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11. - 13. November 2016 (km 203.590) USA Süd
Grenzort Maida - Devil's Lake - Minot - Missouri River

Bei Maida reisen wir in North Dakota ein. Die Grenzstation ist winzig. Zwei Beamte sind nur für uns da. Die OF-EN Besichtigung dauert nicht lange. Die Einreise Formalitäten für Iris und Wolfram sind schärfer. Fingerabdrücke von beiden Händen und Fotos kosten pro Person nur 6 USD, beides bleibt im Besitz der USA. Dafür dürfen wir 6 Monate bleiben, da sind andere Staaten teurer.  

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Beim Dieselpreis auch. An der ersten Tankstelle füllen wir auf. Umgerechnet 0,58 EUR pro Liter laden ein zu fahren. Zunächst bis Devil’s Lake in den Graham Island NP, wo ein Campground ganzjährig geöffnet hat. Von dort geht’s Samstag weiter Richtung Westen.

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Am Morgen starten wir bei 3,5°C am Mittag halten wir in Minot bei 18°C. Da schlägt das Camper Herz höher. Nachdem wir uns dort mit Simkarten für Handy und Ipad versorgt haben, geht’s weiter noch 130 km in Richtung Süden.

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Im Cross Ranch NP finden wir einen wunderbaren Platz direkt am Missouri River. Wir sind ganz alleine, niemand weit und breit, Ruhe pur.

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Während Iris die Wege entlang des riesigen Stromes erkundet, darf Wolfram die Erlebnisse der letzten Wochen niederschreiben.
So geht Arbeitsteilung ;-)

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13. - 27. November 2016 (km 204.280)
Roosevelt NP - Crazy Horse - Mt.Rushmore - Memphis - Florida

Auch der Campground im Theodore Roosevelt NP gehört uns ganz alleine, um diese Jahreszeit ist hier kaum etwas los. Vom Cross Ranch SP waren wir zunächst etwa 40 km nach Süden gefahren und dann zügig 200 km nach Westen bis nach Medora am Eingang des Nationalparks.

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Iris macht noch ihren Erkundungsrundgang entlang des Little Missouri und wird auch gleich mit ein paar Wildpferden belohnt. Allerdings ist es dann um 17 Uhr schon stockdunkel und auch ziemlich kalt, sodass wir doch früh in den Betten liegen.

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Den Roosevelt NP erkunden wir ausführlich am nächsten Morgen auf einer rund 60 km langen Schleife, die uns zeitweise in Höhen um 900 m ü.N.N. steigen lässt. Steile Hänge und lockere trockene Böden prägen die Landschaft der Badlands. Am wohlsten fühlen sich hier die Präriehunde, die zu hunderten ihre Höhlen in den weichen Boden graben.

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Von den hier ebenfalls lebenden Bisons sehen wir nur wenige Exemplare. Trotzdem, das Grasland um den Little Missouri River ist wunderschön grün und wirkt beruhigend. Am Ausgang werfen wir einen Blick in Roosevelts Maltese Cross Cabin, in der er Anfang der 1880 Jahre zeitweise lebte und sich in die Badlands verliebte, lange bevor er Präsident wurde.

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Im Westernstädtchen Medora besuchen wir die Cowboy Hall of Fame, in der vorwiegend Rodeo Stars verherrlicht werden. Iris schwelgt in alten Kindheitserinnerungen, Wolfram kommt mit.

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Den nächsten Stopp machen wir etwa 240 km südlicher in einem kleinen Nest namens Buffallo. Inzwischen sind wir in South Dakota. Der Ort hat ein Gasthaus, No. 3 Saloon, auf dessen Parkplatz wir übernachten. Nachdem wir am Abend die Burger und das Bier vom Fass als gut befunden haben, wollen wir auch das Frühstück testen, noch besser! usa usa

Besondersbeeindruckt haben uns die Kartenspieler am Nachbartisch, die sich schon morgens um 7.30 Uhr entspannt zum Zocken treffen. Unter den Ü60-Spielern ist übrigens auch eine weißhaarige ältere Dame.

Bis in die Black Hills sind es noch 160 km. Dort halten wir erst mal in dem aus der gleichnamigen Fernsehserie um Wild Bill Hickok und Calamity Jane bekannten Goldgräberort Deadwood. Inzwischen ist der Ort sehr touristisch restauriert und nicht wiederzuerkennen. Jeder 3. oder 2. Laden ist ein Spielcasino, das war damals sicher nicht ganz so.

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Wir ziehen weiter zum Crazy Horse Monument. Es war die Idee des Häuptlings Standing Bear, der mit anderen Häuptlingen zu der Überzeugung gekommen war, den Weißen zu zeigen, auch „ … the Red Man has great heroes“.

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1948 begann der Bildhauer Korezak Ziolowski am Memorial Crazy Horse zu arbeiten. Zunächst mit einem altertümlichen Kompressor, nicht mehr. Man will es nicht glauben, was bis heute daraus geworden ist. Und es soll wohl noch 100 Jahre dauern bis das Monument usa zu Ehren des Oglala-Lakota-Indianers Crazy Horse beendet ist. Ziolowski starb 1982, aber Frau Ruth und seine 10 Kinder haben seine Arbeit fortgesetzt.

