausgeführt und ist in 3 Minuten erledigt. Die Diskussion vorher hatte 45 Minuten gedauert.

Jetzt muss der OF-EN noch gescannt werden. Angeblich soll so in Marokko unerwünschtes Getier eliminiert werden. Wahrscheinlich geht es eher darum Afrikaflüchtlinge aufzufinden. Auch diese Prozedur ist nach 15 Minuten erledigt und wir bekommen den freigestempelten grünen Passierschein für den OF-EN. Der Grenzübertritt Mauretanien/Marokko hat über 3 Stunden gedauert.

Dhakla, unser Tagesziel liegt auf einer Landzunge, die etwa 30 km in den Atlantik ragt. An der Einfahrt, in der Spitze der Bucht haben Kitesurfer ihr Eldorado gefunden. Auch wir machen hier Stop für die Nacht. Obwohl es heftigst stürmt, irgendwie finden wir’s friedlich hier. Die Kiter Elouis und Omar, unsere Nachbarn auf dem Parkplatz km 25 (N 23° 54.034 | W 15° 47.260) sind schon seit einem Monat hier, es muss also schön sein.

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Am nächsten Morgen, Samstag fahren drei Busse mit jeweils ca. 20 Kindern vor, ein Schulausflug. Zum stürmischen Wind noch dieser Ansturm, wir fliehen erst mal. Bis ins Touristenörtchen Dhakla fahren wir 25 km. Zur Zeit ist keine Saison und wir finden die gesuchte Ruhe. Wir bummeln durch den Ort und die "orientalischen" Markthallen (N 23° 41.480 | W 15° 56.419) die alles bieten, was wir brauchen, nur keinen Alkohol.

Zum Abschluss der Erledigungen gönnen wir uns in einem kleinen Straßenrestaurant die ersten Marokkanischen Leckereien. Rinder-, Hühnerspieße und Gamsköfte begeistern und wir wissen, in Marokko werden wir mehr Essen gehen als selbst zu kochen.

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Zurück auf dem km25 Parkplatz machen wir erst mal einen langen Strandspaziergang. Im Freien sitzen ist leider nicht möglich, dazu ist der Wind zu heftig und wir entscheiden am nächsten Tag weiterzuziehen.

Die Westsahara bietet kaum ein anderes Bild als Mauretanien. Rechts im Osten Wüste, links im Westen der Atlantik.

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Auf der Straße alle paar Kilometer Polizeikontrollen. Dazu ist zu bemerken, dass die etwa 300 m vorher angekündigt werden:
Zunächst mit einem

  1. Geschwindigkeitsbegrenzungsschild 60 km/h, dann ein
  2. Gebotsschild Ralentir Gendarme. Das nächste
  3. Gebotsschild Gendarme Halte muss unbedingt
    eingehalten werden.

Erst wenn der 50-100 m entfernte Beamte winkt fährt man vor um sein Fiche abzuliefern. In Mauretanien hätten wir beinahe einmal Geld bezahlt. Die Straße war frei, kein Beamter zu sehen und Wolfram rollt ohne zu stoppen langsam auf den Kontrollpunkt zu. Dann, er will schon Gas geben und durchstarten, plopp, wächst plötzlich ein Männlein mit Mütze aus dem Boden. Wo kommt der denn her? Aber so ist das in Afrika, glaube nie allein zu sein!

Die Diskussion mit dem Männlein und seine Belehrungen ziehen sich hin, wir sind aber nicht bereit zu verstehen, was er meint. Geld will er natürlich, nur dieses Französisch verstehen wir nicht. Erst als die Schlange am Schild hinter uns richtig lang ist, winkt er uns durch.

Etwa 25 km südlich von Boujdour wollen wir am Strand Aouziwel übernachten. Die Polizeikontrolle am Abzweig zum Stand erklärt allerdings das sei inzwischen verboten. Dort sind Arbeiten im Gange für eine offiziellen Campsite, aber bis dahin müsse man auf eine Übernachtung an diesem wundervollen Küstenabschnitt verzichten.

Also fahren wir weiter in den Ort Boujdour zum Sahara Line Camping (N 26° 07.924 | W 14° 29.713). Der Platz bietet ebenso wenig wie der Ort selbst und wir bleiben nur weil wir keine Lust mehr haben weiterzufahren.

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Kurz nach uns rollen 3 PKW mit Rollstühlen und Ersatzreifen auf dem Dach ein. Die Präsidenten Pierre und Guy der Association KOTEBA bringen seit 30 ! Jahren Fahrzeuge und Medizinische Hilfsmittel für humanitäre Zwecke nach Westafrika. Die 6 Franzosen laden Iris auf einen Aperitif mit Pastisse und anderen Leckereien ein, man will sich austauschen! Ein kurzweiliger Aufenthalt.

