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09. August - 05. Oktober 2018

Die Internet Seite www.immo-kanada.de bietet einige erschwingliche Häuser am Wasser und Ufergrundstücke im Osten Kanadas. Auch Argumente für den Immobilienerwerb in Kanada finden wir dort. Für uns entscheidend ist wie einfach und rechtssicher der Kauf auch für Nichtkanadier ist.

Eine weitere Seite, www.immobilien-capebreton.de, gibt ausführlich zusätzliche Informationen zum Leben auf Cape Breton „dem schönsten Platz der Welt“. Von dieser Seite finden wir zu www.realtor.ca, wo über 800 Immobilien (achthundert) auf Cape Breton gelistet sind. Jetzt gibt es kein Halten mehr. Da wird doch etwas für uns dabei sein.

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Am 9. August buchen wir Flüge nach Halifax. Zwei Wochen sollen reichen unser Traumhaus zu finden. Der Flug geht am 4. September, noch vier Wochen das reichhaltige Immobilienangebot zu durchforsten. Schon bald haben wir unser Traumhaus gefunden. Ein Blockhaus direkt am Lake Bras d’Or. Komplett eingerichtet, mit Motorboot und Kajak und natürlich Aufsitzrasenmäher für das knapp 1,5 ha große Grundstück. Leider können wir das Grundstück nicht reservieren, aber das Angebot ist ja riesig und wir haben inzwischen etwa zehn Grundstücke auf der Liste, die in unserem Budget liegen.

Der Direktflug nach Halifax dauert nur 7 ½ Stunden. Ein weiteres Argument zugunsten der Entscheidung für Nova Scotia. Nur etwa 65 km vom Flughafen entfernt, treffen wir George, einen kanadischen Makler, der uns das erste Grundstück zeigt. Wir sind begeistert, auch wenn die reichlichen Moskitos, die uns begrüßen, überraschen. In Kanada müssen wir mit Black Flies (No See Ums) und Moskitos rechnen, das wissen wir aus unseren Fahrten der letzten Jahre. Dafür bekommen wir Natur pur und viel Wasser.

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Das Grundstück ist mit einem kleinen Cottage bebaut. Wird uns das die nächsten Jahre reichen, bis wir ein größeres Haus bauen, in dem wir auch Freunde empfangen können? Wir müssen ja nicht gleich entscheiden.

Auf geht’s nach Cape Breton. Vom Flughafen sind es ca. 250 km dorthin. Für die nächsten Tage haben wir uns bei Eberhard ein Cottage gemietet. Eberhard lebt seit 1990 in Cape Breton und verleiht neben drei Cottages auch Kajaks, mit denen er auch geführte Touren auf dem Bras d’Or Lake anbietet (www.kayakcapebreton.com).

Eberhards Empfang ist zurückhaltend, trotzdem sehr freundlich. Schon bald wissen wir, dass wir an der richtigen Adresse abgestiegen sind. Der 68-jährige (sieht man dem Sportsmann beim besten Willen nicht an) hat hier am See seine Heimat gefunden und kennt sich aus. Das von uns gemietete Blockhaus liegt in einem Wäldchen mit Blick über den weiten See, wenige Meter vom eigenen Strand.

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Da wir erst für Freitag mit Tanja von immo-kanada verabredet sind, können wir Donnerstag die Umgebung erkunden. Bis St. Peters, einem kleinen Örtchen sind es ca. 20 km, durch das etwas größere Port Hawkesbury, das 30 km in westlicher Richtung liegt, sind wir gestern schon gefahren. Auf der Rundtour finden wir auch Wolframs Favoritenhaus aus dem Internet und auch Iris ist schnell davon überzeugt, das ist es!! Die Aufregung ist groß, morgen können wir es mit Tanja auch von innen besichtigen.

Tanja, Deutsche, lebt seit 2000 auf Cape Breton. Sie holt uns am nächsten Morgen mit ihrem Pickup von unserem Cottage ab. Zum Kennenlernen sitzen wir auf der Veranda und trinken Kaffee. Wir kommen schnell auf unser Traumhaus zu sprechen. Die wirklich liebenswürdige Maklerin muss uns nun klarmachen, dass sie unser Traumhaus vor wenigen Tagen verkauft hat.