Inzwischen mit modernstem Werkzeug, aber immer noch ohne jegliche staatliche Hilfe, alles mit Spenden und privaten Geldern. „Never forget your dreams“ waren Ziolowskis Worte und er zeigt, was Träume bewerkstelligen können, usawenn man an sie glaubt.

Ein weiteres beeindruckendes Monument liegt nur 25 km weiter im Osten. Mount Rushmore, hier sind die Köpfe der vier bis zur Zeit seiner Erstellung am bedeutendsten geltenden Präsidenten, Jefferson, Washington, Roosevelt und Lincoln aus dem Gebirge gemeißelt. Beeindruckend, ja, aber wenn man Crazy Horse gesehen hat, dessen Kopf so groß ist wie die 4 Präsidenten-Köpfe zusammen, nur ein bisschen.

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Wir übernachten in Rapid City auf dem Walmart Parkplatz. Auf der Fahrt durch die "City of Presidents" treffen wir an nahezu jeder Kreuzung usaauf einen der lebensgroßen 43 Präsidenten von George Washington bis George W.Bush (jr).

usaDonnerstag den 17.11. beginnen wir dann unseren Marathon Richtung Florida. 2.500 km liegen vor uns, die ersten 530 km gehen zunächst noch auf der I90 Richtung Osten. Kurzer Zwischenstopp in Wall, einem 100 Seelen Ort, wo Anfang der 1920er Jahre der Apotheker einen Drugstore eröffnet hat, der schnell zu einem General Store für Farmer anwuchs, nachdem seine geschäftstüchtige Gattin kostenlos Wasser an Durchreisende ausgab.

Heute noch werden hier authentische Cowboystiefel, - hüte, -gürtel, und vor allem die besten Donuts "ever" verkauft. Schon 100 km vor Wall Drug wird mit auffälligen Plakatwänden in eigener Sache geworben. Trotzdem, hätte man auslassen können.

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Was macht man nicht alles, wenn die Strecke nix hergibt. Der zweite Halt ist genauso unnötig, der Corn Palace in Mitchel. Hier wird jährlich die Fassade einer Messe- und Sporthalle aus Maisgras gestaltet. Dieses Jahr mit dem Motto Roch ‘n Roll.

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Von Mitchel zur Vermillion Lake Recreation Area sind es nur noch 70 km. Der junge Ranger, bei dem wir unsere 20 USD Campgebühr bezahlen, erzählt von erwarteten 10 cm Neuschnee in der Nacht, aber irgendwie glauben wir nach den lauen Herbsttagen der letzten Wochen nicht so richtig daran.

Umso größer ist die Überraschung am nächsten Morgen. Alles weiß, wie sollen wir nur die Straße zur 8 km entfernten Interstate wiederfinden? Einfach mal langsam anfangen. Glücklicherweise sehen wir schon nach wenigen 100 m im Nebel ein Räumfahrzeug, das die Hauptwege der Recreation Area sichtbar macht. Wir retten uns auf eine der geräumten Spuren und landen an der Parkwerkstatt.

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Der Schneepflug Ranger hat uns gesehen und ist uns gefolgt. (Un)glücklicherweise weist er uns auf einen platten Hinterreifen hin. Wie sollen wir hier im tiefen Schnee, Wolfram mit Hexenschuss einen Reifen wechseln?? Ranger Derek ist zur Stelle. Werkzeuge griffbereit, nur der Ersatzreifen muss aus der zugefrorenen Ersatzradbox befreit werden. Die Lötlampe hilft und Derek ist nicht nur fast 2 m groß und bärenstark, er ist auch sehr geschickt.

In kurzer Zeit sind wir wieder fahrtüchtig. Allerdings warnt Derek vor der Weiterfahrt Richtung Osten. Ein Blizzard kommt aus dem Westen und die Niederschläge werden nicht vor 14 Uhr nachlassen. Es ist erst 10 Uhr, sollen wir hier in der Schneeödnis den Tag verbringen? Nein, lass es uns versuchen, der Highway wird sicher geräumt sein.

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Ist er auch, aber der Nachschub von oben und der Wind von der Seite ist gewaltig. Mit etwa 40 km/h kriechen wir über den Highway immer wieder überholt von 18 m langen LKWs. Iris zählt bis 21 Fahrzeuge, die in den Mittel- oder Seitengraben geschleudert sind und da zugeschneit werden.

Auch Mercedes wackelt zweimal erschreckend mit dem Hintern, findet aber wieder ihre Spur. Mit Hertzklopfen bis an die grauen Haarspitzen fahren wir von der Interstate ab und pausieren an einer Tankstelle. Aber nach einer halben Stunde zieht es uns weiter. In Sioux (Su) Falls sind die Straßen besser geräumt und wir biegen Richtung Süden ab. Auch hier verlassen immer wieder Fahrzeuge die glatte Schneefahrbahn in den unberührten Schnee des Mittelstreifens.

Endlich, fast pünktlich um 14 Uhr hört der Niederschlag auf. Der Wind aus Westen weht aber immer noch kräftig und trübt die Sicht durch aufgewehten Schnee. Noch eine Pause. Als wir nach einer halben Stunde weiterfahren, glauben wir zu träumen. Der Himmel ist bau, die Sicht klar und auch die Interstate 29 ist gut befahrbar. Erleichtert fahren wir in Sioux City Iowa ein. Der Walmart in South Sioux City liegt über dem Missouri in Nebraska. Hier übernachten wir dankbar.

