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23. - 26. Februar 2014
(km 120.246) Brasilien
Grenzübergang Chui
Porto Alegre - Praia do Rosa

In Brasilien ist erst mal tanken angesagt; in Uruguay 1,30 € / Liter Diesel, hier werden nur 0,77 € aufgerufen.

Auch die Einreiseformulare in Brasilien sind schnell ausgefüllt und die Pässe gestempelt. Nur beim Zoll müssen wir zweimal nachfragen, weil wir nicht glauben wollen, dass es für den OF-EN kein neues Zollpapier gibt.

Brasilien Brasilien Brasilien

Das Nachfragen ist jetzt nicht mehr ganz so einfach. Obwohl wir in den letzten 3 Monaten doch schon ganz schön gut zurecht kommen mit der neu erlernten Sprache, sind wir hier mit unserem Spanisch am Ende. Nur noch sch, schs oder ãoo in diesem so melodischen brasilianischen Portugiesisch. Die Brasilianer verstehen Iris, aber wir verstehen nix mehr.

Brasilien Brasilien Brasilien

Vom Grenzort Chui fahren wir durch Gaúcho-Land längs der Küste nach Norden. Erst 250 km weiter in Rio Grande machen wir Stopp und versorgen uns mit Brasilianischen Real (1€ = 3,22 BRL). Die Fähre, die wir dann benutzen um nach San José do Norte zu kommen kostet 19,90 BRL.

Brasilien Brasilien Brasilien

Inzwischen ist es 18 Uhr und wir müssen einen Übernachtungsplatz finden. Von der RSC 101 verweist ein Schild auf das Restaurant Beira da Lagoa (S31 51.489 W51 55.937), klingt gut, nichts wie hin. Leider hat das Restaurant sonntags geschlossen, wir dürfen aber trotzdem im Wäldchen dahinter campieren. Iris erkundet die Gegend am Morgen, wir hätten auch am Strand entlang fahren können, wenn sie nicht am Abend gekniffen hätte.

Brasilien Brasilien Brasilien

Weil wir die Uhr in Brasilien wieder eine Stunde zurückgestellt haben (vier Stunden hinter Deutschland), wird es schon gegen 19 Uhr dunkel, zur früh um ins Bett zu gehen. Draußen regnet es, drinnen schauen wir eine Film auf dem Laptop; gemütliches Zuhause.

Am Morgen weckt uns Hufgetrampel, eine riesige Herde Pferde galoppiert am OF-EN vorbei zum Strand, Gaúcho-Land. Von unserem Bushcamp bis Porto Alegre sind es knapp 350 km. Wir erreichen den Ort am frühen Nachmittag. In der Touristinfo erfahren wir, dass die geplante Ostsrundfahrt mit der Linha Tourismo ausfallen muss, weil montags und dienstags die doppelstöckigen Busse nicht fahren.

Brasilien Brasilien Brasilien

Außerdem erhalten wir die Empfehlung nicht im Ort zu campieren, sondern einen der Strand-Orte ein bis zwei Stunden von hier aufzusuchen, wo es sichere Campingplatze gibt.

Also versorgen wirr uns nur mir einer SimCard von Claro-Brasil. Vivo soll zwar eine kompletterer Abdeckung Brasiliens bieten, aber dazu müssten wir weiter ins Zentrum fahren. Der Verkehr in der Millionenstadt lädt nicht dazu ein.

Brasilien Brasilien Brasilien

Auf dem Weg aus der Stadt verfahren wir uns erst einmal, weil die neue Brücke am neuen Fußballstadion noch nicht in unseren Karten eingezeichnet ist. Um 19 Uhr kommen wir bei Dämmerung am Camping Itapeva an um zu erfahren, dass hier im Naturpark Camping nur nach Reservierung möglich ist. Unglaublich, aber wir müssen weitersuchen :-(

Camping La Fazenda Carla (S29 19.787 W49 45.579) am Orteingang von Torres finden wir trotz Dunkelheit gegen
19.40 Uhr. Der Platz ist sehr gepflegt hat Strom, Wasser und sehr saubere Duschen, ist mit 50 BRL (15,50 €) aber auch nicht günstig. Dafür wird gegen die vielen kleinen Moskitos frisch duftendes Zitronella versprüht.

