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22. - 26. Januar 2015 (km 146.603) Belize
Grenzort Santa Elena

Orange Walk - Lamanai - Belize City - St. Ignacio

Wir stellen das Auto vor der Schranke ab (daneben) und holen uns die Einreisestempel im Reisepass. Das Auto wird beim Zoll registriert. Ob wir Früchte, Gemüse, Fleisch oder Alkohol mitführen werden wir mit Hinweis auf Strafe bei Falschaussage gefragt. Der ängstliche Wolfram antwortet nicht, Iris behauptet frank und frei wir hätten nichts. Der Zöllner begleitet uns ans Fahrzeug und wirft einen Blick in den OF-EN.

OK, Sie müssen  noch 500 m zurück und die Reifen desinfizieren lassen. Das kostet 5 USD, was gleich 10 BZ$ sind. Jetzt kann die Schranke gelüftet werden und wir sind drin.

Zunächst begeistert die Straße und wir fühlen uns richtig wohl. Hier in Belize wird Englisch gesprochen, die Geschwindigkeitsbegrenzung außerhalb der Ortschaft liegt bei 55 mph = 90 km/h. Die Gallone Diesel kostet 7,3 BZ$ = 3,27 €, ein Liter also 0,86 €.

Mist, wir haben vergessen die obligatorische KfZ-Versicherung abzuschließen und müssen fast 10 km zurückfahren. Die Versicherungsgesellschaft hat ihren Sitz gleich 200 m hinter der Grenze (N18 29.094 W88 24.001). Für 30 USD = 60 BZ$ = 26,50 € bekommen wir den OF-EN für einen Monat versichert. Später erfahren wir, dass auch eine Versicherung für nur eine Woche möglich ist.

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Entspannt geht’s weiter, unser Ziel Victor’s Inn, eine Campsite in Orange Walk, knapp 55 km von der Grenze. Die Straßen werden bald richtig schlecht, Mexiko hat uns verwöhnt. Nach 1 ½ Stunden sind wir am Ziel aber nicht glücklich. Von Campingplatz keine Spur. Eher Abstellplatz für Schrottautos, dafür sollen wir 20 BZ$ fast 9 € zahlen?

Hey, da fahren wir weiter. Unsere ForeverMap-Karte zeigt ein Restaurant (N18 04.631 W88 33.418) direkt am Fluss, lass uns das anschauen. Hier werden wir freundlich von Lance, dem Sohn der Besitzerin begrüßt und wir finden auf der leicht sumpfigen Wiese direkt am „New River“ einen relativ festen Stellplatz. Das Lager Bier ist leider ausgegangen aber das 3. Stout schmeckt dann schon und dazu das von Lance bereitete Schweinekotelett. Geht’s uns wieder gut.

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Obwohl’s schon dämmert, muss Iris noch mal losziehen, und erkunden warum das Örtchen Orange Walk heißt. Zum Frisör könnt man auch mal wieder. Schneiden Sie auch Frauen? Rodriguez antwortet ohne Zögern, das ist doch das Gleiche. Naja ein bisschen kurz geworden, aber handwerklich einwandfrei geschnitten.

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Die Menschen im Ort sind aufgeschlossen und lassen sich auf kleine Schwätzchen und Empfehlungen ein. Zur Panificadora Popular (N18° 04.863 W88° 33.589) hier am Ort muss man unbedingt. Leckeres Frischgebackenes um 10 Uhr morgens und dann noch mal um vier. Aber auch gegen 18 Uhr fällt die Auswahl noch schwer.

Für den nächsten Tag buchen wir eine Bootstour zu den Ruinen von Lamanai. Um 9 Uhr werden wir abgeholt. Vorher warnt uns ein ca. 3 Meter langer Kaiman hier im Fluss lieber nicht schwimmen zu gehen. Dazu ist er keine 20 m vom OF-EN an Land gekommen.