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Die Nacht ist eisig und auch am Morgen um 8 Uhr, als wir starten liegen die Außentemperaturen noch bei – 5.5°C. Der SÜDEN ruft. 470 km weiter fahren wir durch Kansas City, die Großstadt interessiert uns nicht, erst 20 km weiter im Süden machen wir in Belton/Raymore wieder auf einem Walmart Parkplatz Halt.

Inzwischen sind wir im Bundesstaat Missouri. Nach weiteren 490 km in Richtung Südosten schlagen wir das Nachtlager in Hardy auf. Der Ort hat 746 Einwohner sagt das Schild am Eingang. Der Hardy RV Park ist sonnig schön idyllisch am Bach, aber verweist. Lass uns erst mal im Downhome Country Kitchen Family Restaurant was essen gehen. Es ist Sonntagabend und das Restaurant ist gut besucht. Wir genießen leckere Hausmannkost, wahrscheinlich von einer amerikanischen Hausfrau zubereitet.

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Übernachten können wir auf dem Parkplatz hinterm Haus, über den aber die ganze Nacht (so hört und fühlt es sich an) ewig lange Güterzuge rollen. Tatsächlich liegt die Bahntrasse nur 50 m entfernt und der unbeschrankte Bahnübergang etwa 500 m. Die Züge müssen ihr Kommen signalisieren und tun das auch immer gewissenhaft genau auf unserer Höhe. Unterhaltsame Nacht.

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Auch das typisch amerikanische Frühstück Eier, Speck, Würste, Rösti und gebutterter Sauerteig Toast, dazu Labberkaffee zum Abwinken ist bis auf den Kaffee zu empfehlen. So gestärkt sind die verbleibenden 225 km bis Memphis ein Katzensprung.

Wir quartieren uns auf dem T.O. Fuller State Park ein, wo wir Angelika und Roland treffen wollen. Wir hatten die beiden auf ihrem Weg nach Alaska in Bella Coola, British Columbia im vergangenen Jahr kennengelernt. Inzwischen haben wir die beiden auch schon mal in München besucht und in den vergangenen Tagen gelauert , wo sich unsere Wege hier in den USA wieder kreuzen würden.

usa Sie überreden uns am Abend auf einen Besuch in die Innenstadt mitzukommen. Wir haben einen aufregenden Abend im Rum Boogie Cafe, einer berühmten Musikkneipe in der Beale Street. Dass Cajun Essen ist nicht preiswert, aber lecker und die Live Musik von Gracie Curran & The High Falutin' Band ein echter Kracher! Die Dame mit der gewaltigen Stimme ist etwa doppelt so schwer wie ein gleich großes Mannequin, weiß ihre Fülle aber mit Selbstbewusstsein zu präsentieren.

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In dem weiß gepunkteten roten viel zu engen Babydoll trällert sie ihre Songs in Stimmlagen, die man sonst nur aus der Klassik kennt. Auch ihre Mitmusikanten Gitarre, Bass und Schlagzeug beherrschen ihre Instrumente ganz besonders, was sie durch wiederholte Soli unter Beweis stellen.

Dienstag ist für uns Ruhetag auf dem Campground, während Angelika und Roland noch einen Ausflug nach Memphis unternehmen. Zum Abschied am Abend legt Roland ein etwa 1 ½ kg schweres, 4cm dickes Rindersteak auf den Holzkohlengrill, das wir nach etwa 40 Minuten Garzeit auf der Zunge zergehen lassen. Erinnerungen und Pläne machen den Abend unterhaltsam. Endlich lassen uns die Temperaturen einen Abend im Freien genießen.

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In der Nacht beginnt es zu regnen und der Regen begleitet uns noch eine ganze Weile in Richtung Süden. Als wir nach 380 km auf dem W… Parkplatz in Meridian unser Lager aufschlagen, liegt die Außentemperatur bei 22°C und es ist trocken. Der Süden scheint nah.
Am 4. Donnerstag im November ist in den USA Thanksgiving und das muss mit einem Truthahn gefeiert werden.

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Nach weiteren 220 km haben wir Mobile durchfahren und landen gegen 14 Uhr in Ralph & Kacoo’s Seafood Restaurant. Zum Thanksgiving Buffet wird auch Truthahn geboten, aber nicht sehr überzeugend. Die Gumbo Soup der amerikanischen Südstaatenküche als Vorspeise ist da schon eher zu empfehlen. Die Beilagen Süßkartoffeln mit einem Hauch von Zimt und Muskat, das Cheese Grit, die lecker panierten Okra und vor allem das Cajun Popcorn (fritierte dicke Schrimps) entschädigen uns für die lächerlichen Truthahnscheibchen.

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Leider ist der nahegelegene Meaher State Park sehr bevölkert und wir bevorzugen wieder mal den Walmart. Der Parkplatz in Daphne ist menschenleer und wir richten uns gemütlich ein. Zwei Stunden später sind wir zugeparkt. Um 17.30 bilden sich lange Menschenschlangen vor und in usadem Markt. Um 18 Uhr wird in den USA der Black Friday eingeläutet, der mit Rabatten das Weihnachtsgeschäft einläutet. Crazy!

Für uns ist dieser Freitag ein ganz normaler. Wir fahren gemütlich längs der Küste weiter nach Süden, bis die Scenic US 98 nach Osten abbiegt und wir folgen ihr bis Pensacola. Dort biegen wir ab in den Gulf Islands NP um der Straße zum Fort Pickens zu folgen. Das Fort beeindruckt weniger, eher der schneeweiße feine Sandstrand. Die Campingplätze bieten noch einige Stellen in Reih‘ und Glied, uninteressant!