Bis zum Le Roi Bedouin Camp sind es noch fast 240 km, die heben wir uns für den nächsten Tag auf.

Zunächst machen wir einen Zwischenstop in Laayoune = EL-Aaioun, der Hauptstadt der Saharaprovinzen. Sahara, das klingt so heiß. Vor einer Woche noch schwitzen wir bei über 40°C, zur Zeit frieren wir bei knapp 20°C.

Hier in Laayoune können wir im Supermarkt (N 27° 09.023 | W 13° 14.027) wieder unser Lager auffüllen, an der Tankstelle vor allem Diesel. Der subventionierten Liter kostet nur knapp 55 €ct.

Von hier geht’s noch knapp 35 km auf der N1 nach Norden, dann 5 km auf Piste nach Westen in das Le Roi Bédouin Camp (N 27° 27.722 | W 13° 03.105). Wir kommen gerade recht zum Lunch. Das Beduinenzelt ist so einladend, dass wir bleiben, obwohl alles sehr einsam wirkt. Wir sind die einzigen Gäste.

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Die bestellte Kamel-Tajine ist köstlich, wenn auch die Portion für 9 EUR recht überschaubar. Wir sind froh diesen Abstecher gemacht zu haben, übernachten wollen wir hier aber nicht. Nach Tarfaya sind es nur noch knapp 70 km. Auch wenn wir gerade die Uhren eine Stunde vorgestelt haben, wir sind jetzt nur noch eine Stunde hinter Deutschland, verbleibt noch genug Zeit einen schönen Platz für die Nacht zu finden.

Auf einem kleinen Plateau in 200 m Entfernung vom Meer finden wir in Nachbarschaft vereinzelter Häuser einen ruhigen Platz (N 27° 56.967 | W 12° 52.939). Es dauert nicht lange und wir bekommen Besuch von Mohamed, der sich als Wächter des Platzes vorstellt und sein Einverständnis gibt, dass wir hier übernachten.

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Schon kurz, nachdem er sich verabschiedet hat kommt er wieder mit zwei Gläsern Tee und heißt uns nochmal willkommen. Die sind nett, die Marokkaner. Mit der neuen Uhrzeit ist es bis 21 Uhr hell. Am Strand haben sich sechs Jungs ein Fußballfeld in den Sand gekratzt und kicken bis in die Dämmerung.

Es ist schon dunkel, als es wieder klopft und ein Polizist sich als Nachbar vorstellt, der unsere Personalien aufnehmen will. Über 30 Fiches haben wir in Mauretanien und der Westsahara verteilt, Iris muss nun mündlich Auskunft geben. Zufrieden mit den Daten verabschiedet sich der Wachtheimer und wir fühlen uns noch etwas sicherer.

Richtung Norden gibts es nur noch auf den nächsten 120 Kilometern verbilligten Sprit und 50 km südlich von Tan-Tan-Plage = El Ouatia füllen wir nochmal nach. In El Ouatia halten wir im Sable D’Or (N 28° 29.505 | W 11° 20.254) im  Restaurant gibt’s frischen gegrillten Fisch, Grund genug zu bleiben. Der Platz ist zwar etwas verbraucht, die Einrichtungen aber neu renoviert und sauber. Es gibt schnelles Wifi, saubere Toiletten und heiße Duschen. Alles ganz OK, aber kein Platz, an dem man länger bleibt. Vielleicht bietet ja Fort Bou Jerif (N 29° 04.930 | W 10° 19.870), etwa 50 km westlich von Guelmim mehr

Am nächsten Nachmittag haben wir gegen 15 Uhr das Camp erreicht. Die dem nahliegenden alten Fort Qued Noun nachempfundenen Gebäude des Hotels machen einen ansprechenden Eindruck, 120 DH für 2 Personen und Auto sind allerdings happig. Auch die Preise auf der Speisekarte für europäisches Essen bringen uns nicht zum Strahlen. Wir checken trotzdem ein und installieren uns als einzige Gäste auf dem weiten Platz.

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Auch hier bläst ein üppiger Wind. Iris macht eine Wanderung zum nahen Fort, Wolfram befragt Reiseführer und Computer, was es hier noch so gibt. Nur 40 km von hier weist T4A das Plage Blanche Bushcamp aus. Wer sagt’s denn, dass Frösche keine Haare haben? Es ist erst fünf und noch vier Stunden hell. Iris informiert den Manager, dass wir zwar eingecheckt haben, aber nicht bleiben werden. Pas de Problème!

