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rocky mountains | usa sw | mississippi river | kanada | usa süd

kanada
07. -18. März 2016
(km 181.042)
Winnipeg - Vancouver - Revelstoke - Waterton

Unsere Reise 2016 beginnt Montag den 7. März mit dem Flug Frankfurt-Winnipeg. Winnipeg deshalb, weil Wolfram dort Verwandtschaft hat, die wir besuchen wollen. Im Herbst werden wir dort den OF-EN stehen lassen und zurück nach Deutschland fliegen.

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Drei Tage lang werden wir von einer Tante, drei Cousins, einer Cousine, einer Großcousine, einer angeheirateten Cousine und einem angeheirateten Cousin verwöhnt. Stadtrundfahrt mit privatem Reiseführer, Mittagessen im höchsten Restaurant der Stadt, Rundgang durch den Zoo, essen da, essen dort, das Programm gefällt. kanada

Am Donnerstagmorgen endet unsere Vollpension im Zwischenstopp Winnipeg mit einem Shuttleservice zum Flughafen. Pünktlich um 11.40 Uhr startet unser Flieger nach Vancouver. Nach drei Stunden Flug landen wir gegen 13 Uhr in der Pazifik Metropole, weil wir die Uhr unterwegs zwei Stunden zurückgestellt haben.

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Gegen 15 Uhr sind wir in Fort Langley, wo der OF-EN auf uns wartet. Allerdings will der nicht so richtig starten. Mit Hilfe von Hans, Starterkabel und Starterspray ist auch das bald gelöst und wir starten nach Langley um die ersten Vorräte bei Safeway zu bunkern.

Übernacht bleiben wir nochmal bei Hans stehen, der am nächsten Morgen einen Ölwechsel an Mercedes macht, bevor wir endlich nach Osten aufbrechen. Die erste Etappe führt nicht weit, 55 km bis Chiliwack, wo wir uns auf dem Walmartparkplatz für die kommende Nacht einrichten. Am Abend sind wir mit Wolframs Cousine Vickie und deren Mann Lou verabredet. Im nur 200 m entfernten Brown’s Socialhouse gibt‘s hervorragende Burger und wir lernen uns etwas kennen.

Der Samstagmorgen begrüßt mit 3°C und Regen. Das Wetter wird auch nicht besser, nachdem wir bei Hope ins Frasertal abbiegen. Trotzdem ist die Landschaft spektakulär. Hier wurde in den 1980er (?)Jahren Rambo mit Silvester Stallone gedreht und in den Visitor Centres sind entsprechende Devotionalien heute noch zu erwerben.

Bei Lytton, wo der Thompson River in den Fraser River mündet biegen wir ab Richtung Nordosten bis Spencer Bridge. Hier wechseln wir vom HWY 1 auf HWY 8 Richtung SO Merritt. Es hatte nur kurz aufgeklärt, jetzt begleitet uns Schneeregen und damit schlechte Sicht.

Eigentlich wollten wir hier nach 270 km Tagesetappe Halt machen, aber irgendwie wissen wir nicht was wir bei dem Sauwetter machen sollen. Und so geht’s weiter noch etwas mehr als 200 km bis Osoyoos am Südeingang zum Okanagan Valley.

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Trockene, heiße Sommer und milde Winter werden dem Tal zugesprochen. Allerdings wirkt die auf Tourismus ausgelegte Weinstraße an dem regnerischen Märzsonntag eher trostlos. Auch die Dame im Visitor Center von Penticton hat keine Argumente, warum wir hier bleiben sollten. Zu einer Weinprobe haben wir zu dieser frühen Stunde auch noch keine Lust und so fahren wir weiter Richtung Norden, vorbei an winterleeren Badestränden.

In Peachland lädt das Blind Angler Restaurant zu einer kurzen Lunch Pause mit Blick auf den Okanagan Lake ein. Der ausgeschenkte Shiraz ist gut, bei strahlendem Sonnenschein sicher auch süffiger. Irgendwie sind wir noch nicht angekommen, es drängt uns weiter. Auch in Kelowna und Vernon machen wir nicht lange Halt, unser Ziel ist dier Silverstar Campground am Swan Lake.

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Der Platz ist mit Dauercampern gut belegt, wahrscheinlich interessiert sich deshalb niemand für neue Gäste. Nein, um diese Jahreszeit ist das Okanagan Valley nicht zu empfehlen. Erst in Enderby auf dem Parkplatz des Visitor Centers sagen wir, genug für heute.

Ein Spaziergang auf dem Riverwalk ist am nächsten Morgen unser Start in die neue Woche. Bis Revelstoke sind es noch 110 km, die Gegend ist deutlich weniger touristisch, wirkt ursprünglich. Die Temperaturen gehen auf unter 0°C zurück und wir begegnen immer mehr Fahrzeugen mit Skiern und Snowboards auf dem Dach.

Im Visitor Center erfahren wir, dass die Fähre in Shelter Bay jede Stunde ablegt und wir nehmen uns Zeit der Einladung zu folgen das schnelle Free WiFi zu nutzen. Um 14 Uhr sind wir dann an der Fähre über den Upper Arrow Lake. Von der östlichen Anlegestelle in Galena sind es dann nur noch 15 km bis Halcyon Hotsprings, wo wir uns zwei Stunden in den beiden 40°C und 37°C Becken mit Blick auf die Berge suhlen. Das kleine 14 °C kalte Becken wird nur selten und wenn im Schnelldurchgang genutzt.

Zu den Hot Springs gehört ein kleines Hotel und ein Campingplatz, auf dem wir die einzigen Gäste sind. Da wir nahe am Eingang stehen, kann Iris nochmal nachts bis 22 Uhr unter klarem Sternenhimmel im heißen Wasser träumen.

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Ein kanadisches Rentnerehepaar, das nur 35 km südlich in Nakusp lebt, preist uns diesen Ort als besonders an. Viele Deutsche haben sich hier niedergelassen und bei Karl’s Woodfire gibt’s die beste Pizza oder Schnitzel mit Spätzle. Nur zu dieser Jahreszeit öffnet Karl sein Restaurant erst um 16 Uhr und nach einem Spaziergang durch den kleinen Ort und längs der Uferpromenade ist es noch zu früh.

Also fahren wir zunächst zu den Nakusp Hotsprings, die aber längst nicht so einladend sind, wie die von Halcyon. Eine weitere Attraktion dieser Gegend ist die 70 km entfernt gelegenen Ghost Town Sandon. Dort sind wir auf über 1000 m Höhe in den kanadischen Rockies kurz vor Frühlingsanfang in tiefem Schnee. Viel gibt es in der verlassenen Silber Minenstadt nicht zu sehen, das Museum ist geschlossen.

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Also freuen wir uns auf die einzigen Hotsprings in einer Höhle in Ainsworth am Kootenay Lake. Aber wer will denn wirklich jeden Tag ein heißes Bad dicht gedrängt mit anderen in einem Becken, ohne sich auf einen schönen Übernachtungsplatz freuen zu können. Weiter geht’s zur Fähre in Balfour, die uns nach Crawfort Bay übersetzt, wo wir auf dem CCR Campground einen ruhigen Platz für die Nacht finden.

Am nächsten Morgen ist das Wetter wieder freundlicher. Zwischen den Wolken sieht man blauen Himmel und manchen Gipfel. Am Ostufer des Kootenay Lake fahren wir nach Süden bis Creston, von dort nach Nordosten über Cranbrook nach Kimberley. Nachdem 1972 dort das örtliche Bergwerk geschlossen worden war, hatten die Stadtältesten das Motto „Oberbayern“ ausgerufen.

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Die Häuser wurden auf bayerisch gestylt und selbst die Hydranten wurden farblich mit Lederhosen und Dirndl bekleidet. Heute ist das Örtchen auf Ski- und Mountainbike Tourismus ausgelegt. Wir machen eine Lunchpause im Paddle und Tab, das sich durch Bier vom Fass und eine ausgereifte Whiskey Bar auszeichnet. Die servierten Burger kommen nicht auf unsere Bestenliste.

Iris hat einen Geheimtipp gefunden, die Lussier Hotsprings. Natürliche heiße Quellen, die sich über Naturbecken in den Lussier River ergießen. Nur eineinhalb Stunden von hier. Auf dem Highway 95 geht’s zunächst nach Norden und kurz vor Canal Flats auf Naturstraße nach Osten zum Whiteswan Lake.

Etwa 3 km vor dem See ist ein Parkplatz, von dem ein Weg etwa 150 m hinunter zum Lussier River und der heißen Quelle geht. So ganz geheim schein der Tipp denn doch nicht zu sein. Im heißeren der beiden Becken finden wir neben etwa neun anderen Badegästen und einem Hund gerade noch Platz. Das Völkchen hier ist sehr entspannt und eine Zote jagt die nächste.

Am Abend bleiben wir verbotenerweise übernacht auf dem Parkplatz stehen. Das interessiert aber niemanden, denn bis Mitternacht wechseln hier noch die Gäste. Als alle gegangen sind tappert Iris auch nochmal runter, um bei mondklarer Nacht im heißen Pool zu hängen.

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Am nächsten Morgen hat Iris die Becken dann noch einmal ganz alleine für sich, bevor wir zurück auf die Straße nach Süden gehen. Heute Abend wollen wir am Waterton NP an der Grenze zur USA sein. In Fernie machen wir auf halber Strecke eine Mittagspause bevor wir am Crowsnest Pass British Columbia verlassen.