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Auf der zwei Stunden Tour flussabwärts zeigen sich noch einige seiner Kollegen am Ufer. Unser Kapitän Ignacio ist gleichzeitig auch Führer und gibt uns immer wieder Hinweise auf Leguane, Affen, Fledermäuse und unzählige verschieden Vögel. Für Gustavo einen Spideraffen machen wir Halt und Iris überreicht dem flinken Kameraden seine schon erwartete Frühstücksbanane.

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Bei den Pyramiden angekommen, gibt es nach der anstrengen Bootsfahrt erst mal Lunch. Im Preis von 50 USD p.P. sind die Bootstour, Eintritt zu den Ruinen, Rumpunsch auf der Rückfahrt und Ignacios Führung durch Lamanai inbegriffen. Auf dem Spaziergang über das im Dschungel versteckte Ruinengelände kann er uns neben vielem Archäologischen auch einiges Botanisches vermitteln.

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Er warnt vor den Stacheln des „Give and Take Trees“, die beim Menschen zu sofortigem Fieber und starken Schmerzen bis hin zum Herzinfarkt führen. Gleichzeitig kann das Mark im Stamm aber diese Symptome auch wieder heilen. Deswegen Take and Give oder so.

Ignacio erzählt aber auch immer mal Mist, ob als Scherz oder ob er es selber glaubt kriegen wir nicht heraus. So behauptet er, mit Hinweis auf die Vielzahl der Menonitenkinder, dass dieser Glaubensgemeinde verboten sei Gummi zu nutzen. Angeblich würden sie nach dem Kauf eines Traktors sogar die Reifen entfernen und durch Eisenringe ersetzen.

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Von den über 70 Bauwerken der Ruinenstadt besuchen wir die vier best freigelegten. Zwei davon muss Iris zum Energieabbau auch besteigen. Als Belohnung gibt’s auch einen weiten Rundumblick über den Tropenwald.

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Um 14 Uhr treffen wir uns wieder alle am Boot. Wir sind 14 Passagiere, 3 Österreicher, 2 Franzosen, 7 Amis und wir zwei.
Die Rückfahrt dauert dann etwa 1 ½ Stunden und bei unserer Ankunft am Lamanai Restaurant begrüßt uns  die Schweizer Familie, die wir schon in Bacalar in Mexiko getroffen hatten. Die sind gerade mal nicht so glücklich, sie haben sich auf der sumpfigen Wiese festgefahren und probieren schon eine Weile wieder frei zu kommen.

Kurzerhand hängen wir das Mercedes-Bimobil auf festem Untergrund vor das Iveco-Bimobil. Wir befreien die europäischen Nachbarn aus ihrer misslichen Lage, obwohl die den Wechselkurs zum Euro freigegeben haben. So sind wir Deutschen halt, bedingungslos hilfsbereit!?

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Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Belize City, nur knapp 95 km. Das Land ist kaum größer als Hessen, da ist man gleich überall. Die ehemalige Hauptstadt liegt an der Karibikküste. 1961 war Belize City von einem Hurrikan zerstört worden und der Regierungssitz wurde weiter ins Landesinnere nach Belmopan verlegt. Trotzdem bleibt die Hafenstadt wirtschaftliches Zentrum und bevölkerungsreichste Stadt. (70.000 Einwohner, weniger als halb soviel wie Darmstadt).

Wir sind schnell durch und auf dem Weg zum Cucumber Beach Marina (N17 28.337 W88 14.888) überholt uns eine Motorrad mit zwei Kennzeichen. Das deutsche stammt aus Bad Hersfeld. Heini begrüßt uns und nach wenigen Worten beschließt er uns in den Yachthafen zu begleiten. Der 58-jährige hat einen Zeltverleih bei Bad Hersfeld, lebt aber seit einigen Jahren in den Wintermonaten hier in Belize.

