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09. - 27. Januar 2019 (km 257.768)
Heidelberg - Algeciras - Tissint

Am 9. Januar starten wir zu unserer Winter Tour 2019. Wir wollen bis Ende Februar Marokko bereisen, im März dann über Portugal, Spanien und Frankreich zurück nach Deutschland kommen. Unser Flieger nach Kanada geht am 27. April smile

Die 2.500 km nach Algeciras zur Fähre nach Marokko legen wir zügig in sieben Etappen zurück. Wir wollen schnellstmöglich ins Warme.

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Dienstag den 15. stehen wir um 14.30 Uhr bei Carlos in Algeciras am Schalter. Das Fährticket nach Tanger Med soll für die Überfahrt um 16 Uhr 190 EUR, um 17 Uhr 180 Euro kosten. Obwohl Iris sparsam ist (kommt aus Deutsch-Schottland) wählen wir die 16 Uhr Fähre, 1 ½ Stunden Überfahrt, dann ist es noch zwei Stunden hell und wir können in Ruhe nach einem Übernachtungsplatz suchen.

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Wie nah Algeciras an Afrika liegt bekommen wir dann aber deutlich aufgezeigt:
Um 15 Uhr stehen wir auf dem Parkplatz vor dem Hafengelände, um 16 Uhr dürfen wir auf das Hafengelände, um 16. 30 Uhr legt die Fähre im Hafen an, um 17.15 Uhr sind wir an Bord, um 17.45 Uhr legt die Fähre ab, um 19.15 Uhr legt sie in Tanger Med an. Wolfram plant der Afrikaner lacht.

Um 19.45 Uhr nimmt uns ein Zollbeamter die Papiere ab um unsere Daten ins marokkanische EDV System einzuspeisen. 10 Minuten später haben wir die Papiere wieder, das System sei überlastet. In 10 Minuten sei es sicher wieder OK.

Nach einer halben Stunde beraten wir uns, wie es wohl weiter geht, der Beamte ist nicht wieder aufgetaucht, wir wollen auch nicht drängeln.

Nach 45 Minuten stehen nur noch wir an der Abfertigung, alle anderen Fahrzeuge sind aus dem Zollbereich verschwunden. Iris fasst sich ein Herz und geht ins Zollgebäude.

Dort haben die Computer bedienenden Damen die Füße schon hochgelegt, Feierabend. Mädels unter sich, dann klappt auch was, nach weiteren 5 Minuten haben wir unsere Einreisepapiere. Willkommen in Marokko.

Glücklicherweise gibt es in nur 10 km Entfernung einen Übernachtungsplatz, den wir auch im Stockdunkeln finden. Inzwischen ist es 21.30 Uhr.

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Ab jetzt werden wir unser Tagebuch nicht mehr mit so viel Text füttern. Die Bilder sprechen für sich, sind mit Datum und Region versehen. Nur wenn etwas Besonderes passiert, gibt’s eine Geschichte.

Wer Informationen zu „Marokko mit dem WoMo“ sucht, wird bei Sven und Doreen unter www.kasteninblau.de fündig. Die beiden haben wir im letzten Jahr in Portugal getroffen und bei einem Morgenspaziergang in der Oase Tighmert zufällig wiedergesehen.

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Unsere Tour führt uns längs der Atlantikküste nach Süden bis Sidi Ifni. Von dort geht’s über Guelmin südlich des Antiatlas Richtung Osten über Icht, Tata, Tissint bis Foum Zguid im Westen des Erg Chegaga, einem der großen Marokkanischen Dünenfelder.

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28.1. - 5. Februar 2019 (km ????)
Foum Zguid - Erg Chegaga - Merzouga

Von unserem Lager an den Felsenbecken von Tissint, hier hatten wir 2013 auf unserem Rückweg nach der Afrikaumrundung schon campiert, sind es nur 58 km bis Foum Zguid, wo wir das Camp Kayma Park ansteuern. Der Platz gefällt uns gleich, die Camper stehen hier nicht in Reih‘ und Glied, sondern frei verteilt, wie Häuschen in einem gewachsenen Dorf. Auch der Ort selbst ist nah, und so kommen Iris und Ronja bei ihren Streifzügen auch auf ihre Kosten. Wir lernen Ricarda, Peter, Tom und Border Collie Scoobidoo kennen.

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Die Münchner reisen in einem ausgebauten ehemaligen Feuerwehrauto und kennen Marokko schon von früheren Reisen. Zum Abendessen pilgern wir gemeinsam zur Ortsmitte zum Restaurant Chegaga von Ibrahim. Die Tajine dort ist vorzüglich und dazu gibt’s, Marokko untypisch, aber unschlagbar gute Pommes Frites.

Dienstag ist Waschtag und wer hierbei nicht gefordert ist, darf träumen, planen, chillen.