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Wir ziehen weiter nach Osten. Der Sunshine State Florida begrüßt uns bewölkt mit einigen Regentropfen. Trotzdem, es herrschen Temperaturen knapp über 20°C und das Getröpsel hört auch bald wieder auf. Auf halber Strecke zwischen Destin und Panama City Beach biegen wir von der US98 in den Grayton Beach SP ab, wo wir den letzten Stellplatz auf dem Campground ergattern.

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Der State Park ist wieder ganz nach unserem Geschmack, der Campingplatz wunderschon in die „wilder Natur“ integriert. Der ursprüngliche Bewuchs trennt die Plätze und bietet Schatten und Sichtschutz. Bis zum Western Lake sind es keine 50 Schritte, nur 3 km weiter strahlt der unglaublich weiße, so feine Sandstrand des Golf von Mexiko.

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Am nächsten Morgen müssen wir zwar umziehen, können aber noch weitere zwei Nächte bleiben. Wir verbringen die Tage mit kleineren Reparaturen, Streckenplanung, Strandspaziergängen und einem Tagebuchupdate. Vielleicht schaffen wir es ja nach dem Km-Marathon der letzten beiden Wochen das gemächliche Tempo der Südstaatler anzunehmen.

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26. 11. - 06. Dezember 2016 (km 207.885)
St.Andrews-St. Joseph-St.George-Apalachicola-
Ochlokonee River-Manatee Springs-Silver Springs

Ja, wir sind im Süden angekommen. Das soll heißen, Ende November tagsüber immer über 20°C und meist Sonne. Die Gegend hier ist für seine weißen Sandstrände bekannt und entsprechend hat sich die Touristikbranche breit gemacht. Trotz der angenehmen Temperaturen ist zurzeit aber keine Saison. Das Wasser ist zukalt. Der Ferienort Panama City Beach ist nahezu ausgestorben, zumindest die Vergnügungsparks erwarten Gäste erst wieder im März.

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Entsprechend ruhig ist es auch im St. Andrews SP, dessen Campground direkt an einer Lagune liegt. Unsere Tagesetappen werden deutlich kürzer. Von Grayton Beach nach St. Andrews sind es nur 55 km. Unterwegs bestaunen wir den kilometerlangen weißen Sandstrand bei heute fast stürmischem Herbstwetter.

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Von dort geht es weiter auf St. Joseph’s Peninsula. Wieder ein geschützter State Park mit endlosem feinen Sandstrand. Angeln kann hier eine Beschäftigung sein, Strandwanderungen oder einfach nur schauen und träumen.  Hier stört zurzeit niemand niemanden und selbst die kleinen Strandläufervögel sind fast handzahm.

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Doch, da ist ‘was. Fast pünktlich zum Sonnenuntergang kommen die Moskitos, so winzig, dass man sie erst gar nicht sieht. Wenn’s dann juckt, wird man sich ihrer bewusst. Vielleicht sind sie auch die Vorboten für den Regen, der in der Nacht fällt und etwas Abkühlung bringt.

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Vom Point Joseph’s bis zum kleinen Fischerort Apalachicola sind es wieder nur 50 km. Das Örtchen lädt ein, ein paar Schritte zu gehen. Naturschwämme und Austern sind das, womit die Menschen hier ihr Geld verdienen. Wir kommen grad vom Frühstück und unterhalten uns nur ein bisschen mit Tom hinter seinen mediterranen Auslagen.

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Bis zum St. George Island Statepark sind es wieder 50 km über schmale Wasserstraßen. Hier sind es vor allem die weißen Dünen und Strände, die wir begeistert erwandern.

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Am ersten Dezember haben wir dann erst mal wieder genug von weißen Superstränden und fahren weiter bis Carabelle, verabschieden uns von Kormoranen und Pelikanen und biegen auf der US319 nach Norden ab.

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Der Ochlockonee River State Park ist unser Ziel. Nach einem Flussuferspaziergang am Abend ein schönes Lagerfeuer, am Morgen neben weißen Eichhörnchen eine Wanderung durch die Natur, Idylle pur. Iris behauptet auch ein weißes Reh gesehen zu haben, kann dies aber mit keinem Bild belegen.

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Nach so viel Bummelei machen wir am Freitag dann doch etwas Strecke. Nach 110 km Pause am Walmart ;-) aber dann nochmal 120 km bis zum Manatee Springs SP. Die Quelle, die hier entspringt hat nur einen kurzen Weg bis zum Suwannee River.

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Kristallklares Wasser und allerlei Höhlen laden zum Tauchen ein. Auf unserer Wanderung zutrauliche Rehe, die Geier in den mit Naturlametta geschmückten Bäumen sehen nur im Flug majestätisch aus. Lagerfeuer, Musik und Grillsteak beschließen den Abend.

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Am nächsten Morgen machen wir im nur 5 km entfernten Chiefland Golfclub Halt. Die in den letzten Tagen eingekehrte Ruhe ist spätestens nach dem 3. Loch und Verlust von vier Bällen dahin. Wolframs Blutdruck schnellt in Rekordhöhe, das neue Golfgeschirr soll wieder verkauft werden. Iris schafft es den Wüterich zu besänftigen, der dann auch am einzigen Wasserhindernis (nochmal 3 Bälle weg) weiter Ruhe bewahrt.  