Über 9 km Piste geht’s zurück auf die geteerte Straße und von dort 30 km  zum  Plage Blanche (N 28° 57.837 | W 10° 36.085). Dieser Platz lässt uns wieder Strahlen, so wie die Sonne ihn bescheint. Ein Platz, an dem man die letzten 12 Tage Revue passieren lassen kann. Wolfram schreibt Tagebuch, Iris wandert in den Dünen. Glücklichsein!!

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Obwohl die Aussicht von unserer Hochterrasse über Dünen, Flussmündungen und Atlantik nahezu unübertrefflich ist beschließen wir Freitagmorgen bei diesigem windigen Wetter Richtung Landesinnere zu fahren.

Zunächst geht es knapp 65 km zurück nach Guelmim. Hier lässt sich Iris nochmal in  die Geheimnisse von Maroc Telecom (N 29° 00.173 | W 10° 02.794) einweisen, danach können wir auch mit Deutschland telefonieren. Von Guelmim weiter in den Anti Atlas, das Gebirge, das die nördliche Grenze der Westsahara bildet.

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In Bouizakarne tanken wir nicht mehr subventioniertes Diesel für immer noch günstige 8,39 DH/Liter (0,755 €). Die Landschaft um uns ist traumhaft. Rote Granitberge, Palmentäler. Auf kleinen Bergsträßchen winden wir uns nach Nordosten bis auf 1300 m Höhe.

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Unser Ziel in Tafraoute ist der Campingplatz Granite Rose (N 29° 43.028 | W 08° 59.070), wo wir von Omar herzlich auf deutsch empfangen werden. Auch hier sind wir derzeit die einzigen Gäste. Der Platz ist etwas kahl aber sauber und einladend. Ein Ort an dem man die Homepage updaten kann.

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Alhamdoulillah

siehe auch neues Kopfbild

 1. – 9. Juni 2013 (km 93.264) 

Omar oder seine Partner haben die Gebühren fürs Internet nicht bezahlt und so können wir die neuen Daten für unsere Homepage nur vorbereiten, nicht hochladen. Auch unser USB-Modem arbeitet in dieser Region nur sehr langsam. Pas de Problème! Omar bekommt den Auftrag eine in seinem Gästebuch hochgelobte Tajine zu bereiten.

Mit Alles? Knoblauch, Rosinen, Pflaumen, Oliven? Welches Fleisch? Rind, Huhn, Ziege? Wir entscheiden uns für die Ziege mit Alles. 17.20 Uhr steht der Keramiktopf auf unserem Klapptisch, das Wasser läuft im Mund zusammen. Der Eintopf sieht nicht nur köstlich aus, er schmeckt auch grandios.

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Alleine des Essens wegen könnte man länger bleiben, aber Marokko ist groß und Tajine gibt’s überall, schmeckt die auch überall so gut? Wir werden schmecken.

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Am Sonntag ziehen wir trotzdem weiter. Zunächst Richtung Nord-Nordost auf einem Bergsträßchen Richtung Igherm, von dort wieder nach Südosten nach Tata und weiter nach Tissint bis zu den gleichnamigen Felsterrassen. Insgesamt 275 km atemberaubende Bergstrecke.

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Die Felsterrassen, über die das Wasser des Tissint in kleinen Kaskaden in kleine Becken fällt, die zum Baden einladen sind gerade richtig für unser Bushcamp (N 29° 51.076 | W 07° 15.383).

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Das Wetter ist strahlend und seit langem wird wieder mal unser Grill aktiviert. Die Holzkohle stammt noch aus Namibia! Die Würstchen und das Huhn hatten wir in den Markthallen in Dhakla gekauft, auch das liegt schon etwas zurück. (Wir haben ein Gefrierfach!)

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Wenn wir auch seither schon einige schöne Tage hatten, zum Grillen ist heute der richtige Tag. Leider müssen wir auf ein kaltes Bier oder einen schönen Rotwein verzichten. Alkohol im islamischen Marokko zu kaufen bedeutet große Supermärkte zu suchen oder in Hotels  mit entsprechender Konzession teuer und ohne Auswahl einzukaufen. Der Abend ist auch so gelungen.

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Mit Freude am Fahren  geht’s weiter über Foum Zgouid nach Tazenakht. Wir stoßen hier erstmals auf ein Stückchen Straße, das wir auf unserer Vortour 2011 schon mal gefahren waren und biegen gleich ab nach Norden Richtung Ouarzazate. Die Stadt wird als Hollywood Marokkos bezeichnet und überall gibt es Hinweise zu den Filmstudios.