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Freitag soll‘s weitergehen, längs der 40 km langen Dünenkette des Erg Chegaga bis Mhamid und weiter offroad nach Tafraout, Ramlia und Touz, wo wir uns bei unserer Afrika Vortour aufwändig festgefahren hatten. Aber vorher gehen wir noch mal bei Ibrahim essen. Auch die Kebab Spieße und Fleischpflanzerl sind mega lecker.

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Donnerstag findet der wöchentliche Souk statt und wir haben eine große Einkaufsliste für die morgige Wüstentour. Bei Lebensmitteln wird nicht gehandelt, aber bei Souvenirs geben wir nicht so schnell nach.

Freitag geht’s dann los. Ilse und Roland aus der Schweiz schließen sich spontan unserem Tross an. Zunächst geht es über flache Hamada-Steinwüste zum Lac Iriki, der seit dem Bau des Stausees bei Ouarzazate trocken liegt.

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Die Bilder können nur die Schönheit der einsamen Landschaft zeigen, aber nicht das Nerv zehrende Gerüttel, das uns begleitet. Nach drei Stunden haben wir etwa 45 km zurückgelegt und kommen auf die ebene Fläche des Lac Iriki auf der wir zügig bis zum Café Titanic gleiten.

Es ist unglaublich, weit und breit keine Menschenseele, nur platte ausgetrocknete Erde und wir bekommen Berber Omelette, Salat und Fladenbrot serviert, danach natürlich der obligatorische zuckersüße Minztee.

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Schon bald hinter dem Café endet der Salzsee und wir fahren auf sandigem Gelände zwischen hohen Dünen, wo wir unser Nachtlager aufschlagen. Peter sorgt für Musik, Van Morrison, Klaus Doldingers Passport, Santana und andere klingen unter einem unglaublichen Sternendach bei Rotwein nochmal besser als auf der Wohnzimmercouch. Den Sternenhimmel kann kein Bild wiedergeben, muss man selbst erleben, glaubt einem keiner.

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Samstag geht’s weiter, vorwiegend durch tiefen Weichsand und trockene Oueds. Vielleicht kann ein Skifahrer das Fahren im Weichsand nachvollziehen, wenn man das Rütteln der Steinwüste mit vereisten Hängen und den Weichsand mit tiefem Pulverschnee vergleicht. Letzteres ersehnt man, vor ersterem graust’s einem. Aber auch das Tiefsandfahren fordert und die Ankunft im Ort Mhmid hat etwas Erlösendes. Hier machen wir im „Kleinen Prinzen“ nochmal eine gemeinsame Pause, bevor sich die Schweizer verabschieden und wir mit den Münchnern weiterziehen.

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Für uns geht’s noch 50 km weiter bis uns ein Schild mit der Aufschrift Militärgebiet stoppt. Zu Fuß gehen die Mädels und Tom bis zum 2 km entfernten Militärposten, von wo sie mit der erlösenden Nachricht zurückkommen, dass wir sehr wohl hier nach Merzouga weiterfahren können, wir sollen nur nicht weiter nach Osten in Richtung Algerischer Grenze abdriften. Für heute schlagen wir unser Lager auf und freuen uns über die gelungene Tagesetappe von über 120 km ;-)

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Sonntag brechen wir dann vom Präriecamp in die Berge auf. Enge, gewundene Piste führt auf die steinige Hochebene, ein neues Landschaftsbild. Hier leben mehr wilde Dromedare als Menschen, der Boden gibt auch nicht viel her. Die Steinwüste fordert wieder Nerven und Material. Erst nach 95 km, als wir Richtung Osten auf die P7112 abbiegen begegnen wir wieder anderen Fahrzeugen.

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Wir hatten gehofft, dass diese Hauptverbindung zwischen Zagora und Merzouga besser ausgebaut ist, pfeifedeggele! Erst die flache, teils sandige Fläche des Lac Maider bringt kurze Erlösung und flottes Vorwärtskommen. Wir fahren an Tafraout vorbei und suchen einen Übernachtungsplatz am Fuß der Düne Zereg. Auch heute Nacht strahlt wieder die Milchstraße mit ihren garantiert unzähligen Sternen über uns.

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Montag sind es von unserem Dünencamp sandige 25 km in einem trockenen Flussbett bis Ramlia, wo wir eine Teepause machen. Danach geht’s weitere 54 km auf absolut schwieriger Tiefsandpiste nur kurz unterbrochen von wenigen Kilometren auf einem Salzsee. In Taouz kann man sich ohne Navi verirren, lange verwinkelte Gässchen führen auf die letzten 20 km auf bestem Asphalt bis Merzouga.

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Unsere bayerischen Freunde waren hier schon mal in der empfehlenswerten Rose de Sable abgestiegen und wir freuen uns am Fuß der höchsten Dünen der Erg Chebbi die nächsten Tage, Sonnenauf und -untergänge, Spaziergänge in den Ort, Cafés und Lädchen genießen zu können.

In schā' Allāh

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