Auf 1380 m begleitet uns bei -3°C Schneeregen bevor in die weite Prärie Albertas kommen. Hier ist es aber keinen Deut wärmer und als wir bei Pincher Creek auf HWY 6 nach Süden abbiegen, begrüßt uns auch wieder eine Schneelandschaft.

Der Waterton Springs Campground vor dem Nationalpark ist (natürlich) auch noch geschlossen, aber im Park im Ort Waterton Park finden wir auf dem Parkplatz vor der National Historic Association einen wunderschönen Platz direkt am See.

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Nur wenige Straßen hier im Park sind geräumt und in der Nacht fallen auch wieder einige Zentimeter Neuschnee. Wir befinden uns auf knapp 1280 m Höhe, die Berge um uns herum sind 2400 m bis 2700 m hoch.
Am Parkeingang hatten wir ein Hinweisschild zu einem Bisongehege gesehen, das wir am nächsten Morgen anfahren. Wir hätten ja auch mal Glück haben können, aber auch hier ist das Gatter geschlossen. Der Akamina Parkway ist geräumt und führt uns Richtung Cameron Lake. Und wieder versperrt uns irgendwann eine Schranke den Weg.

Auf einem Parkplatz weisen Autos darauf hin, dass auch andere Besucher im Park sind, die wandern oder langlaufen. Also packen wir uns warm ein und stapfen bei strahlendem Sonnenschein los. Nach 100 m in knöcheltiefem Schnee kehrt Wolfram um und lässt Iris alleine 1 ½ Stunden in der knirschenden Winterlandschaft zum See wandern.

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Er nutzt die Zeit um die ersten Tage unserer diesjährigen Reise festzuhalten und die nächste Woche zu planen. Auch wenn wir erfahren haben, dass die Parks hier im Norden noch nicht allzu viel zu bieten haben (nicht vor Mai), wollen wir morgen die Grenze nach USA überschreiten und nach Südosten Richtung Yellowstone NP fahren, von dort geht’s dann weiter direkt nach Süden, Salt Lake City und die südlich davon gelegenen Parks.

Wir werden berichten! Und im Sommer
kommen wir hierher zurück!

18. - 27. März 2016 (km 182.947)
Great Falls - Yellowstone - Idaho Falls - Bear Lake - Canyonlands

Von Waterton NP bis Cardston im Osten sind es nur 53 km. Von dort bis zur US-Grenze im Süden noch mal ca. 25 km. Die kürzere Strecke über den Chief Mountain Hwy ist bis Mitte Mai gesperrt. cowboy

Der Grenzübergang ist unkompliziert, der US-Offizier nimmt die Fingerprints und 6 USD von jedem. Außerdem müssen wir unsere Orangen aufessen und die Schalen zurücklassen. Dafür bekommen wir 6 Monate Aufenthalt (bis 18. September) in den USA gewährt.

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Von der Grenze geht’s zügig weiter Richtung SO über Browning bis Great Falls, wo wir unser Nachtlager auf dem Walmart Parkplatz aufschlagen.

Der 20. März, Frühlingsanfang, begrüßt uns freundlich. Schon um 10 Uhr messen wir 13 °C. Wird es endlich wärmer? Wir machen einen Ausflug zu den Giant Springs und von dort einen Spaziergang am Missouri aufwärts zu den Ryan Falls.

Bei diesem Wetter ist alles sehr schön, aber gigantisch oder great?? Nee! Früher 1804ff, als Lewis & Clark die Gegend erkundeten, werden sie hier von ungezähmten Wasserfällen aufgehalten. Heute, das heißt schon seit Anfang des 20.Jhd. ist der Missouri längst durch Staudämme befriedet.

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Von Great Falls fahren wir etwa 160 km weiter nach Süden. Ziel ist Helena, die Hauptstadt Montanas mit ihrem Capitol. Der Regierungssitz ist dem Washingtoner Vorbild nachempfunden. Lange halten wir uns hier nicht auf. Nachdem wir schon in Great Falls einen AT&T Laden erfolglos gesucht haben, befragen wir hier im Walmart jemanden in der Telekomunikationsabteilung.

Dieser von uns später zum Mitarbeiter des Jahres gewählte junge Mann kümmert sich intensivst um unsere Belange usaund nach etwa einer ¾ Stunde haben Iris Smartphone undWolframs ipad Internet to go. Endlich sind wir nicht mehr auf die offenen WLAN angewiesen, ein weiteres Stück Freiheit beglückt uns!?

Weiter geht’s nach SW, Halt machen wir erst im Missouri Headquaters Statepark, wo wir vorzeitig die Gebühr (24 USD) in die Kasse einwerfen, für einen Campingplatz, der sich später als noch geschlossen herausstellt. Zum Zahlen benutzt man einen Umschlag am Parkeingang, auf dem Datum der Übernachtung und KfZ-Kennzeichen registriert werden. Die Gebühr wird im Umschlag und der in einer Stahlbox deponiert. Alles freiwillig ohne Ranger. Was passiert, wenn man das nicht tut, wollten wir noch nicht ausprobieren.

Üblicherweise fährt man eine Runde über den Campground, sucht sich den schönsten Platz und notiert auch den auf dem Umschlag. Heute meinen wir uns den Weg zurück zum Iron-Ranger sparen zu können und sind gekniffen. Naja, wir finden vor den Schranken des Campgrounds einen Platz für Tagesgäste, wo wir unser Lager aufschlagen.

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Am Morgen begrüßt uns Fröschegequake und Vogelgezwitscher, der Frühling? Motiviert ziehen wir auf der I90 weiter nach Osten, über Bozeman bis Livingston. Von hier geht’s nach Süden in den Yellowstone NP. Zur Zeit sind nur der Nord- und der Nordosteingang geöffnet und ein etwa 80 km langes Straßenstück, das die beiden Eingänge verbindet. Wir werden heute hier in der Nähe des Nordeingangs auf dem einzig offenen Campingplatz übernachten. Vorher spazieren wir noch in eisigem Wind zwischen den Mammoth Hotsprings und erfahren warum der Yellowstone NP so heißt.

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Wir hatten ja versucht im Waterton NP Bisons in einem Gehege zu begegnen, hier laufen sie in Massen frei in der Ortschaft herum und wollen nur in Ruhe gelassen werden. Der Yellowstone ist übrigens der erste Nationalpark der Welt und wurde schon 1872 noch in der Pionierzeit gegründet. Wir sind jetzt schon beeindruckt.

Am nächsten Morgen werden wir auf unserem Campingplatz in 1860 m ü.N.N. bei 0,5 °C von leichtem Schneefall überrascht. Ja, so ist das, wenn man etwas nicht haben will. Genug Schnee, es ist Frühling! Aber es kommt noch dicker, starker Schneefall!

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Trotzdem fahren wir wie geplant die Straße nach Osten. Sie ist auch weitgehend von Schnee geräumt, dafür bestimmen Bisonherden unser Tempo, die ebenfalls die Straße nutzen. Weiter im Osten soll es gute Stellen für Tierbeobachtungen geben. Aber außer den Bisons halten die wohl alle noch Winterschlaf. Lediglich ein wunderschöner Rotfuchs zeigt sich deutlich in der glitzernden Schneelandschaft.

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Am Nordosteingang auf 2.200 m Höhe sagt uns ein Schild, dass die weitere Straße ab Cook Creek geschlossen ist. Also kehren wir um und betrachten die umliegenden 3.300 m hohen Berge aus einer neuen Perspektive. Am Nachmittag verlassen wir den Park über den Nordausgang, das ist die andere Straßenseite vom Nordeingang. Nach wenigen km können wir zwei Hirschbullen am Straßenrand beobachten.

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Der kapitalere von beiden hat sich gut in der hier auf 1.630 m Höhe nicht mehr verschneiten Graslandschaft getarnt. Der Weg geht weiter zurück, wie wir gestern gekommen waren nach Bozeman, wo wir wieder Walmart dankbar sind, dass wir auf ihrem Parkplatz übernachten dürfen. Dafür bummeln wir aber auch immer gerne durch seine Auslagen.

Bozeman liegt auf 1.430 m Höhe und hier ist es -1,5 °C kalt. Klingt nicht wie Frühling. Am nächsten Morgen ist auch wieder alles weiß um uns herum. Außerdem begrenzt dichter Nebel die Sicht auf weniger als 100 m. Auf der US 191 geht die Fahrt weiter nach Süden, gegen Mittag klart es auf und wir können wieder die Rocky Mountains um uns herum bestaunen. Vorbei geht's am geschlossenen Westeingang des Yellowstone NP nach Idaho Falls.

Dort, natürlich auf dem Walmart Parkplatz machen wir Halt. Iris macht bei strahlendem Sonnenschein einen Spaziergang über den nahen Riverwalk vorbei an den 500 m breiten Fällen zum Mormonen Tempel. Dort versucht man (eigentlich eine junge Frau) sie zu bekehren. Aber das versucht Wolfram auch schon seit 35 Jahren vergeblich, sie bleibt bei ihrem Glauben.

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Na klar, den Tempel darf sie nicht besichtigen, aber man gibt gerne ausführlich Auskunft auf ihre Fragen zum Leben heute und zu Pionierzeiten. Dafür darf sie sich vor eine 8 m große Jesusstatue an strahlend blauem Himmel setzen, was sie auch höflicherweise tut, um SEINEN Worten aus dem Lautsprecher zu lauschen. Das Bibelgeschenk lehnt sie dann doch dankend ab. Trotzdem ein herzliches Erlebnis.