Im Reiseführer heißt es, die Provinz „Rio Grande do Sul hat zwar eine 500 km lange Sandküste, jedoch wenig schöne Strände. Das Seebad Torres ... bildet die rühmliche Ausnahme.“ Davon können wir uns am nächsten Morgen überzeugen. Da aber Massen von Touristen diesen weitläufigen Strand bevölkern, findet er dann doch nicht unser Interesse.

Brasilien Brasilien Brasilien

Praia do Rosa „ein Strand, wie aus dem Bilderbuch” soll unser Ziel sein. Die 220 km, größtenteils über die Autobahn BR101 sind bald geschafft und mit etwas Glück finden wir den Abzweig nach Praia do Luz und Praia do Rosa.

Die Orte sind in unseren OpenStreetMaps nicht genannt, und auch die Verbindungsstraße dorthin ist nicht eingezeichnet. Inzwischen sind wir aber so etwas wie Pfadfinder und werden belohnt. Auch wenn das Wetter etwas diesig ist und weiter zuzieht, der Strand strahlt weiss und wir strahlen mit.

Brasilien Brasilien Brasilien

Durch die Panorama-Fenster des Restaurants Casarão (S28 08.197 W48 38.551) beobachten wir bei leckerem Fisch Surfer und Strandläufer. Nach einem langen Strandspaziergang schlagen wir unser Lager gleich nebenan in traumhafter Küstenlage auf.

Brasilien Brasilien Brasilien

Der Regen des Vorabends und der Nacht ist schon um 9 Uhr morgens verdampft. Die Sonne strahlt und der Strand belebt sich. Es kostet auch einen reiferen Herren Konzentration, von den knappen Bikinis der Strandnixen nicht beim Schreiben abgelenkt zu werden.

Brasilien Brasilien Brasilien

Tchau (möglichst langgezogen, Tonhöhe abfallend).

27.02. – 7. März. 2014 (121.380)
Prais Rosa - Garipaba - Ilha S. Catarina - Blumenau - Santos

Nur mit dem Trost, dass es in Brasilien noch viele andere Strände geben wird, können wir uns vom geliebten Praia do Rosa losreißen. Die Sicht ist heute etwas besser und die Schneefelder, die wir uns noch vorgestern im Dunst nicht erklären konnten outen sich als weiße Sanddünen. Die Gegend hier ist sicher noch ein Geheimtipp.

Brasilien Brasilien Brasilien

Wir fahren 13 km zurück auf die SC434 und dort Richtung Nord-Nordsost bis Garopaba. Der angesteuerte Campingplatz Lagoamar enttäuscht sehr und wir fragen bei der Touristinfo nach Alternativen.

Dort erhalten wir auch die Empfehlung die Claro Brasil-SimCard im Handy gegen eine VIVO-SimCard einzutauschen, die eine deutlich zuverlässigere Abdeckung in ganz Brasilien bietet. Nachdem das erledigt, und die Wäsche in einer Wäscherei abgegeben ist, gehen wir direkt an der Strandpromenade essen. Die Empfehlung Al Andaluz ist nicht schlecht aber echte Begeisterung kommt nicht auf. Das später gefundene Bushcamp, ein Parkplatz oberhalb der kleinen Bucht Praia Da Vigia (S28 01.185 W48 36.629) macht da schon mehr Freude.

Brasilien Brasilien Brasilien

Von Garopaba führt unser Weg zur etwa 120 km nördlich gelegenen Insel Santa Catharina. Die Insel wird als Naturparadies beschrieben mit über 100 Stränden. Den touristisch erschlossenen Norden durchfahren wir nur kurz, den ruhigeren und touristisch  sanfteren Südteil wollen wir uns genauer ansehen.