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Wer am Tag so viele Bälle verloren hat, muss am Abend sparen. Übernachtet wird auf dem W-Parkplatz bei schönstem Sonnenuntergang  im Südwesten von Ocalla. Schon am nächsten Morgen dann der nächste Golffrust. Um zum Royal Oaks Golfclub zu kommen, müssen wir erst eine Schrankenwärterin bezirzen, uns in ein gesichertes Wohngebiet einfahren zu lassen. Wolfram glaubt in einer Kaserne gelandet zu sein, Iris hat schon turbulentere Friedhöfe gesehen.

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Geleckte Häuser in Reih und Glied, wer hat sich so was ausgedacht? Wir wollen in dieser elitären Gegend nicht Golfspielen. Also geht‘s weiter durch Ocalla Richtung Nordost zum Silver Spring SP, wo wir uns wieder wohler fühlen. Ein schöner Platz in der Natur macht uns wieder froh und wir können sogar mal wieder Wäsche waschen. Das Steak ist heute nicht ganz so gelungen, das tut unserem Lagerfeuerabend aber keinen Abbruch.

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Silver Springs ist die weltgrößte Quelle behaupten die Amis. Der Silver Springs Naturpark ist ein subtropischer Naturpark mit zahllosen Tieren und wuchernden Pflanzen, der so manchem Tarzan und James Bond als Filmkulisse gedient hat.

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Wir buchen am nächsten Morgen eine Tour im historischen Glasbodenboot. Kaptän Collins erzählt hier schon seit 41 Jahren Geschichten um Indianerkämpfe und Hollywood Ruhm. Der Silberne Fluss ist seit langem ein Paradies auch für Unterwasserfilmer. In den 30er Jahren stürzte sich hier Johnny Weissmüller als „Tarzan“ in die Fluten. Trotzdem, was man auf dem schwimmenden Aquarium sieht ist nicht berauschend, die Ufernatur schon.

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Snakebirds, Komorane, bunte Schildkröten, ein Alligator begeistern oberhalb der Wasseroberfläche. Das Kroko hat wahrscheinlich genug von all den Gaffern und lässt nur den Rücken entzücken.

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Wir bleiben drei Nächte im State Park, es gibt genug schöne Natur-Trails für Iris und die heute gegrillten Spareribs sind ein Gedicht. Die Nacht ist heiß, erst am frühen Morgen geht ein fast tropischer Regenguss nieder. Nikolaus haben wir uns freigenommen, Zeit für Büroarbeit.

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06. - 15. Dezember 2016 (km 208.627)
Hormosossa - St. Petersburg - Alafia River - Manatee Lake - Arcadia

Irgendwann braucht auch Wolfram wieder etwas Bewegung, also brechen wir auf zum 8 km nahen Rolling Greens Golf Club. usaSchon die Wohnanlage, zu der der Platz gehört ist einladend. Geschwungene Wege, schlichte Häuser, die verschieden ausgerichtet sind, eben keine Reih‘ und Glied Architektur.

Im Pro-Shop werden wir freundlich begrüßt. „Neun Loch?! Ich buche euch beide für 1x18 Loch, spielt so viel ihr wollt.“ Das ist doch mal ein Willkommen. Der Platz ist einfach, nur wenige Löcher über Par 3, kein Par 5. Golf macht auch Wolfram wieder Freude. Obwohl wir keine Bälle verlieren, nutzen wir am Abend sparsam den W-Parkplatz in Hormosassa zum Einkaufen und Übernachten.

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Donnerstag besuchen wir dann den Hormosassa Spring Wildlife Park, eigentlich ein Weisenhaus für einheimische (Florida) Tiere. Das Flusspferd Lu, gleich am Eingang ist eine Ausnahme. Lu war mal ein Star in einer Fernsehserie , es verlebt hier seine Pension.

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Hauptattraktion des Parks, weswegen wir hier sind, sind die Manatees. Zwei dieser Seekühe leben hier in Gefangenschaft, gar nicht schön. Die etwa 6 m langen und 1 to schweren Säuger leben in einem Becken 7x7m, kaum Platz für die zwei. Gefüttert werden sie mit Salatköpfen, grün aber keine natürliche Nahrung. Wir halten uns nicht lange an den Showbecken auf und beobachten lieber  die frei lebenden Kühe mit ihren Kälbern im glasklaren Fluss. Das ist ein Leben!

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Von Hormosassa geht es auf der US19 etwa 60 km nach Süden. In Hudson verbringen wir die Nacht wieder bei W. Der nächtliche Regen bringt weitere Abkühlung. Wir halten hier um im nahen Beacon Woods Golfclub eine Runde zu spielen. Der Platz ist sehr gepflegt und macht richtig Spaß, allerdings zeigt er auch wieder unsere Grenzen auf.

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Weiter geht es auf der US19 Richtung Clearwater. Kurz vorher, in Dunedin hatte Iris‘ Tante Anneliese vor über 50 Jahren gelebt und einen Frisörsalon geführt, und wir glauben’s kaum, auch heute noch finden wir an derselben Adresse einen Hair Stylisten.