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Er kennt das Land schon recht gut und kann uns etliche Hinweise geben. Wir essen gemeinsam im recht teuren Marina-Restaurant, bevor Heini weiter muss. Nach Anmeldung im Büro und Zahlung von 16,88 BZ$ installieren wir uns direkt am Kai unter einer Palme. Die Nacht ist ruhig und am nächsten Morgen bleiben wir noch einen Augenblick bis wir über das Internet im Restaurant unsere Polarbeartour am 30. Oktober in Churchill sowie den Zug von Thompson dorthin gebucht haben.

Nachdem das gesichert ist, geht’s noch mal die 8,5 km zurück nach Belize City. Die Swing Bridge soll eine "Weltattraktion" sein, nur hier zu besichtigen. Ganz so aufregend ist sie dann doch nicht. Zumindest solange sie nicht bewegt wird und das war leider heute morgen um 6 Uhr passiert. Wann das nächste Mal ist nicht rauszukriegen.

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Der Trick soll sein, dass nur vier Mann die mittig gelagerte Brücke aus ihrer verbindenden Position parallel zum Ufer drehen können. Der Fluss ist nicht sehr breit und viel Schiffsverkehr passiert da nicht. Die Brücke ist aber einmalig.

Jetzt schauen wir, ob es bei Simon (N17 30.266 W88 11.676) noch was Gegrilltes zum Lunch gibt. Der hat geschlossen und eigentlich sind wir ja auch noch satt vom Frühstück. Soll aber eine Empfehlung sein!!

Unser Ziel heute ist Ceasar’s Place kurz vor San Ignacio, auch nur 100 km westlich von Belize City und schon kurz vor der Grenze zu Guatemala. Den gibt’s aber nicht mehr, heißt heute Orange Gallery und ist ein Hotel, Restaurant und Giftshop. Camper sind nicht mehr willkommen und wir müssen etwas anderes suchen.

Zunächst versuchen wir’s in der nahen Menonitengemeinde Spanish Lookout. Die ist heute am Sonntag wie ausgestorben, kein Mensch auf der Straße. Und wir wollten doch die guten Lebensmittel hier beim Farmers Trading Center einkaufen.

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Hilft nix, wir müssen wieder zurück zum Western Highway. Am Abzweig zu diesem machen wir erst mal Rast bei Rosseley’s Inn (N17 13.595 W 88 55.374). Hier könnten wir auch über Nacht stehen bleiben, aber beim Essen merken wir, dass es  an der Kreuzung doch etwas laut zugeht. Es ist erst vier Uhr und noch mindest zwei Stunden hell.

Bis Inglewood Campground (N17 08.349 W89 05.234) sind es nur 25 km. Selbst wenn das nichts sein sollte bleibt noch Zeit etwas Passables zu finden. Auf dem Weg dorthin schauen wir uns schon mal San Ignazio an, wo es noch einen Campingplatz (N17 09.893 W89 04.224) gibt, für den wir uns nicht entscheiden. Wenn Inglewood gar nicht passt können wir da auch hin. Inglewood ist dann  ganz OK, wenn auch die Straße gut zu hören ist. Nach 22 Uhr wird’s dann aber ruhiger. Für 25 BZ$ ohne Strom mit WiFi haben wir Toiletten, Duschen und Wasseranschluss direkt am Platz. Der Elektrische Strom wird gezählt, aber unsere Batterie ist voll.

Zum Frühstück fahren wir am nächsten Morgen 3 km zurück nach San Ignazio. Bei Pop’s (N17 09.435 W89 04.228) gibt es den ganzen Tag Frühstück. Für uns gibt’s frisch zubereitete, leckere Hamburger für 5 BZ$. Zur Verdauung machen wir einen Rundgang durch den kleinen Ort, verprassen die letzten BZ$ und machen uns auf zur Grenze nach Guatemala.

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12 Kilometer sind es bis zum Grenzort Benque Viejo del Carmen. Im Office zahlen wir erst mal 38 USD Formalitätengebühr, erst dann bekommen wir die Ausreisestempel. Iris muss zu Fuß über die Grenze, Wolfram darf nachdem der Zoll die OF-EN Ausfuhr gestempelt hat mit dem Auto folgen. Alles geht zügig und entspannt.


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