Zunächst fahren wir in die Hauptstadt Florianopolis und von dort auf die dem Atlantik zugewandte Ostseite der Insel an die Praia do Mocambique mit ihrem über 7 km langen beigen Sandstrand. Im einfachen chilligen Camping Escoteiro Rio Vermelho (S27 31.621 W48 25.338) sind wir nahe am Strand und zahlen nur 30 BRL. Leider lädt das regnerische Wetter einfach nicht an den Strand ein.

Brasilien Brasilien Brasilien

Samstag morgen besuchen wir zunächst das Projekt TAMAR (S27 34.317 W48 25.756) zum Schutz der Meeresschildkröten im Ort Barra Da Lagoa. Die in dem Becken schwimmenden riesigen Tiere sind schon groß, aber es soll hier noch größere geben, wie die aufgestellten Modelle in Originalgröße zeigen.

Brasilien Brasilien Brasilien

Der Südteil der Insel ist tatsächlich viel ruhiger und wir genießen es an der Ostküste Richtung Süden zu fahren. Als es dort nicht mehr weitergeht, wechseln wir auf eine abenteuerliche Off-Roadstrecke an die Westküste, um dort  noch weiter nach Süden zu fahren.

Bei Ribeirao De Ilha machen wir Halt um ein Austern-Lunch einzunehmen. Ein Duzend naturbelassen, ein Duzend gratiniert und zwei Flaschen Mineralwasser für 60 BRL (20 €) das schmeckt und frischer als hier direkt aus dem Wasser können sie nicht sein.

Brasilien Brasilien Brasilien

Zurück am Lago Da Concicao schlagen wir unser Lager an den Dunas Logoas direkt an der Hauptstraße auf. Dort ist es dann doch etwas laut und nach zwei Stunden im grünen Gras direkt am See fahren wir um die Ecke, wo wir ein ruhigeres schönes Plätzchen für die Nacht finden (S27 36.459 W48 27.738).

Der Reiseführer schreibt es, und wir können es beobachten: Der Rückreiseverkehr nach Florianopolis fliest nur im Schritttempo, deshalb beschließen wir die Insel schon am Sonntagvormittag wieder Richtung Porto Belo zu verlassen. Von dort geht’s weiter zu den Stränden Praia de Bombas, wo auf dem Campingplatz für etwa 20 qm 30 EUR pro Nacht verlangt werden und nach Praia de Bombinhas, wo sogar 35 EUR als normal gelten. Da ist die Schweiz ja günstiger!

Über Mariscal fahren wir zurück nach Porto Belo wo wir um 11 Uhr erst mal am Strand frühstücken. Wohlgestärkt lassen sich auch wieder vernünftige Entscheidungen treffen und wir brechen auf ins "Europäische Tal".

Brasilien Brasilien Brasilien

Hier liegen die Siedlungen europäischer, vor allem deutscher Einwanderer. In Blumenau ist es richtig ruhig, viele Einwohner haben das lange Faschingswochenende für einen Ausflug an den Strand genutzt. Dem Ostsgründer Dr. Blumenau ist ein Museum gewidmet, das wir besuchen.

Brasilien Brasilien Brasilien

Im Parque Vila Hermanica, einem Messegelände dessen Eingang als mittelalterliches deutsches Städtchen gestaltet ist, ersteht Wolfram einen Aluminium-Bierkrug, dessen Geleinlage im Boden das Bier auch bei subtropischen Temperaturen kühl halten soll.

Von Blumenau fahren wir in das 26 km nördlich gelegene sehr ländliche Örtchen Vila Ituoupava. Dort betreibt das Ehepaar Jensen das Abendbrothaus (S26 43.891 W49 01.153), in dem nur ein Gericht serviert wird: Gefüllte Ente mit Rotkraut, Kartoffelbrei, Kartoffelsalat, Apfelmus, Rinderzunge, Sauerkraut, ja das gibt es alles auf einmal!