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Wir sind jetzt westlich von Tampa am Golf von Mexiko. Clearwater Largo und St. Petersburg sind zu einer großen Stadt verwachsen. In St. Petersburg fahren wir den KOA-Campingplatz an, es ist schon 17.30 Uhr. Auch wenn wir die letzten Nächte kostenlos geparkt haben, sind wir nicht bereit die gewünschten 92 USD + Tax für einen Stellplatz zu zahlen. Erzürnt fahren wir weiter. Gerne hätte Wolfram die Reifen quietschen lassen, aber Mercedes ist eben eine Lady. Glücklicherweise finden wir 14 km weiter im Osten der Stadt Robert’s Mobile Home and RV Park. Inzwischen ist es dunkel und wir akzeptieren (gerne) den Preis von 45 USD für die Nacht.

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Samstag geht’s weiter ganz in den Südosten. Hier gibt es das größte Dali Museum neben Figueres in Spanien. Wolfram begeistern die Bilder des verrückten Malers eigentlich auch, er will Iris aber mal ’ne Stunde alleine lassen. Während sie Bilder, Skulpturen und Architektur des Museum begeistern, bewundert er die Schönheit(en) der Promenade. Dazu kommen noch exotische Sportwagen, die hier zum Lifestyle gehören. Echtes Männerprogramm eben.

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Wieder vereint, beschließen wir genug Stadt erlebt zu haben und ziehen wieder auf’s Land. Leider ist der zuerst angefahrene Little Manatee River SP ausgebucht und wir ziehen zum nächst gelegenen Alafia River SP. Auch der ist voll (Samstag) aber wir fragen trotzdem. Die freundliche Rangerin macht Hoffnung.

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Ein Platz wurde gerade eben frei! Auf einen wundervoll entspannten BBQ Abend folgt ein ebenso entspannter Sonntag. Das ist wieder mal ein State Park so richtig nach unserem Geschmack. Wir wandern entlang des River Loop, hängen in der Hängematte und lesen. Nach und nach leeren sich die Plätze und am Abend sind wir beinahe wieder alleine.

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Auch der Montag ist faul, was soll man auch machen bei Temperaturen um 30°C. Wir wechseln in den 80 km südlich gelegenen Manatee Lake SP. Wir erkunden die Wanderwege entlang des Lake Manatee, mehr tut sich heute nicht.

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Dienstag ist wieder Golf angesagt, allerdings werden wir am Concession Golf Course abgewiesen, privat, nur auf Einladung. Also fahren wir weiter nach Osten. In Arcadia gibt es einen städtischen Platz, der uns willkommen heißt. Der Platz ist etwas rau und staubig, für uns allemal ausreichend. Im Walmart füllen wir unsere Lager auf und auf dem Parkplatz finden wir Ruhe.

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Wir sind ziemlich in der Mitte der Florida Halbinsel, sozusagen im Landesinnern. Die Gegend ist ländlich, Farmen reihen sich aneinander. Orangen-, Erdbeer-, Pfirsich-, Tomaten-Plantagen und Rinderzucht prägen die Landschaft.

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Wir fahren weiter Richtung Osten ins Highlands County. Die 60 m ü.N.N, die wir hier erklimmen, können nicht namensgebend gewesen sein. Nördlich der Kreuzung FL70/US27 erstreckt sich eine Anzahl von kleinen und noch kleineren Seen. Rings darum gibt es Siedlungen, die nicht nur als Ferienwohnungen genutzt werden. Menschen über 55 sind hier auch dauerhaft zu Hause. Verstärkt werden sie im Winter von "Snowbirds" aus dem Norden.

Die Siedlungen, die hier entstanden sind, haben meist auf der Hauseingangsseite eine Zubringerstraße und auf der Gartenseite einen Stichkanal zum See, sodass jedes Haus mit Auto und Boot erreichbar ist, praktisch!

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Gemütlich tuckern wir von Örtchen zu Ort und bewundern die weihnachtlich geschmückten Vorgärten. In Sebring biegen wir in den Westen zum Highlands Hammock SP ab. Der ist kurz vor Weihnachten noch wenig belegt, sodass wir uns einen ruhigen Platz im Naturpark aussuchen können. Es ist schön hier, tagsüber besuchen uns Rehe, Eichhörnchen, Gürteltiere und am Abend sogar zwei Waschbären. Iris schmückt auch unseren Vorgarten. Wir wollen drei Nächte bleiben. Außerdem gibt es in der Nähe mehrere Golfplätze ;-)

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16. - 22. Dezember 2016 (km 209.301)
Hammock SP - Jim Lake - John Dickinson SP

Aus den geplanten drei Tagen werden fünf. Es ist einfach entspannt hier. Obwohl in der Nacht wird’s nochmal spannend, als eine Rotte Wildschweine um unsren OF-EN streift. Wir wussten schon, dass wir unter einer Eiche parken, weil immer wieder Eicheln auf unserem Dach wie Schüsse einschlagen. Wahrscheinlich sind es diese Eicheln, die die Wildschweine anlocken. Der Versuch in der Nacht Bilder von den Wildschweinen zu machen, war nur von wenig Erfolg gekrönt.

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Freitag gehen wir einkaufen und anschließend spielen wir 9 Loch. Der Sebring Golf Course ist gepflegt und relativ einfach. Wir messen das immer daran, wie viele Bälle wir verlieren. Nach der Golfrunde geht’s zum Essen ins Clubhaus. Es ist fünf Uhr am Nachmittag und wir kommen uns vor, wie in der Mensa eines Altenheims. Der Altersdurchschnitt liegt deutlich über 65, aber da sind wir ja auch bald.