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Die Enttäuschung ist sehr groß. Die vier anderen Häuser, die wir noch auf der Liste haben und mit ihr besichtigen, können nicht unser Interesse finden. Wir verabreden uns für nächsten Mittwoch, um eine einfache Jagdhütte auf dem Nova Scotia Festland zu besichtigen.

Samstag ziehen wir auf eigene Faust los. Einige „For Sale - from owner“ Schilder am Straßenrand finden unser Interesse, aber nicht DIE Begeisterung. Es geht weiter 320 km rund um den Bras d’Or Lake (zweimal so groß wie der Bodensee) und im NO der Cape Breton Insel, direkt am Atlantik auf der Gabarus Halbinsel entdeckt Iris ein neues Traumhaus.

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Es ist nicht bewohnt und wir können dem zuständigen Makler nur auf die Mailbox sprechen. Aber auch Wolfram hat schon einen neuen Favoriten. Platz Zwei aus den Internetrecherchen. Mit Lynn der zuständigen Maklerin verabreden wir uns für Dienstag.

Sonntagabend wollen wir von Eberhard noch einige Hinweise haben. Bei einer Flasche Wein lernen wir uns etwas besser kennen und wissen bald, sollten wir uns hier niederlassen, werden wir mit ihm einen guten Freund vorort haben!

Was heißt niederlassen? Wir suchen ein Haus, in dem wir die Sommermonate verbringen wollen. Wir dürfen als Touristen maximal ein halbes Jahr in Kanada bleiben, auf besonderen Antrag auch 9 Monate. Über 55-jährige haben es schwer den Permanent-Resident-Status zu erreichen, für den man mit einer Arbeit nachweisen muss sich selbst versorgen zu können und nicht dem Kanadischen Staat auf der Tasche zu liegen.

Eberhard gibt uns den Tipp in St. Peters zu Sherry McLeod zu gehen. Sie leitet dort das Büro von Cape-Breton-Realty, der Gesellschaft mit den meisten Angeboten hier an der West Bay. Sherry begrüßt uns freundlich und zeigt auf ihrer Site eine Handvoll Immobilien, die wir größten Teils schon selbst unter realtor.ca gefunden hatten. Sie stellt uns auch den Deutschen Peter vor, der sofort anbietet das Schnäppchen der Saison zu zeigen, noch nicht mal online gestellt. Peter steigt zu uns ins Auto und wir fahren zum MacMillan Lake. Dort ist vor drei Jahren ein nagelneues Haus entstanden, das nie bezogen wurde. Allerdings liegt der Preis 20 % über unserem Budget. Peter will versuchen die Eigentümer von unserem Angebot zu überzeugen. Wenn das klappen würde?!

Dienstag 11 Uhr dann der Termin mit Lynn, Black River Road, Dundee. Ein kleines Häuschen mit großem Gazebo, einer mit Fliegengitterfenstern eingehausten Aussichtsplattform. Das 6.400 qm Grundstück grenzt auf zwei Seiten an den Black River, der nur durch einen schmalen Damm vom Bras d’Or Lake getrennt ist. Zwei Schlafzimmer, 1 Bad, Wohnzimmer, alles unterkellert (für Kanada ungewöhnlich), das sollte uns doch reichen. Baujahr 1968, aber gut erhalten. Naja, dem 24 x 21 sqft großen Schuppen/Garage muss mann wohl etwas Pflege zukommen lassen, aber das Häuschen kann direkt bezogen werden.

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Wir machen unser Angebot. Lynn will versuchen den kanadischen Besitzer, der in Singapur lebt, zu erreichen. Wenn Peter jetzt, was wir uns nicht vorstellen können, eine Zusage auf unser Angebot hat? Wir fahren direkt bei ihm vorbei und erfahren das Unglaubliche, die Verkäufer wollen unser niederes Angebot tatsächlich annehmen. Aber wir nicht mehr, sagt Iris spontan. Alt schlägt neu. Wolfram freut sich, dass Iris so spontan seiner Meinung ist. Peter ist enttäuscht, aber das kann uns nicht umstimmen.

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Wir fahren sofort zu Lynns Büro in Port Hawkesbury, um unser Angebot schriftlich zu fixieren. Da darf jetzt nix schiefgehen. Den Termin morgen mit Tanja sagen wir auch gleich ab. Wir haben entschieden. Mittwoch nutzen wir, um bei TD Canada Trust ein Bankkonto zu eröffnen. Am Abend haben wir schon ein Gegenangebot vom Verkäufer. Wir: „Einverstanden, aber nur wenn alle Möbel drinbleiben“. Wir wollen alles haben, was wir gesehen haben. Jetzt beginnt der Nervenkrieg.