Ursprünglich hatten wir vor am nächsten Tag weiter bis Salt Lake City zu fahren, ohne dass diese Großstadt, Hauptstadt Utahs am Fuße der Wasatch Mountains uns wirklich interessiert. Im Westen der Stadt liegt der Große Salzsee, im Osten die Berge, die 2002 Austragungsort der Olympischen Winterspiele waren.

Etwas südlich der Ortschaft Pocatello verlassen wir die Interstate 15 auf die US 91. Diese ist deutlich weniger befahren, die Gegend ländlicher. In Logan beraten wir uns im Visitor Center mit einer Rangering und ändern kurzentschlossen unsere geplante Route um durch den sehenswerten Logan Canyon nach Nordosten zum Bear Lake zu fahren. Nachdem wir einen Pass von fast 2.400 m überwunden haben, können wir den in den Wolken liegenden türkisblauen Bear Lake bestaunen.

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Die Hänge sind mit, zu dieser Jahreszeit wenig bewohnten Ferienhäusern locker bebaut. Allein der Blick von den Veranden dieser Häuser ist traumhaft. Auch die Ortschaft Garden City am Ufer des Sees ist weitgehend verwaist. Die im Sommer sicher übervölkerten Campingplätze sind ein Tag vor Karfreitag noch geschlossen und so wird ein BLM Campground bei Randolph, der ganzjährig geöffnet sein soll unser Tagesziel.

Im winzigen Mormonenort Randolph biegen wir in Richtung Westen auf eine ungeteerte Straße ab und fahren ca. 3 km bis zum Little Creek Reservoir, eine Pfütze etwas größer als ein Löschteich. Der Campground ist „closed to target shooting“. Wir schlagen unser Lager nebenan am sowieso schöneren Ufer des Teiches auf.

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Hin und wieder fährt ein Fahrzeug in unserer Nähe vorbei, ohne dass sich jemand für den OF-EN interessiert. Iris muss den Little Creek umrunden mit der ständigen Sorge vom Besitzer der angrenzenden Farm erschossen zu werden. Aber außer dem weißen Schäferhund, der seine Herde vorsorglich weitertreibt, interessiert sich auch hier keiner für sie. In der Nacht wird unser OF-EN dann noch von "einem" Hund verbellt, aber ansonsten herrscht Ruhe.

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Am Morgen ist die Landschaft wieder gepudert. Naja, wir sind in den Rockies immer noch auf 1.900 m. Die Höhenlage bleibt zunächst auch so, bis Coalville kommen wir noch einmal auf über 2.200 m, Heber City liegt auf 1.700 m, erst in Provo kommen wir auf 1.400 m um dann wieder auf 2.200 m zu klettern.

Nach 350 km landen wir in Price, wo? Na klar, auf dem Walmart Parkplatz auf 1.700 m, allerdings hat’s hier schon frühlingsnahe 7,5 °C. Inzwischen sind wir auf 39,6 °Nord geographischer Breite, etwa auf der Höhe von Neapel.

Den Karsamstag beginnen wir mit Planung der kommenden Woche. Wir wollen weiter nach SO bis Moab, von wo wir die Nationalparks Arches und Canyonlands und im Folgenden die westlich davon gelegenen Capitol Reefs, Bryce und Zion besuchen wollen, bevor am 19. April unsere Freunde in Las Vegas zu uns stoßen.

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Das Colorado Hochplateau ist eines der am dünnsten besiedelten Regionen der USA und damit eine der naturbelassensten, wir freuen uns riesig drauf. Diesel- und Wassertank werden gefüllt bevor es zurück auf die US 6 geht. Übrigens hatten wir in Kanada noch etwa 0,67 € für den Liter Diesel bezahlt, hier in USA zahlen wir 2 USD für die Gallone, das sind knapp 0,47 €/Liter. Da kann man Strecke machen.

Auf geht’s nach SO bis Green River, von dort kurz auf die I 70 nach Osten bis wir die I 191 fast kerzengerade nach Süden fahren. Schon nach 175 km sind wir an der Einfahrt zum Canyonlands NP. Der Nordteil des Parks wird Island in the Sky genannt. Nach wenigen Kilometern melden wir uns im Visitor Center mit unserem aus dem Vorjahr noch gültigen Jahrespass für die NPs an. Dort erfahren wir auch, dass innerhalb des Parks nur der Willow Flat Campground geöffnet, aber ausgebucht ist.

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Aber irgendwie berührt uns das gar nicht. Nach den ersten Blicken auf die Landschaft ringsum sind wir wie berauscht. Auf der Grand View Point Road geht’s nach Süden zum gleichnamigen Aussichtspunkt. Dann auf dem gleichnamigen Wanderweg weiter zu Fuß. Wir blicken aus über 1.900 m in das Monument Basin, wo der Green River in den Colorado mündet. Die Steinsäulen dort ragen über 100 m von der Sohle des Canyons auf. Eine "Wildnis von Fels" nannte sie John Wesley Powel 1869, als er den Colorado erforschte.

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Vom südlichsten, mit dem Auto zu erreichenden Punkt des Island in the Sky District fahren wir zum nördlichsten. Auf einem nur etwa 800 m langen Trail, der allerdings ganz schön in die Höhe geht, kommen wir zum ersten Aussichtspunkt auf den Upleavel Dome, einer Kraterlandschaft, die ganz andere Gesteinsarten und damit Farben offenlegt. Eigentlich alles zuviel für einen ersten Tag.

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Inzwischen ist es auch 17 Uhr und wir müssen uns nach einem Übernachtungsplatz umsehen. Etwa 10 km nordöstlich der Parkgrenze hatten wir beim Reinfahren einen Hinweis auf den Horse Thief Campground gesehen. Tatsächlich finden wir dort für 15 USD noch einen schönen von der Nachmittagssonne beschienenen Platz. Wir beschließen hier auch den Oster Sonntag zu verbringen um die letzten Tage im Tagebuch zu dokumentieren, bevor die wahrscheinlich übermächtigen (jaw dropping) Eindrücke der nächsten Tage die Erinnerung löschen

Von den Amerikanern hier hören wir zum Abschied immer die Ermahnung

"Take care"!
Ja, wir passen auf!

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27.3. - 3. April 2016 (km 185.399)
Moab - Arches NP - Needles NP - Lake Powell - Temple Road

Die angekündigten übermächtigen Eindrücke des Arches NP müssen noch etwas warten. Erst für Donnerstag ist schöneres Wetter angesagt. Außerdem müssen wir einiges erledigen. Wäsche ist fällig und wie wir im Visitor Center erfahren haben soll die neue Laundry in der Uranium Avenue auch ein sehr schnelles Internet anbieten.

Ach so, ja wir sind inzwischen von Island in the Sky in den Ort Moab im Tal gefahren. Die kleine Ortschaft ist zurzeit gut besucht. Die jährlich an Ostern stattfindende Jeep Safari ist zugange. Ein Pflichtereignis für alle Off-Road begeisterten Amerikaner. Daran nehmen neben auffällig umgebauten Jeeps alle möglichen Allradfahrzeuge, Buggies und Motorräder teil.

Wir füllen unsere Gasflasche, waschen die Wäsche und laden Nachrichten für Familie und Freunde ins Internet. Für das Navigationsprogramm Pocket Earth werden die neusten Karten heruntergeladen. All das braucht seine Zeit und am Nachmittag muss noch ein Übernachtungsplatz gefunden werden. Wie gesagt die amerikanische Offroad-Gemeinde hat schon einiges belegt und wir wollen in einem weiten Land wie den USA nicht dicht an dicht campieren.

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Am Nordeingang von Moab biegen wir ins Tal des Colorado ein. Schon nach wenigen Kilometern werden wir von beeindruckenden Felswänden begrüßt, die immer wieder zurückweichen und ebenen Uferflächen Platz machen. Allerdings müssen wir über 30 km in das Tal hineinfahren, bevor die BLM-Campingplätze mehr freien als belegten Platz bieten.

Auf unserem Weg machen wir an der Castle Creek Winery halt, kosten zwei der angebotenen Weine und kaufen auch zwei Flaschen. Am Hittle Bottom Campground gibt’s zum Abendessen leckere Reste, Nudeln mit Hackfleisch, Shrimps mit Reis. Der gekaufte Shiraz war mit 12,95 USD kein Schnäppchen und verdient sonst keine weitere Erwähnung.

Iris will noch einen kurzen Verdauungsspaziergang unternehmen. Der Amphitheater Trail mit 3,2 Meilen kommt da gerade recht. Man muss nur den Steinmännchen folgen dann soll‘s einen wunderschönen Rundweg mit „breathtaking views“ geben. In der warmen Abendsonne lässt es ich gemütlich an, auf dem ersten Kilometer. Dann sind die Steinmännchen aber immer weiter oben im Sandsteingeröllhaufen, aber zurück will frau nicht.

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Also immer weitergeklettert, immer steiler, keine Steinmännchen mehr, Sturm zieht auf, aber der breathtaking view kommt in Sicht. Hinter der nächsten Klippe müsste der Rundweg weitergehen, nix is. Aber wie immer, ob wilde Tiere, fremde Menschen oder eben steile Kletterpartien – es geht gut aus. Glücklich und dankbar wieder unten angelangt trifft sie auf Randy und Paula, denen sie vorsorglich abrät den Amphitheater Trail heute Abend noch in Angriff zunehmen.