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Zurück im State Park buchen wir unseren Platz bis Sonntag. Wer weiß, wo wir sonst am Wochenende unterkommen, so schön alleine wahrscheinlich nicht mehr. Unsere Sorgen bestätigen sich leider schon am Samstag, als der Park immer voller wird. Wir werden von Nachbarn umzingelt und wenn die auch nett sind, es ist nicht mehr so idyllisch. Da wandert Iris kurzfristig lieber aus.

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Aber am nächsten Tag wird es schon wieder ruhiger und wir verlängern bis Montag. Am Sonntag besuchen uns die Volunteers Kathleen und Ann. Kathleen ist über 70 und reist alleine mit ihrem WoMo. Da man in den State Parks maximal 2 Wochen stehen kann, hat sie hier einen Freiwilligen Job als Campground Host angenommen und kann so überwintern.

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Montag brechen wir dann auf Richtung Südosten. In Okeechobee am gleichnamigen See machen wir am Walmart Halt zum Einkaufen, dann geht’s weiter bis zur Du Puis Water Management Area. Die Plätze hier sind frei und absolut naturbelassen. Es gibt Holzbänke, einen Grill und Feuerring. Das Permit um am Jim Lake max. 10 Tage zu stehen holen wir im Visitor Center an der Staatsstraße FL710 und am nächsten Tag dann im Internet click here

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Wir finden unseren Platz auf einer kleinen Landzunge im Jim Lake. Iris wundert sich, dass in der sonst so ungestörten Natur ein alter Autoreifen am Ufer liegen kann. Als der sich dann als Alligator erweist, ist sie wieder beruhigt.

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Im Park gibt es eine kleine Tour, die man mit dem Auto machen kann, alternativ mit Pferden. Wir fahren bis zum Fishing Pier, wo ein riesiger Alligator leben soll, der ist heute aber untergetaucht. So erfreuen wir uns auf unserer Wanderung an Vögeln und Palmen umschlungen von Luftwurzlern.

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Zurück am Platz werden wir gleich von unserem Hausalligator begrüßt. Gut wieder zu Hause zu sein.

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Mittwoch beginnt regnerisch trübe und pünktlich zum Winterbeginn ist es auch kälter geworden, 18 °C am Morgen. Ob das Wetter an der Atlantikküste besser ist? Es sind 55 km bis Jupiter, nördlich von Palm Beach. Wir fahren auf dem vorgelagerten Inselstreifen Jupiter Island und bestaunen die Villen, die wir uns edler kaum vorstellen können.

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Auf drei Golfplätzen werden wir von Guards oder Schildern abgewiesen. Privat. Only Members. Was soll man da sagen, wenn man selbst in öffentlichen State Parks manchmal gerne etwas mehr Privatsphäre hätte.

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Im Jonathan Dickinson SP haben wir Glück, dass wir noch einen Platz buchen können und sichern uns den gleich bis Heilig Abend. Dann kommt unser Sohn Joschka zu Besuch und wir müssen weiter nach Süden, nach Miami.

An der Rangerstation am Eingang treffen wir Carsten und Alexandra, die ebenfalls einen Platz buchen und so ist ein sehr unterhaltsamer Camperabend gesichert. Auch wenn es nieselt können wir unter der Markise ihres Womos trocken sitzen und bei mehreren Glas Wein Reiseerlebnisse austauschen. Die beiden stammen aus Hamburg und machen eine 3-Wochen Tour durch Florida.  Auch wenn sie morgen schon weiter wollen, glauben wir, dass wir uns wahrscheinlich an der Golfküste nochmal begegnen, wenn nicht, dann vielleicht in Hamburg.

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Am Donnerstag macht sich Iris mit Ronny und Bianca auf zu einer Kayak Tour auf dem Loxahatchee River, während der fleißige, pflichtbewusste Wolfram die Tagebuchnotizen ergänzt. usa

Merry Christmas

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22. - 31. Dezember 2016 (km 209.618)
Miami - Grassy Lakes

Donnerstagabend sitzen wir mit Bianca und Ronny beim Lagerfeuer zusammen. Die beiden jungen Leute (25 und 32) haben sich gerade einen Van gekauft und wollen die Amerikas bereisen. Sie sind spannende Unterhalter. Ronny ist Star Wars Experte. Seit seinem 8. Lebensjahr schwärmt er für George Lucas. Er hat alle Filme gesehen und etwa 280 der 300 existierenden Romane gelesen. Bianca ist inzwischen von Ronnys Begeisterung infiziert und beide machen uns neugierig.

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Wir bleiben auch Freitag noch im Jonathan Dickinson SP. Iris sortiert Bilder und illustriert die Homepage. Wolfram räumt seinen Rechner auf und genießt ein Buch. Samstag, Iris kommt gerade von ihrer Morgenwanderung zurück und wir wollen uns für den Aufbruch nach Miami richten, werden wir von Tom und Margot unseren Nachbarn angesprochen. Sie stammen aus dem Teil Floridas, südlich von Daytona Beach und legen uns diese Gegend wärmstens an Herz. Hier erwartet uns das „alte“ Florida, nicht so übervölkert, wie die südlichen Küstenstreifen.