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Es geht hin und her, included - not included. Donnerstagabend endet die vereinbarte Zuschlagsfrist. Wir verlängern und Samstag sind wir uns einig. Punkt. Es gilt noch einige Unterschriften bei Lynn zu leisten, sie wird die Unterlagen an die Anwälte übergeben, die den Vertrag aufsetzen und für den Eintrag im Grundbuch sorgen.

Vorher wird noch ein Home Inspector in unserem Auftrag das Haus untersuchen, um festzustellen, ob Mängel, die wir bei der einstündigen Erst-Besichtigung nicht erkannt haben, einem Kauf widersprechen. So schlimm kann‘s gar nicht sein, dass wir noch abspringen.

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Sonntag machen wir wieder einen Ausflug in die Region, alles sieht schon etwas heimatlicher aus. In St. Peters geraten wir in die jährliche Pirate’s Parade und freuen uns mit unseren neuen Nachbarn über diesen Umzug.

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Von dort geht’s 100 km nach Norden. Sidney ist die zweitgrößte Stadt Nova Scotias, hier hatte Wolfram vergangenen Sonntag sein Traumauto gefunden. Zum neuen alten Haus gehört auch ein brandneues Auto. Ein flammroter RAM Pickup, der muss allerdings noch warten, bis wir Ende Oktober wiederkommen, um am ersten November das Haus zu übernehmen.

Sonntagabend besuchen wir nochmal Eberhard, wo wir Sigrid und Bernd kennenlernen. Die beiden haben auch schon eine festere Beziehung zu Kanada und können gute Tipps kanada geben, zum Beispiel wie man günstig größere Summen von Deutschland nach Kanada transferiert. Nach Eröffnung unseres Kanadakontos, hatten wir Geld von Deutschland überwiesen. Die Kosten dafür, etwas über 2% der Summe, hatten doch überrascht. Der Geheimtipp heißt www.transferwise.com. Hier liegen die Gebühren nur bei 0,35 %.

Montag versuchen wir zu entspannen nach den aufregenden Tagen und Nächten und überlegen, ob wir alles richtig gemacht und nichts vergessen haben. Morgen Abend geht’s wieder zurück nach Deutschland.

Am Vormittag aber sind wir gemeinsam mit Lynn und Darin, dem home-inspector an hoffentlich unserem Grundstück. Darin geht sorgfältig mit einer Checkliste an die Untersuchung. Etwa 2 ½ Stunden braucht er dafür und wir können uns in aller Ruhe nochmal umsehen. Es sind nur wenige Punkte, zu denen der Inspektor Empfehlungen machen muss, das Haus ist gut in Schuss. Unsere Entscheidung war richtig.

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Als wir am Abend am Flughafen in Halifax ankommen, haben wir auch schon per Mail den schriftlichen Inspektionsbericht. Wir sind überglücklich, der Wirrsinn hat ein gutes Ende gefunden. Dank Rückenwind landen wir schon nach 5:40 h in Frankfurt. Der Mittwoch bleibt für Wäsche, am Donnerstag rüsten wir den OF-EN und fahren 1000 km nach Westen, wo uns Freitagabend in Saint-Palais-Sur-Mer unsere Freunde Wolke empfangen.

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Elke und Wolfgang machen hier zwei Wochen Urlaub und wir gesellen uns eine Woche mit Ronja dazu. Die beiden Genießer wissen, wo Gott in Frankreich am liebsten lebt. Das Wetter strahlt, die Strände sind traumhaft und auch Lucullus hat hier Zeichen gesetzt. Da kommen schon mal kleine Zweifel auf. Hätten wir nicht auch hier ein Traumhaus finden können? Allerdings hätten Wolframs beschränkte Französischkenntnisse keinen längeren unterhaltsamen Aufenthalt erlaubt.

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Strand, Wasser, dazu Natur pur, das begeistert uns an Kanada. Freunde bei gutem Essen und Trinken willkommen heißen, am Lagerfeuer sitzen, Sonnenuntergang genießen, und uns auf den nächsten Tag freuen, das haben wir die letzten Jahre gelernt.

So soll es weitergehen!

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