In der Nacht zieht ein Sturm über uns hinweg, der OF-EN wird gut durchgeschüttelt. Ab dem frühen Morgen fällt dann Regen. Die Temperatur ist auch wieder auf 2 °C gefallen. Wir wollen noch ein bisschen von dem wunderbaren Tal kennenlernen und fahren einige Meilen nach Osten vorbei an Ranches mit ihren riesigen Weideflächen. Auch das Wetter kann diesen friedlichen Eindruck nicht schmälern.

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Zurück in Moab parken wir nochmals an der Laundry, wo uns ein Bimobil mit belgischem Kennzeichen überrascht. Wir haben Monique und André in Mendozza/Argentinien kennengelernt und ein zweites Mal in Bolivien getroffen. Sie sind langsamer als wir unterwegs und wollen erst dieses Jahr usa besuchen. Die Wiedersehensfreude ist groß und André weiss zu berichten, dass noch ein anderes Bimobil in der Nähe ist.

Am Nachmittag verabschieden wir uns und wissen, wir werden uns in den nächsten Tagen sicher noch mal begegnen. Wieder geht’s zum Übernachten in den Colorado Riverway nach Osten. Dieses Mal nur bis zu den Fisher Towers. Der idyllisch gelegene aber kleine Campingplatz ist schon voll und wir fahren geradewegs ans Coloradoufer, wo der Lower Onion Creek Campground noch reichlich Platz bietet. Das Wetter ist inzwischen deutlich aufgeklärt und wir haben eine ruhige Nacht.

Also entscheiden wir am Mittwochmorgen in den Arches NP zu fahren. Vom Moab Canyon steigt die Straße zunächst in Serpentinen bis zur Park Ave. in die Höhe. Iris steigt hier aus und spaziert 1 ½ Kilometer zu den Courthouse Towers 92 Höhenmeter abwärts. Wolfram empfängt sie dort von Sehnsucht geplagt. Erst jetzt können wir wieder gemeinsam die eindrucksvolle Canyon Landschaft bestaunen. Die über 3.800 m, hohen Gipfel der La Sal Mountains liegen leider auch heute in Wolken.

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Auf unserem weiteren Weg besuchen wir mit hunderten anderer Schaulustiger die Window Arches. Da ein Schild warnt, die Straße zum Delicate Arch sei überflutet und der Viewpoint geschlossen, beschließen wir diesen morgen zu besuchen und fahren direkt weiter zum Fiery Furnace Garden und von dort zum Devil’s Garden Trailhead, von wo wir eine kleine Wanderung zum 92 m weitgespannten Landscape Arch machen.

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Auf dem Parkplatz fällt sofort Andrés Camper und daneben ein ähnliches Bimobil mit TS-Kennzeichen auf. Wolfram verschnauft noch nicht lange vom Spaziergang im OF-EN, während Iris einen Abstecher zum Tunnel- und zum Pine Tree - Arch macht, als Sabine und Georg am Auto vorbeikommen. Sie outen sich als die Eigner des Traunsteiner Iveco und wir verabreden uns für den Abend am Lower Onion Creec.

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Der Abend wird feucht fröhlich mit Südamerikanischem Wein und nichts stört die anschließende Nachtruhe unter dem beindruckenden überladenen Sternenhimmel. Am nächsten Morgen wird zum Frühstück erst mal ein Feuerchen gemacht und wir verabreden uns für Sonntag im Goblin State Park. Sabine und Georg wollen noch Island in the Sky besuchen bevor sie Richtung Norden weiterziehen. usa

Wir fahren heute noch mal in den Arches NP und tatsächlich der Weg zum berühmten Delicate Arch ist heute offen und auch noch relativ wenig besucht. Nachdem wir den Arch, das Utah-Kfz-Kennzeichen vom Süden aus im Original fotografiert haben muss Iris sich dem Bogen noch auf den 5 km Trail von Westen nähern. Der Weg ist in der Parkzeitung als schwierig und mit 2-3 Stunden Dauer beschrieben. usa

Schon nach zwei Stunden ist sie zurück und meint mindestens eine Stunde davon den Rummelplatz da oben beobachtet zu haben. Selbst ziemlich unsicher auf den glatten Sandsteinfelsen sieht sie, wie Kinder und andere übermütige Fotografen an den steil abfallenden Hängen herumrumturnen. Vom Fels auf der gegenüberliegenden Seite scheint alles ruhiger zuzugehen, außerdem liegt dort der Bogen auch in der Sonne :-)

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Damit schließen wir unseren Besuch in den Arches ab, füllen in Moab nochmal Wassertank und Kühlschrank, bevor wir in Richtung Süden zum Canyonlands NP, Bereich Needles weiterfahren. Nach 55 km biegen wir in die Straße zum Needles Overlook ab. Der gehört noch nicht zum Park, bietet aber wie der Name usasagt einen atemberaubenden Überblick.

Am Wind Whistle Campground übernachtenwir und fahren erst am Freitagmorgenweiter zum Overlook. Iris ist heute morgen wieder zuerst auf den Beinen und warnt den noch halb schlafenden Wolfram mit “… wir sind wieder eingeschneit!“ Er sitzt sofort senkrecht im Bett „Neiiiin“ „April, April“ sogar in Amiland.

Auch am Needles Overlook auf 1.900 m Höhe liegt kein Schnee, die Sonne strahlt frühlingshaft warm und die La Sal Mountains zeigen ihre Gipfel. Bevor wir in den Nationalpark kommen, machen wir noch einen Stopp am Newspaper Rock, wo eine Infotafel behauptet die Zeichnungen seien 2000 Jahre alt. Einige ziemlich weit oben zeigen Jahreszahlen von 1902 und 1954. Inzwischen sind die Zeichnungen durch einen Zaun geschützt.

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Die Straße endet am Big Spring Canyon Overlook, wo wir unseren ersten Rundgang machen und die Naturskulpturen bestaunen. Den Rückweg unterbrechen wir am Pothole Point für einen weiteren Spaziergang. Um die Mittagszeit glauben wir genug Felslandschaft gesehen zu haben. Bei strahlendem Wetter wollen wir über eine Abkürzung nach Monticello weiter in den Süden fahren.

Diese Abkürzung führt uns bis in 2.690 m Höhe, wo uns eine Zeit lang wieder eine tief verschneite Landschaft begleitet. Nein, nicht April, April, wirklich!

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Der Tag ist noch viel zu lang um in Monticello schon Halt zu machen und wir beschließen Richtung Lake Powell Nordspitze weiterzufahren. Hinter Blanding verweist eine Leuchttafel auf die morgen am Samstag fahrende Fähre von Hall’s Crossing über den Lake Powell nach Bullfrog.

Kurzentschlossen biegen wir auf die UT276 ab, die uns durch eine Landschaft führt, deren Farben selbst einen Regenbogen vor Neid erblassen lassen. Grüner Sand, rote, blaue, gelbe und weiße Felsen, kein Bild kann die Farbenpracht bei diesem strahlenden Wetter wiedergeben. Wir werden für unsere Spontanitär mehr als belohnt. In Hall’s Crossing finden wir einen schönen Campingplatz über dem azurblauen Lake Powell, den wir bis am nächsten Tag halb zwölf nutzen.

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Die Fähre legt alle zwei Stunden ab und kostet 25 USD. Dafür werden wir von Frau Kapitänin Romina persönlich begrüßt. Die Überfahrt bis Bullfrog beginnt erst mal mit einer zweimaligen 360° Drehung der großen Autofähre im Hafen, Romina’s Special und führt wieder an erstaunlichen Felsformationen und Farben vorbei. Ein Hausboot-Urlaub auf diesem zum riesigen See gestauten Colorado muss ein großartiges Erlebnis sein.

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Wir machen kurz in dem zu dieser Jahreszeit unbedeutenden Örtchen Hanksville Halt, hier gibt’s es fast Nichts, im Bull Mountain Market ist neben dem Schrauben- und dem Andenkenladen auch der Frisör und das Nagelstudio untergebracht. Frisches Brot gibt’s hier nicht.

Nach dem Besuch des Visitor Center des Goblin State Parks entscheiden wir noch einige Kilometer die Temple Mountain Road weiterzufahren. Bald ist sie nicht mehr befestigt und klettert abenteuerlich wild in die Höhe. Rechts und links gibt es immer wieder BLM Campgrounds, die überraschenderweise von allen möglichen Offroadinstrumenten belegt sind. Wir fahren weiter bis auf ein Hochplateau (1.850 m), wo nur noch wenige verstreute Zelte aufgeschlagen sind.

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Von unserem einsamen Platz können wir den Sternenhimmel und am Sonntagmorgen den Sonnenaufgang erleben. Am Morgen brechen die meisten Camper auf, die Frühjahresferien gehen zu Ende. Wird’s ab Morgen ruhiger in den NPs Capitol Reef, Bryce und Zion, die wir in der kommenden Woche ansteuern wollen?

“We will cross this bridge, when we are there“

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03. - 12. April 2016 (km 186.508)
Burr Trail - Cottonwood Road - Bryce Canyon - Coyote Butte

Am Nachmittag brechen wir auf zum Goblin NP. Hier wollen wir auf Sabine und Georg warten, mit denen wir uns für heute „lose“ verabredet haben. Bis 18 Uhr haben wir unsere Arbeit am Tagebuchupdate abgeschlossen und kümmern uns um die Planung der kommenden Woche. Im Visitor Center zeigt eine Reliefkarte einen Überblick von der größeren Umgebung, insbesondere von den Naturstraßen, die in unseren Karten nur äußerst unscheinbar auftauchen.