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Aber jetzt geht es erst mal in die mondänen Orte der Atlantikküste. Wir versuchen auf der Scenic Road FL A1A auf den vorgelagerten Inselstreifen zu fahren. Aber schon in Palm Beach werden wir von einem Sheriff gestoppt, der uns befiehlt (!) umzukehren. Als Wolfram fünf Meter weiter vorwärts fährt, um besser wenden zu können, rastet der cholerische Ordnungshüter richtig aus. Noch beim Beschreiben der Situation klopft Wolframs Herzerl. Wenn wir schwarzer Hautfarbe wären, wären wir sicher erschossen worden. Nur langsam kühlen wir nach diesem Schrecken ab und fahren die restlichen Kilometer auf der US1, Boca usaRaton, Pompano Beach, Fort Lauderdale, Miami. Hier haben wir für Joschka über AirBnB ein Zimmer gebucht. Marina Mercedes wird Christmas Eve bei Ihrer Schwester verbringen, so bekommen wir schon um 17 Uhr den Schlüssel. Das Zimmer ist gepflegt und Jo wird sein eigenes Bad haben. Allerdings muss er das Wohnzimmer mit zwei riesigen Katzen teilen. Wir können auf dem mit Zaun und Tor gesicherten Parkplatz stehen, praktisch.

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Überpünktlich um 22.30 Uhr fahren wir zum 7 km entfernten Flughafen, wer weiß wo wir mit dem OF-EN dort parken können. Glücklicherweise gibt es im Brücken-Straßen- Gewirr am Flughafen eine extra Spur für hohe Fahrzeuge und wir finden einen Platz neben den Parkhäusern. Joschka landet schon um 23 Uhr und so können wir unseren Sohn noch zum Heilig Abend in die Arme schließen.

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Sonntag der 25. ist bei den Amerikanern ja der eigentliche Weihnachtsfeiertag. Wir fahren nach Miami Beach und genießen in einem Straßencafé ein leckeres Frühstück. Bei 30°C auf schneeweißem Sand spazieren wir am Strand eines türkisblauen Atlantiks entlang. So geht Weihnachten in Florida. Es gibt einiges zu beobachten bei Lifemusik, die aus den nahen Cafés klingt.

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Am Nachmittag holen wir Jos Mietwagen ab, parken den OF-EN bei Marina Mercedes und suchen ein Restaurant für unser Weihnachtsmahl. Nicht ganz einfach, denn die meisten Restaurants haben heute geschlossen. Schließlich haben wir Glück und verwöhnen uns mit Shrimps und Fisch. Für die kommende Woche haben wir für Jo ein Zimmer im Lake Grassy Inn gebucht.

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Dorthin sind es etwa 270 km Richtung NNW. Wieder benutzen wir die Fl A1A um Joschka die Ostküste mit ihren Stränden und Villen zu zeigen. Allerdings müssen wir feststellen, dass die Gegend je näher an Miami gar nicht so scenic, landschaftlich schön ist. Vorwiegend Hotelburgen. Die Straße ist voll und es geht nur langsam vorwärts, sodass es schon fast 20 Uhr ist, als wir am Lake Grassy ankommen.

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Andy, der aus Indien stammende Eigentümer und Manager begrüßt uns mit einer Überraschung. Das gebuchte Zimmer ist ein kleines Apartment, vor dem wir direkt mit dem OF-EN parken können. Wir schlafen im OF-EN, Jo hat ein riesiges Schlafzimmer mit zwei Kingsize Betten und TV, ein großzügiges Bad, ein Wohnzimmer mit Küchenzeile und Fernseher. Nochmals fröhliche Weihnachten. 

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Gefrühstückt wird auf der Terrasse mit eigenem Zugang zum See unter Palmen, gegrillt ebenso. Dienstag spielen wir erstmals zusammen Golf auf dem 10 km entfernten Placid Lakes Golfplatz. Schnell erkennen wir, dass wir unseren Trainer eingeflogen haben. Joschka ist uns weit, weit voraus und kann viele Tipps geben. Blöd nur, dass wir die selbst umsetzen müssen.

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Mittwoch spielen wir auf dem 40 km entfernten Platz in Sebring. Der Turtle Run Platz einer der beiden angebotenen Par 72 Plätze ist super gepflegt und gar nicht so einfach. Die Bälle, die in den natürlichen Wasserhindernissen verschwinden, sucht man besser nicht. Hier lauern Alligatoren.

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Donnerstag ist Ruhetag, den Freitag will Joschka einen PGA Platz spielen. Dafür fahren wir wieder nach Osten etwa 110 km bis Port Saint Lucie. Hier gibt es im PGA Village 3 Plätze, er spielt den Ryders Course. Wir spazieren auf den Cart Ways längs der 18 Löcher. Versteckt hinter den Bäumen beobachten wir, was der Bub so macht. Für ihn ist es ein großartiges Erlebnis.

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Silvester spielen wir dann auch wieder mit, heute im Spring Lake Resort. Auch hier werden zwei Plätze angeboten Cougar und Panther, den wir spielen.

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Unser Silvester Menü besteht aus zart gerillten Steaks, Spargel, Brokoli Salat und amerikanischem Kartoffelsalat, begleitet von Argentinischem Rotwein. So ein Tag macht müde und so ein Essen satt, und da die Nachbarn schon um 21 Uhr ihr Feuerwerk abgefeuert haben, können wir um 23 Uhr beruhigt ins Bett gehen und ins neue Jahr schlafen.

Guten Start in 2017
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