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In der Ortsmitte bummeln wir über den Marktplatz (N 30° 55.257 | W 06° 54.829) und ergänzen unsere Vorräte in kleinen Lädchen.
Der Ort ist angenehm, wenn wir auch immer wieder auf Deutsch angesprochen, um in die rings um den Marktplatz angesiedelten Lokale gelockt zu werden. Iris findet eine schöne Hose, so’n Sack mit Löchern für die Füß’ und wir haben Spaß am Handeln um eine 2 x 3 m große bunte Decke.

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Hier in Ouarzazate wollen wir nicht kampieren, es ist auch erst 13 Uhr. Sechzehn Kilometer weiter östlich liegt ein Stausee idyllisch zwischen den Bergen. Doch auch an diesem Buschcamp wollen wir nicht bleiben.

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In El Kelaa schauen wir uns den zum Hotel Ksa Kaysar gehörenden hochgelobten Platz an. Aber parken in Reih und Glied, nee nix wie weg.

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So fahren wir an diesem Tag 418 km, bis wir in Tinerhir in die Todra Schlucht abbiegen und dort um 19 Uhr das Camp Atlas (N 30° 58.486 | W 06° 46.398) als Nachtlager akzeptieren. Heute Abend ist es eine Köfte-Tajine und drei Köfte mit Marokkanischem Salat, die unsere Gaumen amüsieren.

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Das Internet ist hier so schnell wie seit Südafrika nicht mehr und wir nehmen einen Tag um Bilder zu sortieren und die fertige Homepage im Internet zu hochzuladen. Es bleibt auch noch Zeit für kleine Reparaturen, die Treppe, die hier in der Gegend vor mehr als zwei Jahren verletzt wurde muss wieder gerichtet werden um für die letzten zwei Monate bis Deutschland durchzuhalten.

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Bevor wir das so gemütliche Camp verlassen,  machen wir eine kleine Wanderung durch den angrenzenden Palmen-Urwald bis zur nahen Kasbah. Die Gegend ist wunderbar zum Wandern, die Todra Schlucht ist schattig und angenehm kühl ohne dunkel zu sein.

Auch die Straße ist gut befahrbar, vor allem weil derzeit kein großer Verkehr herrscht. Am Ende der Schlucht Richtung Norden liegt Tamtatouchte. Hier öffnet sich das Tal und hinter Ait Hani klettern wir über Serpentinen bis in eine Höhe von 2640 m und wieder ins Tal bei Agoudal, wo wir auf die Straße Richtung Dades Schlucht stoßen.

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Unser Ziel heute ist aber der nördlich gelegene Tislitsee bei Imilchil. Hier waren wir auf 2200 m im März 2011 eingeschneit worden. Heute begrüßt uns leichter Regen, etwas das wir seit Monaten nicht mehr hatten. Leider ist Maleike, die Wirtin, zur Zeit in Casablanca und so muss der Cousin die ersehnte Tajine zubereiten. Das Ergebnis ist nicht sooo schlecht.

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Das Gewitter in der Ferne kommt nicht näher und am nächsten Morgen strahlt die Sonne wieder. Um 10 Uhr sind wir auf der Bergstraße nach El Ksiba. Für die 112 km nehmen wir uns drei Stunden Zeit.

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Das Örtchen liegt am Hang und im Tal gibt es eine Hauptstraße mit kleinen Läden und Restaurants. Bis zur N8 sind es von hier nur noch wenige Kilometer und an Kasba Tadla vorbei fahren wir weiter durch Beni-Mellal nach Westen. Erst 20 km nach dem Abzweig nach Afourer biegen wir nach Süden ab ins Flusstal des Abid.

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Bis zu den Cascades d’Ouzoud sind es noch etwa 30 km. Wir bleiben heute nicht in Ouzoud, wir wollen nach Walhalla. In der Nähe des kleinen Ortes Tazrout haben Jane und Nils aus Dresden ihren Platz gefunden (N 31° 59.683 | W 06° 43.794). Auf einem kleinen Hügel vor dem Ort entwickeln sie ein 3 ha großes Grundstück. Jane begrüßt uns herzlich und weist eines der fertigen Camp-Plateaus mit traumhaftem Blick auf die benachbarten Hügel zu. Es liegt direkt neben dem Khaima, wie das gemütliche Gemeinschaftszelt heißt indem es sich prächtig chillen lässt.