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Wir beschließen die Gegend auf einer etwa 50 km langen Offroadpiste in Richtung Norden auf die Interstate 70 zu verlassen. Das aber erst morgen, nach einer weiteren Nacht unter den Sternen auf dem Temple Mountain. Auf dem Weg dorthin kommen uns Sabine und Georg entgegen, mit denen wir schon nicht mehr gerechnet hatten. Sie schließen sich uns an und wir verbringen gemeinsam einen Abend im Freien, der mit einem bunten Sonnenuntergang eingeleitet wird.

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Montag geht es dann in entspanntem Tempo auf Schotterpiste bis zur I70, die uns dann zügiger etwa 70 km nach Westen bringt. Dort geht es weiter auf der UT 72 nach Süden über einen 2.730 m hohen Pass. Schnee liegt hier nur noch wenig. In Loa nochmal ein Tankstopp bevor wir nach Osten Richtung Capitol Reef NP weiterziehen.

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Auf der U24 durchqueren wir den Park von West nach Ost und biegen gleich hinter dem Osteingang nach Süden auf die Notom-Bullfrog Road ab. Diese ist Teil des Burr Trail Loops, der unser eigentliches Ziel ist. Bald schon wird die Straße zu einer üblen Wellblechpiste, für die uns die Landschaft mit ihrem umwerfende Farben- und Formenspiel kaum versöhnen kann.

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Erst als wir auf den Burr Trail Richtung Westen abbiegen und wir auf atemberaubenden Serpentinen in die Höhe klettern, werden wir für das Gerüttel mehr als entschädigt. Nach 280 km Tagesetappe, es dämmert schon, schlagen wir unser Lager in 2.050 m Höhe im Grand Escalante Staircase National Monument auf.

Bei Boulder Town stoßen wir am nächsten Morgen wieder auf die gut ausgebaute UT12, die uns weiter bis Escalante führt. Hier holen wir uns im BLM Visitor Center Permits für die nächsten beiden Tage, die uns erlauben „wild“ in der Umgebung der Cottonwood Canyon Road zu übernachten. Diese Straße ist wieder weitgehend naturbelassen und stößt im Süden auf die US89.

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Vorher müssen wir Mittwoch aber noch einen Abstecher in den Bryce Canyon NP machen. Nachdem wir nun schon einige Parks in den vergangenen Tagen besucht haben, stellt sich die Frage, ob man wirklich das geballte Angebot in dieser Gegend wahrnehmen muss? Jaaaa! Unbedingt, jeder Nationalpark zeigt neue Bilder in neuen Farben. Wir schaffen es gar nicht diese bunte Vielfalt in Fotos festzuhalten oder mit Worten zu beschreiben.

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Der erste Eindruck vom Bryce Canyon ist – unnatürlich, alles Pappmaché. Die Amis wollen uns veräppeln. Erst mit der Zeit glauben wir an das, was wir da sehen. Am südlichsten Punkt, den wir mit dem Auto erreichen können, sind wir auf 2.790 m Höhe und haben vom Rainbow Point einen schier endlosen Blick über die Landschaft um uns, unter uns.

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Auf dem Bristolcone Looptrail stapfen wir durch Schnee um an der nächsten Ecke noch einen weiteren grandiosen Blick zu erhaschen. Fast wieder zurück am Parkeingang im Norden, noch ein Spaziergang mit Überblick auf das Amphitheater mit Thor’s Hammer. Dieser National Park bietet für mehr als einen Tag Wanderwege mit unglaublichen Perspektiven, wieder ganz anders als die, die wir in den letzten Tagen hatten, von denen wir keinen missen möchten.

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Wir schlagen unser Lager wieder auf BLM-Gelände der Cottonwood Road, heute etwas südlicher auf. Am nächsten Morgen sind es dann nur noch 15 km bis zum Ausgangspunkt des Red Top Wanderweges. Mutig stapfen wir durch unberührte Landschaft am Ufer des Paria Rivers entlang.

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Die Überquerung des Huckberry Creek von Stein zu Stein hüpfend macht Wolfram noch mit. Als er durch den knietiefen Paria waten soll, um an einer Felskante vorbeizukommen, streikt der mutige. Wir kehren um, das Erlebnis war auch jetzt schon erschöpfend.

Auf der US 89 weiter im Süden geht es nach Westen bis Kanab, einem Kleinstädtchen, das seine Bedeutung durch eine Verlosung von Permits gewonnen hat. Die „Wave“ ist eines der gesuchtesten Fotomotive Utahs. Um die Überflutung dieser Welle mit allerlei Fotographen zu verhindern, gibt es die Lotterie, die den Zugang zur Wave reguliert. Für heute ist die Verlosung schon gelaufen, wir wollen also morgen hierher zum Visitor Center zurückkommen.

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Heute bummeln wir durch den kleinen Cowboy – Ort und erwerben einige dringend benötigte Souvenirs ;-) Am Kanab Creek finden wir einen wunderschönen, trotz Nähe zur UT89 recht ruhigen Übernachtungsplatz.

Um 8.30 Uhr sind wir am Freitagmorgen zurück am Visitor Center um mit 47 anderen Bewerbern an der Verlosung teilzunehmen. Bis zu 6 Interessenten können pro Bewerbungsbogen notiert werden. Unsere Nummer ist die 24. Die dritte der 47 möglichen Bingo Kugeln ist die 25. Knapp daneben ist auch daneben. Es werden nur 10 Permits für den nächsten Tag vergeben. Wir sind nicht dabei.

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Auf dem Parkplatz vor dem Visitor Center lernen wir Katrin und Robert aus Dresden kennen. Die beiden sind mit ihrem 4x4 VW-Camper und Hoverwart-Hündin Quanna seit Anfang des Jahres auf Weltreise. Wir kommen ins Quatschen und überreden die beiden an der eine Stunde später stattfindenden Bewerbung für den Coyote Butte South teilzunehmen. Diese Gegend schließt direkt an die Coyote Butte North mit der Wave an und soll ähnlich spektakuläre Felsformationen vorweisen.

Inzwischen hat sich der Menschenauflauf verlaufen und es bewerben sich nur vier Interessenten, die gegen Zahlung von 5 USD pro Person und Hund eine Zulassung für den nächsten Tag bekommen. Wir entschleißen schon heute zu dem 75 km entfernten Coyote Butte zu fahren. Nachdem unsere Lager gefüllt sind, geht es auf der US 89 zurück in Richtung Osten und auf der House Rock Valley Road nach Süden.

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Auf tiefsandigen roten Pisten überqueren wir die Grenze zwischen Utah und Arizona und finden mit dem Parkplatz am Paw Hole einen brauchbaren ebenen Platz zum Übernachten. Wir haben gerade zu viert Platz genommen im OF-EN, als ein beeindruckendes Gewitter vom Himmel kommt. Ein gemütlicher Erfahrungsaustausch mit den beiden netten Menschen ist gesichert.

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Samstag soll das Wetter besser sein, Regenwahrscheinlichkeit nur bei 20 %. Um kurz nach 9 Uhr brechen wir zur Wanderung durch das rote Gestein auf. Katrin, Robert und Quanna sind schon vorausgegangen und wir folgen ihren gut sichtbaren Spuren im weichen Sand. Markierte Wege gibt es hier nicht. Sind 20 % Regenwahrscheinlichkeit etwa 5 Stunden am Tag? Wir sind vier Stunden unterwegs und ca. 80 % der Zeit regnet es. Dann dürfte es den Rest des Tages trocken sein. Trotzdem ist es eine umwerfende Landschaft, die wir nicht hätten missen wollen.

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Am Nachmittag brechen wir auf in den südlichen Teil zu den Colorfull Rocks. Der Weg ist sandig und nur Allradfahrzeugen empfohlen, bietet unseren Autos aber keine größeren Herausforderungen. An den farbigen Felsen angekommen geht dort gerade wieder ein Regenschauer nieder. Wenn man sich die karge Gegend hier anschaut, haben wir wahrscheinlich die Regenmenge eines Jahres in 24 Stunden abbekommen.

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Sonntag verabschieden wir uns von den sympathischen jungen Leuten. Ihr Weg geht Richtung Osten, Lake Powell, wir ziehen gen Westen. Mercedes hatte in den letzten Tagen morgens immer etwas gemuckt, bevor sie angesprungen ist und wir suchen eine Werkstatt, die ihr helfen kann.Wir entscheiden, dass unsere Mercedes nach 25 Tkm teils sehr rauer Straßen wieder einmal eine echte Mercedes-Niederlassung verdient hat und machen uns 200 km auf der I15 auf den Weg nach Las Vegas.

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Da wir in Nevada wieder eine Stunde Zeit geschenkt bekommen, wir sind jetzt 9 Stunden hinter deutscher Zeit, sind wir schon um die Mittagszeit am Montag in Henderson, einem Nachbarort mit unklaren Grenzen zu Las Vegas. In der beeindruckenden MB-Niederlassung bekommen wir gleich für den nächsten Tag einen Termin. Wir haben dann fast acht Stunden Zeit in der luxuriösen Lounge bei free coffee, free cake and free WiFi (but no free bill) ein Tagebuchupdate zu erledigen.

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12. - 18. April 2016 (km 187.878)
Las Vegas - Lake Mead - Las Vegas ...

Wir haben über acht Stunden Zeit uns unserer Arbeit zu widmen und gleichzeitig das Geschehen in der Mercedes-Niederlassung zu beobachten. Kunden wie wir, die auf ihr Fahrzeug warten, das beim Service ist und gelangweilt Soap-Operas im Fernsehen verfolgen. Aber auch Interessierte an den vielen Neuwagen, die hier ausgestellt sind.

Einige Zeit verfolgen wir einen mittelalten Amerikaner, der um einen mattweißen AMG S63 herumstreicht. Bald kommt er mit einem Verkäufer zurück, mit dem er sich in die Luxuskarosse setzt und den Motor anlässt, spannend! Dann geschieht zunächst nichts weiter. Etwa 1 ½ Stunden später taucht der Endvierziger mit einer etwa 20 Jahre jüngeren Blondine auf, die alles Interesse an den Autos verlieren lässt.

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Alle Augen folgen den High Heels zu dem ebenfalls gut gebauten Mercedes. Als sie im Fahrzeug sitzt ist leider nur noch ihre blonde Mähne zu sehen, aber das muss sich ja auch wieder ändern. Nach 10 Minuten sind es zunächst zwei ellenlange Beine, die das Fahrzeug verlassen, gefolgt von einem fast nicht echt wirkenden Po und, dank der rückenlosen Bluse, klar sichtbar ebenso festen, ungestützten …..

Also die zwei haben den 163 T€ teuren Mercedes gekauft und sind aus dem Showroom gefahren. (jetzt wisst ihr auch, wer hier die Storys schreibt und wer nur die Bildchen einklebt)

Gegen 16.30 Uhr wird nach Zahlung von 500 € auch unser OF-EN wieder vorgefahren. Ein Service wurde gemacht, Ölwechsel, Dieselfilterwechsel, Luftfilterwechsel (die Filter hatten wir aus Deutschland mitgebracht) Bremsflüssigkeitswechsel, Bremsencheck und die Räder rotiert. Auf die unübersehbar rot leuchtende EDC-Kontrollleuchte sowie das orange Glühkerzenlämpchen hatte Wolfram den Servicemanager speziell hingewiesen und ihm auch die Platzierung der OBD2-Schnittstelle für das Diagnosegerät genannt. Jetzt, als uns Mercedes als gewartet zurückgegeben wird, leuchten diese Lämpchen immer noch. Ein Diagnosegerät war nie angeschlossen worden, obwohl Mercedes-Henderson gerade mit einem solchen Bild mit Star-Diagnosegerät auf der Homepage wirbt.

Was jetzt? Alles Vertrauen in diese Werkstatt ist dahin, reklamieren und einen neuen Termin verabreden? Mit diesen Blendern? Nein, frustriert verlassen wir die Stadt nach Osten. Wir wollen die nächsten Tage am Lake Mead verbringen.

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Von der Nordshore Road biegen wir nach etwa 30 km in den Governor Wash Richtung Süden ab und finden einen schönen Platz etwa 100 m vom Seeufer. Da der Wasserstand des Stausees etwa 30 m unterhalb seines Höchststandes liegt, ist es schwierig mit dem Auto direkt ans Ufer zu gelangen.

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Auch wenn das Thermometer über 26 °C zeigt, ist das Seewasser noch zu kalt zum Baden. Am späten nächsten Morgen, jetzt hat es schon 28°C, resetet Wolfram die leuchtenden Lämpchen auf der Instrumententafel mit unserem eigenen Diagnosegerät und verspricht sich nicht länger über die Servicediletanten bei Mercedes Henderson zu ärgern.

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Wir fahren die Nordshore Road am See entlang nach Norden, besuchen Callville Bay und Echo Bay, sowie Rogers Spring, eine Wüstenquelle. Am Nachmittag geht’s zurück auf „unseren“ Platz am See und wir genießen faul den Rest des Tages.

Der nächste Tag ist nicht mehr ganz so strahlend, der Himmel leicht bedeckt. Grund genug nix zu tun, dazu gehört vor allem lesen und tagträumen. Wir sind in den letzten 35 Tagen 7000 km gefahren, da tut die Ruhe richtig gut.

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Freitag klappt das mit der Ruhe nicht mehr so, zu viel Ruhe macht unruhig. Also beschließen wir den Hoover Damm zu besuchen. Am Westufer des Sees fahren wir nach Süden und machen zunächst im historischen Städtchen Boulder Halt um den Kühlschrank aufzufüllen. Danach geht’s 15 km nach Osten an den Staudamm.

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1931 – 35 wurde der Hoover Dam gebaut, der den Colorado River zum größten Stausee der USA, den Lake Mead aufstaut. Auch auf einen deutschen Bauingenieur im Ruhestand wirkt dieser Hoover Damm imposant. Eigentlich kein Damm sondern eine 220 m hohe Staumauer hält bis zu 35.000 Mio, ja, 35 Milliarden m3 Wasser zurück, mit denen Nevada, Arizona und Kalifornien kontrolliert versorgt werden. Gleichzeitig wird hier elektrische Energie gewonnen.

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Wir fahren über die 14 m breite Mauerkrone von Nevada nach Arizona und zurück. Iris steigt aus und bummelt ein bisschen für die Fotos, das muss reichen.

Es ist früher Nachmittag und wir entscheiden nach Las Vegas in den Sam’s Town Campground zu fahren, wo Ruedi und Maggi seit gestern sind. Die beiden Schweizer in unserem Alter hatten wir erstmals Weihnachten 2013 in Ushuaia am Südzipfel Argentiniens getroffen. Anschließen haben wir  Silvester in Puerto Natales in Chile gefeiert. Eine weitere zufällige Begegnung gab’s auf der brasilianischen Seite der Iguazú Wasserfälle.

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Die beiden wollen genau wie wir nächste Woche Freunde hier am Flughafen in Las Vegas treffen, die sie einige Zeit auf ihrer Reise begleiten wollen. Die Wiedersehensfreude ist groß, wir tauschen unsere Erlebnisse und Begegnungen bei Wein und mexikanischem Rum aus. Als wir uns am nächsten Morgen verabschieden, versprechen die beiden uns am Sonntag am See zu besuchen.

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Zurück an diesem, müssen wir feststellen, dass "unser" Platz belegt ist. Die Uferlinie ist hier schier endlos und wir finden einen noch schöneren, mit noch schönerer Aussicht. Paradiesisch!

Sonntag kommen dann Ruedi und Maggi mit ihrem weißen Carthago die holprige Schotterpiste entlanggeschlichen. Wie richten uns gemütlich ein und auch die Beiden sind von dem Platz begeistert. Gegen Abend bauen die Männer ein Feuer, dass wir später auch nutzen den Grillrost aufzuheizen. Fleisch und Bratwürstel liegen noch nicht auf dem Grill, als ein National Park Ranger erscheint, der uns unter Androhung einer Strafe von 125 USD erklärt, dass wir hier nicht campen dürfen, was die vielen unsichtbaren Schilder auch sagen.

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Die versuchte Diskussion führt nur dazu, dass sich die Strafe auf 500 USD erhöht und wir geben klein bei. Wir packen, auch das vorbereitetet Feuerholz ein und fahren 200 m zurück auf eine Art Parkplatz auf dem wir einen gemütlichen Feuerabend mit lecker Gegrilltem verbringen. Wir lassen uns doch nicht die Laune verderben.

Montag früh ziehen Maggi und Ruedi zurück nach Las Vegas, wir versorgen und entsorgen den OF-EN und fahren zurück auf „unseren“ neuen Platz am See. Am Nachmittag, als das Faulenzen bedrückend wird, beginnt Wolfram die vergangene Woche im Tagebuch festzuhalten.

Morgen wollen wir am Nachmittag nach Las Vegas, um um 17.30 Uhr unsere Freunde am Flughafen abzuholen. Wir freuen uns riesig auf Elke und Wolfgang!

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18. - 26. April 2016 (km 188.218)
Las Vegas - Route 66 - Grand Canyon - Lake Powell

Gegen Abend, als die Arbeit am Tagebuch weitgehend erledigt ist, beschließen wir auf den oberen Parkplatz zurückzukehren. Die Vorsicht ist berechtigt, denn kaum eine halbe Stunde später kontrolliert der Ranger wieder die Camper.

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Dienstagvormittag bleiben wir noch am See und genießen die Umgebung. Iris erledigt die Feinarbeit an der Homepage, bevor wir nach Las Vegas fahren. Hier gilt es zu erkunden, wo ist das Hotel Monte Carlo, in dem Elke und Wolfgang die erste Nacht verbringen werden? Wie weit ist es zum Flughafen? Wo können wir dort den OF-EN parken um die beiden einzuladen? Wo werden wir in der Nacht stehen? Diese Fragen beschäftigen uns über den Nachmittag und wir kommen gerade rechtzeitig um die Freunde nicht länger warten zu lassen.  

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Vom Flughafen zum Hotel ist es nicht weit, noch sind die großen usaReklametafeln nicht beleuchtet und wir verabreden uns für 19.30 Uhr zum Flanieren am Strip. Wir fahren zu unserem Übernachtungsplatz auf dem Circus Circus RV Platz, den wir schon aus dem vergangenen Jahr kennen und kommen mit dem Shuttle-Bus zurück zum Monte Carlo Casino. Von hier geht’s zu viert über den inzwischen illuminierten Boulevard bis zum Harley Davidson Café, wo wir bei Bier und Mega-Hamburger die gemeinsame Amerikareise einläuten.