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Seit 8 Jahren leben die beiden hier mit ihren inzwischen vier Kindern. Im Khaima gibt es auch einen kleinen Ordner indem man verfolgen kann wie alles hier entstanden ist. Mit viel Liebe zur Natur und was sie gibt ist ein bewundernswerter Fleck für Ferien in Marokko (www.ferien-in-marokko.de) entstanden.

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Nach einem faulen Vormittag brechen wir zu einer Wanderung zu den Quellen des Flüsschens  auf, das sich in Ouzoud als Wasserfall in die Tiefe stürzt. Knapp 20 Minuten geht es über einen Eselspfad talwärts und dann am Fluss nochmal 20 Minuten Richtung Quelle.

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Dort sind Becken angelegt, an deren Ufer an kleinen Ständen Tee und Tajine verkauft werden. Zum Glück befinden wir uns außerhalb der Saison und sind alleine hier.

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Wir machen Rast am ersten Stand und schlürfen einen der bappsüßen Tees. Anschließend wandern wir noch einige Kilometer entlang des Flüsschens bis es nicht mehr weitergeht.

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Den Rückweg wollen wir abkürzen und klettern eine abgehende Schlucht hinauf in Richtung Camp bis uns der Mut verlässt. Zweimal schon hatten wir gehofft, um die nächste Ecke noch und wir sehen im Tal das Camp.

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Jetzt trauen wir uns nicht weiter, es ist inzwischen fast fünf Uhr und kehren um ins Tal zur Quelle. Von hier geht’s mit hängender Zunge auf dem bekannten Weg zurück nach Walhalla.

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Samstag werden Wunden geleckt. Eine Blase und ein dickes linkes Knie sind Wolfram Ausreden für einen gemütlichen Tag mit Buch und Blick über die schöne Berglandschaft.

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Sonntag gibt’s keine Ausrede mehr. Iris umrundet den Nachbarberg auf Eselspfaden und Wolfram schreibt Tagebuchupdate. Das ist unsere Arbeitsteilung :-))

Ma'a as-salama مع السلامة

10. – 19. Juni 2013 (km 94.342)

Die Wasserfälle von Ouzoud liegen querfeldein nur knapp 3 km von Walhalla entfernt. Ein schöner Spaziergang! Gegen Mittag sind wir da und angenehm überrascht. Wir hatten weniger erwartet. In mehreren Etagen fällt das Wasser über mehr als 100 m in die Tiefe. Ein imposanter Anblick.

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Die Anmache der Händler an den Ständen auf dem Weg hält sich in Grenzen und so sind wir entspannt und können mit nicht allzu vielen anderen Touristen und Berberaffen den Anblick genießen.

Das Fleisch der zum Lunch bestellten Grillspieße ist zwar etwas zäh, der Salat hervorragend, die Welt also weitgehend in Ordnung. Der Rückweg durch die Olivenhaine längs des Flüsschens ist schattig und unbeschwerlich. Der Abschluss unserer Abenteuer-Afrika-Reise wird immer mehr zum Urlaub.

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Am nächsten Morgen nehmen wir Abschied von den Sachsen und fahren auf Landsträßchen 175 km nach Marrakech. Hier ist unser erster Stop am Marjane Supermarkt (N 31° 40.089 | W 08° 00.743), wo vor allem Bier und Wein aufgefüllt werden. „Relais De Marrakech“ etwas nördlich der Stadt ist ein Campingplatz (N 31° 42.405 | W 07° 59.409) europäischen Standards. Gepflegte Pflanzen um ebene Stellplätze mit Strom, saubere Sanitäranlagen, Pool, Restaurant, alles, was das Camperherz begehrt. Glücklicherweise sind von den über 100 (?) Plätzen nur etwa 15 belegt und wir finden eine ruhige, von den teils riesigen Hymermobilen abgeschiedene Ecke.

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Nach unserem Einkauf ist das Abendessen üppig, der Marokkanische Rotwein passabel. Um 1.30 Uhr nachts fragen wir uns, was es wohl war? Die Pfirsiche, das Hühnchen, die Oliven, der Wein? Wir wollen uns beide auf Lafontaine umtaufen lassen, aus allen Öffnungen sprudelt’s mit Druck und uns ist richtig schlecht. Auf unserer ganzen Reise hat es uns nie so und nie beide gleichzeitig erwischt.

Mittwoch verbringen wir also größtenteils in der Waagrechten, wenn wir nicht gerade auf die Toilette rennen. Donnerstag geht es uns schon wieder besser und wir fahren mit dem Taxi in die Altstadt Marrakechs. Für die erste Orientierung wählen wir eine Rundfahrt mit dem roten Doppeldeckerbus. Heute von 195 DH auf 165 DH pro Person (15 €) reduziert. Die Fahrkarte ist 48 Stunden nutzbar und wir können an fast 20 Stationen auf- und abspringen.