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Da unsere West-Pfälzer Freunde erst am nächsten Tag um 13 Uhr ihr Campermobil übernehmen können, holen wir sie am Morgen ab um die Zeit für erste Erledigungen zu nutzen. Bei AT&T wollen wir SimCards für ihr Handy und iPad erwerben. Eine junge Dame hat den einzigen Verkäufer so in Beschlag genommen, dass der uns erst nach fast zwei Stunden Wartezeit erklären kann, dass das AT&T System landesweit vermutlich zusammengebrochen ist und er keine Karten aktvieren könne.

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Toller Start im kundenorientierten Amiland. Und auch bei El Monte, dem RV-Verleiher geht nicht alles wie am Schnürchen. Aber wir sind entspannt und haben ja noch so viel zu erzählen, vor allem Elke ;-). Nach 1 ½ Stunden sind alle Formalitäten erledigt und der fast neue Camper auch mit Campingausrüstung und Küchenutensilien ausgestattet. Jetzt nur noch zum nahen Wal-Mart, den Kühlschrank füllen. Dann kann die fast 2-monatige gemeinsame Reise beginnen.

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Für die erste Nacht wählen wir den wohlbekannten Parkplatz am Lake Mead. So haben wir die Chance am nächsten Tag, sollte noch etwas fehlen, in der nahen Großstadt nachzubessern. Bei Lagerfeuer, Drinks und Snacks klingt der Tag gemütlich aus.

Auf der wenig befahrenen Nordshore Road entlang des atmeberaubenden Sees kann sich Wolfgang weiter an das fast 7 m lange Fahrzeug gewöhnen. Die erste Nacht im Kingsize Bett bei angenehmen Temperaturen hatte guten Schlaf gebracht und wir sind alle wohlauf. Wir fahren über 100 km auf der Nordstraße durch den Lake Mead NP bis Overton. Zwischendurch machen wir Fotopausen an den Redstones und der Roger‘s Spring.

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Ursprünglich hatten wir vor, den selben Weg zurückzufahren. Da es aber früher Nachmittag ist und wir Hunger haben, schlagen wir unser Lager am Overton Wildlife Management Campground auf und schüren auch gleich den Grill an. Bei 32 C° machen wir Bekanntschaft mit den ersten Moskitos der Saison, die uns aber nicht die Laune verderben können. Sonnenuntergang und Nachtbrise lenken von den Quälgeistern ab.

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Inzwischen ist klar, für das Outdoorleben fehlen noch gemütliche Sessel, eine Taschenlampe und eine Fliegenklatsche. Dies erwerben wir am nächsten Morgen in der Henderson Camperworld. Gleich nebenan können wir auch SimCards für Information und Kommunikation erwerben, bevor wir weiter Richtung SO nach Kingman fahren.

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Starke Seitenwinde von Westen fordern die volle Konzentration der Fahrer, bis es auf der Route 66, der Mutter der amerikanischen Landstraßen nach Osten geht. Viel Sehenswertes gibt es auf dem ersten Streckenteil nicht. Da und dort eine alte Zapfsäule mit verrosteten Oldtimern davor, oder Hinweisen zu einer heute nicht mehr reizvollen Tanzbar.

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Als wir in der Dämmerung am Canyon Caverns RV Park Halt machen, sind wir knapp 350 km gefahren und haben 1.350 Höhenmeter überbrückt. Wir campen jetzt auf 1.700 m ü.N.N., die Temperatur ist um etwa 20°C gesunken. Für ein Outdoorleben ist es auch zu windig und wir verbringen einen unterhaltsamen Abend im geräumigen Miet-Mobil.

Bis Seligman, dem kleinen Ort, der die 60er Jahre der Route 66 wieder aufleben lässt, sind es am Samstagvormittag nur noch etwa 40 km. Die Erwartungen an dieses Relikt sind hoch. Anfang des Jahres war in der FAZ ein Artikel erschienen, indem geschildert wird, wie die Einwohner des aussterbenden Örtchens versuchen an blühende Zeiten zu erinnern und damit Touristen anzulocken.

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Wie so oft, wenn die Erwartungen hoch angesetzt sind, ist die Realität nur "na ja". Wir machen eine schönen Spaziergang entlang der "Route" und belohnen uns am Ende mit einem leckeren Hamburger in Lilo’s Café. usa

Weiter geht’s am Nachmittag nach Osten bis Williams, wo wir nach Norden Richtung Grand Canyon abbiegen. Dieses Wochenende feiert die Nationalpark Verwaltung Geburtstag und der Eintritt in die National Parks ist landesweit frei. Das Ergebnis ist ein gut gefüllter Park und überfüllte Campingplätze.

Wir müssen also wieder raus zum Übernachten und finden dadurch ein sehr schönes Bushcamp im Kaibab National Forest, sicherlich schöner, als zwischen Hunderten anderen Campern auf Nationalpark Campground. Trotz der 2.200 m Höhenlage bringt die Vollmondnacht tiefen Schlaf. Das könnte aber auch an den verschiedenen geleerten Flaschen Wein liegen.

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Saturday Night Feaver schütteln wir auf einer Wanderung längs der Südkante des Grand Canyon ab. Vom Visitor Center geht es zum Mather Point, wo uns erstmals die Kinnlade runter klappt. Dieser Canyon ist gigantisch. Wie der Film im Visitor Center erläutert hatte, eröffnen sich hier 5-6 Millionen Jahre geologischer Geschichte. Und ganz weit, etwa 1.000 m tiefer taucht auf dem Weg zu Hermits Rest der tiefgrüne Colorado auf.

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Was sich hier auftut, ist weder mit Worten noch in Bildern zu fassen. Selbst Elke und die Wölfe, die sich nicht als Genußläufer sehen, vergessen die Zeit und wandern mehrere Stunden. Glücklicherweise gibt es hier im Park einen Shuttle Service, der uns zu unseren Campern zurückbringt, wo Blasen an den Füßen gepflegt werden.

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Vom Visitor Center bis zum Desert View Point am Ostende des Parks sind es 40 km, die wir mit den eigenen Autos fahren. Dort gibt es zum Abschied noch einen Blick auf die weite Hochebenen im Osten und auf den Colorado River in der Tiefe. Das Nachtlager schlagen wir im Busch, unweit der AZ64 auf dem Weg nach Cameron auf

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Wir sind im Navajo Land und längs der Straße haben die Ureinwohner Stände aufgeschlagen, an denen sie ihr Kunsthandwerk verkaufen. Am Little Colorado River Viewpoint, wo nochmals ein tiefer Canyon die Wildheit dieses noch so ursprünglichen Landes unterstreicht machen wir am Montagmorgen unseren ersten Halt.

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Im kleinen First Nations Ort Cameron, wo die Straße nach Page und Lake Powell abzweigt, zeigen einfachste Baracken mit verrosteten Autos im Vorgarten die Armut dieser Menschen. Das riesige Angebot im Wal-Mart in Page, wo wir unsere Lager auffüllen, steht im Kontrast dazu.

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Der Carl Hayden Damm, der hier den Colorado zum weitläufigen Lake Powell aufstaut, zeigt wie das moderne Amerika die Natur gezähmt hat. Aber nur zum Teil. Immer noch sind es die je nach Tageslicht in veränderten Farben auftauchenden Felswänden am türkisblauen Seeufer, die die größere Bewunderung erringen.

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Etwa 15 km nördlich von Page finden wir auf dem Wahweap Campground einen wunderschönen Stellplatz mit Blick auf den See mit seinen bunten Felsenbändern. Wolfgang verwöhnt uns hier mit einem großartigen Abendessen, Pellkartoffel, Spinat und Schweinekotelette, dazu ein Malbec aus Argentinien.

So gestärkt legen wir Dienstag einen Arbeitstag ein, Wäsche waschen, Tagebuch schreiben, Route planen und Landschaft genießen.

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26. 04. - 04. Mai 2016 (km 189.309)
Page - Four Corners - Durango - Taos - Santa Fe - Alamogordo

Mittwochmorgen nehmen wir das erste Frühstück im Freien ein. Sollte es tatsächlich wärmer werden? Ganz klar ist der Himmel nicht, obwohl wir stark darauf gehofft haben. Unser Ziel heute ist nämlich der Antilope Canyon. Er liegt nur knapp 25 km vom Campingplatz im Osten von Page.

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Für 20 USD pro Person buchen wir die 1 ¼ Stunden Tour durch die engen Felsen des Slot Canyons. Geführt werden wir von der 19-jährigen Brittany, einem der schönsten jemals geborenen Navajo Mädchen. Trotzdem schaffen wir es immer wieder auch einen Blick auf die Schönheit der heiligen Felsen werfen, ohne uns den Kopf zu stoßen.

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Es ist wirklich eng zwischen den Felswänden, aber man hat meistens Blick auf den Himmel oder Raum nach vorne oder hinten, sodass keine Platzangst entsteht. Auch wenn die Sonne nicht strahlt und wir am Schluss sogar noch Regen abbekommen, die Felsen strahlen in echter Farbenpracht.

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Am Nachmittag bleibt noch genug Zeit um 140 km Richtung Osten zum Navajo National Monument zu fahren. Weil wir eine Abkürzung nehmen wollen, die dann aber in ein für Miet-RVs ungeeignetes Gelände führt, werden es mehr als 180 km bis wir auf dem Campground in 2.200 m Höhe landen, bei frostigen 10 °C.