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Anschließend wissen wir, dass uns eine Stunde gereicht hat, die Fahrt war nicht sehr informativ. Nicht zu vergleichen mit der Rote-Bus-Fahrt durch Kapstadt! Wir steigen am südwestlichen Stadttor der Medina Bab Agnaou aus um die Störche zu fotografieren. Diese sind bestimmt nicht  nur über Winter hier, ihr Gefieder ist richtig schmutzig grau. Für die Marrokaner sind sie nach einer Legende Bewohner einer fernen Insel, die zu einer bestimmten Jahreszeit Vogelgestalt annehmen, für eine Weile nach Marokko kommen und dann wieder in ihre Heimat zurückgehen, um bis zum nächsten Jahr als Mensch zu leben.

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Unser Rundgang durch die Stadt führt uns vorbei an den Saadier Gräbern, durch die Kasbah durch Gässchen zum Königspalast und weiter zum Djemaa el Fna (N 31° 37.561 | W 07° 59.358), an dem schon am frühen Nachmittag die Stände der Orangensaft-Verkäufer aufgebaut sind.

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Wir verirren uns nicht im Souk, der uns besser gefällt als alles, was wir bisher an „Marktplätzen“ gesehen haben. Gegen 19.30 Uhr sind wir wieder am Djemaa el Fna, wo inzwischen die ersten Gaukler ihre Kunststücke zeigen.

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Schlangenbeschwörer und Wasserträger verteilen sich über den Platz, die Mehrzahl der Zuschauer sind Einheimische, wir sehen kaum Touristen.

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Zum Abschluss gibt’s noch einen Tee im Cafe de Brioche, von wo wir die „Flaniermeile“ Marrakechs im Blick haben. Wir sind uns einig, Marrakech muss man gesehen haben!

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Freitag ist dann bestimmt von der Entdeckung des Pools. Nicht wegen der Französin mit den Silikon-Möpsen, die ist keinen zweiten Blick wert. Außer uns ist niemand im Wasser, das ist das Gute. Die Sonne lacht, ein paar Bahnen im Pool, ein paar Seiten im Buch, so lässt’s sich aushalten.

Wir lernen Barbara und Mark aus der Schweiz kennen, die zur Zeit ihren Action-Mobil MAN hier in Marokko testen, bevor sie im Herbst nach Süd-Amerika aufbrechen. Wolfram überlegt schon wieder, ob der ursprüngliche Plan nach Afrika Süd-Amerika zu bereisen nicht vielleicht doch besser ist!?

Samstag kommen Stina und Arthur, ebenfalls Schweizer mit ihrem IVECO mit selbstgeplantem Aufbau, ein besonders geländegängiges, relativ leichtes Fahrzeug. Es gibt wieder viel fachzusimpeln. Stina und Turi wollen in den nächsten 3 Jahren Afrika gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Danach geht’s nach Indien!

Im Laufe des Samstagnachmittags kommen immer mehr weiße Wohnmobile auf den Platz, vor allem Italiener und Franzosen. Wir entscheiden zu fliehen.

Parallel zur A7 fahren wir auf der gut ausgebauten N9 Richtung Casablanca. Von dort längs der Küste auf wiedererkannten Straßen nach Mohammedia in den nördlichen Ortsteil Plage Tital. Dort haben Said und Saida, die uns herzlich begrüßt ihren Campingplatz (N 33° 43.515 | W 07° 20.238). Wir können uns die Stellfläche aussuchen, da keine anderen Camper hier sind.

Aber nur eine viertel Stunde später fährt ein schwarz-gelber VW-Camper mit deutschem Kennzeichen vor. Rentnerlaube ist vorne quer zu lesen und Sigi und Udo aus Merseburg schlagen ihr Lager in unserer Nähe auf. Ergänzt wird unser „deutsches Team“ von dem 22jährigen Backpacker Mike aus Halle.

Der 30 Jahre alte VW T3 Bus hat Sigi und Udo schon weit rumgebracht vor allem in Europa, zum zweiten Mal jetzt auch in Marokko. Reisen hält fit, unglaublich, dass Udo dieses Jahr 70 wird. Der kleine Quirl, ehemals Volkspolizist hat viel zu erzählen und fordert immer wieder unsere Tränen, vor Lachen.

Montag startet Wolfram mit den Vorbereitungen für das Tagebuchupdate. Aber dann setzen wir uns mit Sigi zusammen, um GPS-Koordinaten für freie Stellplätze in Spanien zu erfahren. Ruckzuck ist der Nachmittag vergangen und Saida und Said servieren das gestern bestellte Essen. Am Vorabend war auch das im Hof freilaufende Huhn gefangen worden, heute im Olivensud in der Tajine zubereitet erkennen wir es nicht wieder. Wir stellen aber fest, Marokko ist auch kulinarisch eine Reise wert.

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Der weitere Weg Richtung Norden führt durch Rabat, wo wir nicht anhalten. Wie in allen Großstädten Marokkos ist auch hier der Verkehr von Hupen bestimmt. Vor zwei  Jahren hat das noch alles sehr genervt, heute erzählen wir dem Polizisten der meint Wolfram hätte die Vorfahrt im Kreisverkehr missachtet, der Kollege, der ihn benachrichtigt hatte, müsse sich irren und fahren nach 5 Minuten Diskussion nach einem freundlichen Händedruck ohne Busgeld bezahlt zu haben weiter. (was ein Satz!)

45 km weiter in Kenitra verlassen wir die Küstenlinie, weil wir keine Autobahn fahren wollen, auf der Landstraße nach Souk el Arba. Erst dort biegen wir wieder nach NW zur Lagune von Moulay Bousselham ab.

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Der Campingplatz Diafa (N 34° 52.453 | W 06° 17.260) findet nicht gleich unsere Liebe, da wieder weitgehend von italienischen und französischen "Hymern" belegt. Aber morgen werden Sigi und Udo auch hier ankommen, dann wird gemeinsam frischer Fisch gegrillt. Tolle Aussichten und Zeit um noch  mal Anlauf für’s Tagebuchupdate zu nehmen.

bis morgen

19. - 24. Juni 2013 (km 94.994)

Wolfram ist noch mit Tagebuchschreiben beschäftigt, da kommen Sigi und Udo mit ihrer schwarz-gelben Rentnerlaube angefahren. Sie hatten unterwegs Probleme mit der Motorkühlung. Aber dank ADAC ( in Agadir Frau Kretsch 0528843752) haben sie auch in Marokko schnell Hilfe. Bei Werkstatt Monte Carlo (N34° 01.452 | W 06° 51.081)  bei Rabat werden sie schnell und günstig geholfen. Sogar deutsch versteht man dort und so ist bald klar, vier Mann ans Auto und Thermostat wechseln. 18 Euro fürs Thermostat und 15 Euro Arbeitslohn, günstiger geht’s nicht.

So können wir uns unbelastet freuen uns wiederzusehen. Udo hat Fleisch eingekauft, der Schwenkgrill wird vom Speicher geholt, Fisch gibt’s morgen.

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Noch eine schöne Überraschung, auch Barbara und Mark, die wir in Marrakech getroffen hatten, rollen auf den Platz und ein gemeinsames Lagerfeuer vervollständigt diesen wunderbaren Tag.

Donnertag komplettieren wir unser Tagebuch, Udo sorgt für frischen Fisch, bereitet ihn vor und zwischendurch gibt’s immer wieder Gespräche mit den netten Nachbarn.

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Barbara und Mark werden vor allem zu ihren Südamerika-Plänen interviewt und die Zeit vergeht im Flug. Am Abend gibt’s dann reichlich Fisch und zum Nachtisch Kräuterschnäpschen, Sigi teilt ihre letzten Reserven aus Leuna.

Freitag wird noch gefaulenzt und endlich das Tagebuch hochgeladen. Der Download eines Südamerika-Reiseführers misslingt mangels Geduld, das Internet hier ist für die über 4000 Seiten einfach zu langsam.

Samstag entscheiden Barbara und Mark weiterzufahren, sie müssen einen Reifen flicken lassen, der immer wieder langsam Luft verliert. Wir entschließen kurzerhand uns anzuschließen.

Zwei unserer in Namibia gekauften Reifen haben deutliche Schwächen im Profil und Wolfram hat Sorge in Europa damit aufzufallen. Wir wollen sie nachschneiden lassen, das sollte bis Deutschland genügen. Dort wird’s dann neue Kompletträder geben. Für die derzeit gefahrenen 17,5’’ Felgen ist es nicht einfach Reifen zu finden, deshalb wollen wir auf gängige 16’’ Felgen umrüsten, für die es überall die passenden Reifen gibt. Barbara und Mark fahren schon mal voraus, wir müssen noch packen. Durch das Riffgebirge soll es Richtung Osten gehen, als Treffpunkt ist das Camp AZILAN (N 35° 10.545 | W 05° 16.014) in Chefchaouen vereinbart.