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Das Navajo Monument ist eine weniger bekannte archäologische Stätte in der Navajo Reservation. Am Donnerstagmorgen gehen wir den 1,5 km langen Spazierweg mit erklärenden Tafeln, die das Leben der Anasazi-Indianer in der rauen Canyon-Landschaft im 13. Jhd. darstellen. Mit dem Teleobjektiv können wir sogar die Bauten in den gegenüberliegenden Felshöhlen erkennen.

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Hier im Indianerland in Arizona jagt eine Attraktion die andere. Eine ganz besondere ist das Monument Valley. Die Fahrt dorthin geht zunächst auf der US160 nach Kayenta und von dort auf der US163 in Richtung Norden.

Am Parkeingang lassen wir Wolkes RV zurück, weil die Straßen im Tal noch nicht für Campermobile ausgebaut sind. Bevor wir auf die Rundtour gehen bestaunen wir die ausgefallenen und ausgesprochen teuren kunsthandwerklichen Souvenirs um uns danach nebenan im Navajo Restaurant mit Blick auf die berühmten Monuments bei Firebread und Burger zu stärken.

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Zu viert geht’s im OF-EN auf Tour. Tafelberge, Hügel, Kuppen. Felsformationen aus Kalk- und Sandstein waren oft Kulisse für Westernfilme. Die vom Wetter geformten Skulpturen haben Namen wie Elephant Butte, die Schwestern oder Totempfahl. Oft müssen wir einige hundert Meter fahren um die richtige Position zu finden aus der die Namensgebung verständlich wird. Obwohl das Wetter wieder mal zu wünschen lässt, können wir einige der berühmten Felsen im Bild festhalten.

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Das Tal verlassen wir wieder Richtung NO, Utah. Dort begeistern uns noch mal die roten Felsenberge in dem gleichnamigen Ort Mexican Hat, eine Felsskulptur, die nicht zu verwechseln ist. Kurz vor Bluff biegen wir dann nach Süden ab und sind bald wieder in Arizona, wo es weiter nach Teec Nos Pos Richtung Osten geht.

Hier ist immer noch alles First Nation’s Land und wir finden keinen Campingplatz. Am Vierländereck Four Corners - hier treffen Utah, Arizona, New Mexico und Colorado zusammen – machen wir in New Mexico auf einer Ranch halt. Wir sind nur noch auf 1.200 m Höhe aber ein strammer Wind und 12°C laden wieder mal nicht zum Outdoorleben ein.

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Iris sucht nach fast 290 km Tagesetappe etwas Bewegung und kommt mit dem Hinweis auf einen schönen Platz am San Juan River zurück. Bereits begonnene Kochaktionen werden wieder beendet, Wolfgang muss wieder auf die Offroad - Strecke, dafür verbringen wir an der Flussbiegung eine ruhige Nacht.

Freitag ist dann Mesa Verde unser Ziel. Wir sind jetzt in Colorado, wobei diese Namensgebung für die Gegend nicht nachvollziehbar ist. Die Farben sind eher eintönig sandbraun, längst nicht so wie die bunten Felsenbänder in Utah oder Arizona.

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Mesa Verde ist dann wie der Name schon sagt ein grüner Tisch. Zwei Cowboys hatten auf der Suche nach verloren gegangenen Rindern, verlassene Häuser in den Felswänden der zerklüfteten Tafelberge gefunden. Archäologen fanden heraus, dass es auch hier Anasazi-Indianer waren, die die Wohn- und Vorratsräume um 1200 v.Chr. in die natürlichen Felsetagen gemauert haben. Eine Rangerin führt uns durch die Räumlichkeiten, wozu wir über steile Leitern klettern und durch enge Felsnischen kriechen müssen.

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Praktischerweise ist im Visitor Center am Eingang zum NP ein Modell errichtet, an dem man erproben kann, ob die eigene Körperform mit der später in der Natur zu findenden kompatibel ist.

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Auch heute werden wir wieder nicht vom Wetter verwöhnt. Auf 2.550 m sind es Schnee- und Graupelschauer, die keiner Frühlingsgelüste erwachen lassen. Von Mesa Verde geht’s weiter nach Osten. Dem Ort Durango statten wir nur einen kurzen Besuch ab, obwohl die Bauten aus der Kolonialzeit recht einladend wirken.

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Durch eine Landschaft, die stark an den Schwarzwald erinnert fahren wir weiter nach Osten und finden am Lake Capote wieder  mal einen wunderschönen Platz, der allerdings immer noch auf 2.000 m liegt. Nachdem die Sonne schon fast untergegangen ist, werden wir wiedermal nicht von Frühlingswärme verwöhnt.

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So kann es nicht weitergehen, wir müssen schleunigst weiter nach Süden, raus aus den Mountain States. Leider zeigen unsere Straßenkarten nur wenig, eigentlich garnichts von der Topografie in der wir uns bewegen und so landen wir am nächsten Vormittag in über 3.200 m in einer glitzernden tief verschneiten Landschaft. Inzwischen sind wir in New Mexico gelandet, aber wer denkt bei Mexiko schon an Schnee?

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Doch auch New Mexico gehört noch zu den Rocky Mountain States. Also nicht lange aufhalten, weiter geht’s ins Örtchen Taos. Vorher wollen wir ein Pueblo besuchen, wo Indianer für 16 USD pro Person die teils noch bewohnten Lehmziegelbauten ihrer Vorfahren präsentieren. Auskunft über das, was uns erwartet will die Squaw am Ticketschalter erst geben, wenn wir bezahlt haben und so kann sie sich diese Mühe sparen und wir die 16 USD.

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Die Bedienungen in Michael’s Kitchen in Taos sind viel freundlicher. Vier junge Menschen umschwärmen unseren Tisch und sorgen dafür, dass uns ein reichhaltiges Mittagsgericht für einen Spaziergang durch den Ort vorbereitet. Das Städtchen ist sehr touristisch ohne aufdringlich zu sein. Es ist noch früher Nachmittag, als wir unseren Rundgang beendet haben und wir beschließen spontan nochmal 115 km weiter bis Santa Fe zu ziehen.

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Zunächst geht es 70 km durch das Tal des Rio Grande, der hier noch recht piccolo ist. Wir verlassen endlich die 2.000 m Höhenmarke, dafür erklimmt die Temperatut die 15°C Marke. Leider hatten wir uns bei dem spontanen Aufbruch in Taos nicht um einen Campingplatz in Santa Fe gekümmert und so wird es in der ersten größeren Stadt seit Las Vegas etwas hektisch. Wir landen schließlich auf einem Wal-Mart Parkplatz neben einem Kühllaster, dessen Aggregat die ganz Nacht brummt.

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Der hätte nur die Tür zum Kühlen aufmachen müssen. Als wir am Morgen wenig ausgeruht in die Ortschaft fahren, fällt am 01. Mai 2016 bei 1,5°C Schnee. Was haben wir blos verbrochen? Inzwischen aber hart gesotten, wählen wir die richtige Kleidung und umrunden die Plaza mit ihren historischen Gebäuden.

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Ein Häuschen aus 16xx wird als ältestes Amerikas ausgezeichnet. Besonders beeindruckend sind die vielen Bronzeskulpturen, die über die Altstadt verteilt sind. Außerdem reiht sich eine Kunstgalerie neben die andere. Nach etwa zwei Stunden haben wir genug gesehen und sind uns einig, dass uns kein Wetter den tollen Eindruck von dieser „Western“ Stadt hat vermiesen können.

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230 km südlicher schlagen  wir am Spätnachmittag auf 1.400 m Höhe bei 12°C unser Lager am Escondido Lake auf. Inzwischen befinden wir uns auf einem Breitengrad, der Nord-Marokko entspricht, aber dort hat‘s ja auch schon mal geschneit.

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Nochmal 240 km weiter südlich, vorbei an Las Cruzes, Richtung Osten finden wir in der Wüste New Mexicos den Aguirre Spring Campground. Zwar wieder über 1.700 m, aber bei fast 20°C endlich mal ein Platz, an dem man dem Outdoorleben frönen kann. Den Abend beschließen ein Lagerfeuer mit Countrymusik von Johnny und June Cash.

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Dienstag finden wir dann kaum 60 km weiter im Osten kurz vor Alamogordo eine neue Amerikanische Landschaft, die weiße Wüste von White Sands. Man glaubt fast schon wieder in einer Schneelandschaft gelandet zu sein, aber bei 20°C!? Barfuß erklimmen wir die höchste Düne und überblicken das weite weiße Sand(Gips)meer.

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Nachdem wir in Alamogordo unsere Lager aufgefüllt haben, geht es wieder auf die Straße. Es ist erst 15 Uhr, da geht noch was! Als wir am Abend am Brantley Lake, nördlich der Carlsbad Caverns unser Lager aufschlagen, immer noch in New Mexico, sind wir alle ziemlich geschafft. Wir haben in den letzten sieben Tagen 2.000 km gefahren. Jetzt sollten wir aber die Flucht vor Schnee und Kälte geschafft haben. Der zweite Abend in Folge, an dem wir den Tisch im Freien decken.

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Mittwoch haben wir uns einen Ruhetag verdient, mit bisschen Schreibarbeit. Morgen (?) geht’s dann nach Texas.

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