Als wir endlich auch auf der Straße sind klingelt das Handy. Mark hat in Ksar-El-Kebir eine Werkstatt (N 34° 59.422 | W 05° 54.340)gefunden, die seinen Schlauch wechselt und auch ein Gerät hat um unsere Reifen nachzuschneiden.

Also kehren wir wieder um und sind ca. 1 Stunde später auch in Ksar-El-Kebir, wo wir schon erwartet werden.  Alles andere wird stehen und liegen gelassen, unsere Vorderräder nur leicht geliftet, nicht demontiert. Eine ¾ Stunde später haben wir jeweils 4 neue, etwa 1 cm tiefe Rillen im Gummi. 100 DH (9 €) gehen an den glücklichen Schnitzer und wir sind zuversichtlich ohne Strafzettel für abgefahrene Reifen über die letzten fünf Wochen unserer Reise zu kommen.

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Die beiden netten Schweizer haben auf uns gewartet und so fahren wir gemeinsam weiter durch die traumhafte Landschaft des Riffgebirges. Gegen 20 Uhr sind wir auf dem Platz AZILAN hoch über dem hübschen Stadtchen Chefchaouen (N 35° 10.545 | W 05° 16.014). Kasimir aus dem bayerischen Wald, den wir auch schon in Molay Bouselham getroffen haben, ist ebenfalls auf dem Platz und gestaltet mit seinen Geschichten den gemeinsamen Abend unterhaltsam. Er ist Indienkenner und begeistert von dem Subkontinent.

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Das Frühstück am Sonntag ist nur sehr spärlich, die Unterhaltung um so reichlicher. Wir sitzen mit den Schweizern bis in den Nachmittag, bevor wir getrennt aufbrechen und uns für den Abend in Martil am Mittelmeer, etwa 5 km nordöstlich von Tetouan verabreden.

Es sind nur etwa 120 km von Chefchaouen, die ersten 50 bis ans Mittelmeer geht’s durch die Berglandschaft längs des Oued Laou bis zum gleichnamigen Ort. Dort begrüßt uns die Küstenlandschaft mit Sonnenschein und reichlich Urlaubern an den Stränden. Vor Martil hatte uns Kasimir durch den Vergleich mit Mabella bereits gewarnt. Vorteilhaft ist, dass der Marjane Supermarkt (N 35° 36.243 | W 05° 20.038) in Tetouan für Touris bestückt ist und wir auch wieder Bier und Wein bunkern können.

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Der Campingplatz Al Boustane (N 35° 37.752 | W 05° 16.582) ist zwar gut belegt, aber wir finden noch eine Ecke, wo wir mit einem Glas Wein auf Barbara und Mark warten. Zusammen gehen wir ins Restaurant der Campsite essen, das sehr gute Fischgerichte in einem wirklich schönen Ambiente bietet.  Zum Abschluss gibt’s noch ein Gläschen Wein an unseren Campern und es ist klar,  sollten wir am Jahresende in Südamerika sein, werden wir sicher einige Zeit gemeinsam fahren.

Montag Abend geht die Fähre der beiden von Tanger-Med nach Sete und auch wir entscheiden heute Afrika zu verlassen. Am Nachmittag fahren wir die 40 km nach Ceuta um uns dort um eine Überfahrt zu kümmern. Ceuta gehört zu Spanien und so reisen wir schon in Afrika aus Marokko in die EU ein.

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Da der Andrang an der Grenze recht hoch ist und auch die Zollkontrollen ernst genommen werden, Spürhunde hüpfen in den Kofferraum und beschnüffeln jedes Auto, dauert die Prozedur entsprechend lang. Nach 1 ½ Stunden ist alles geschafft.

Das Gerücht, dass es hier zollfreien Sprit gibt bestätigt sich als wahr, allerdings sind die zollfreien 1,11 EURO / Liter Diesel immer noch teurer als die 0,76 € in Marokko. In Spanien stellen wir die Uhr eine Stunde vor und es ist 17.30 Uhr als wir direkt an der Einfahrt zur Fähre (N 35° 53.747 | W 05° 19.492) unser Tickert nach Europa lösen. 163 EUR kostet die einfache Fahrt, wir wissen noch nicht wann wir zurückkommen, aber wir wissen, dass wir den Afrikavirus nicht mehr loswerden.

Die Fähre ist um 18 Uhr beladen, um 18.15 verlassen wir den afrikanischen Kontinent und gehen um 19.15 Uhr in Europa an Land.

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