Es ist 16 Uhr und das Abendbrothaus nach dem Mittagsessen bereits geschlossen. Aber wenn Iris auf Ente programmiert ist, kann keiner ihrem Charme widerstehen und so öffnet auch Rene Jensen seinen Biergarten, schickt seine Frau wieder an den Herd und wir bekommen wahrhaft Köstliches serviert. Dazu ein kühles Bier von der örtlichen Brauerei Opa, selbstverständlich gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot.

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Unser Nachtlager dürfen wir auf dem Parkplatz von Nachbarin Hertha aufschlagen, die glücklich ist „echte„ Deutsche zu Gast zu haben.

Nach Pomerode fahren wir durch eine Mittelgebirgslandschaft. Wären da nicht Palmen, Bananenstauden und Kakteen, den Gebäuden nach könnte man sich in Deutschland wähnen.

Brasilien Brasilien Brasilien

Wir hatten uns vorgestellt in Pommerode einen deutschsprechenden Frisör zu besuchen, dem wir unsere Wünsche erklären können. Der Frisör versteht zwar kein deutsch, aber sein Handwerk. Wir sind jedenfalls mit dem Ergebnis zufrieden. Der Künstler bearbeitet uns beide etwa knapp eine Stunde und verlangt dafür umgerechnet 10 EUR, was unsere Zufriedenheit noch steigert.

Mit frischem Wind um die Ohren fahren wir nach Joinville, wo ebenfalls noch deutsches Brauchtum gepflegt wird. Davon haben wir inzwischen aber genug und wir suchen wieder Sandstrand. Nördlich von Joinville biegen wir bei Garnoa von der BR101 nach Osten ab, Ziel Guaratuba. Es ist Rosenmontag und die Brasilianer belagern die Strände. Im Schritttempo quälen wir uns durch den Ort Richtung Fähre um nach Matinhos überzusetzen.

Brasilien Brasilien Brasilien

So schnell wie die Fähre kommen wir dort nicht mehr weiter voran, auch hier sind die Straßen alle verstopft. Durch Zufall entdecken wir am nördlichen Ortsende Martinhos einen kleinen Strand, an dem wir unser Camp aufschlagen ( S25 48.737 W48 31.993). Es dämmert schon. In der Nacht wird der OF-EN von Regenschauern gewaschen und auch am Morgen nieselt es noch. Morgen-Strand-Wanderung:

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Schreib- oder Fahrwetter. Trotz des schlechten Wetters herrscht aber schon bald Betriebsamkeit um den OF-EN und wir entscheiden weiterzufahren.

Zunächst an Paranagua, dann an Curitiba vorbei fahren wir 350 km bis Iguape, wo wir hoffen mit Ende des Karnevals ein ruhigeres Plätzchen im Camping Beira Mar (S24 42.675 W47 28.855) zu finden. Die Eigner begrüßen uns überschwänglich freundlich, getrübt wird die Ankunft von Nieselregen und Moskitos. Unsere Versorgerbatterie im OF-EN muss wieder mal aufgeladen werden, aber leider gibt’s  hier im Camp nur eine 110 Volt Versorgung, mit der wir gerade eine weitere Entladung verhindern können. Mit ein Grund am nächsten Morgen wieder aufzubrechen.

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In dem malerische Örtchen Iguape wird gerade vom gestrigen Karnevalsumzug aufgeräumt. So gibt es nur einen kurzen Spaziergang zum Fotografieren bevor wir wieder zurück auf die Autobahn BR116 fahren. Die verlassen wir bald wieder um zurück an die Küste Peruibe zu fahren. Endlich leere Strände, es ist Aschermittwoch. Allerdings nieselt es immer wieder, keine Einladung für den Strand.

Und so geht’s weiter längs der Küstenlinie nach Norden. In Santos gießt es in Strömen und den Verkehr durch den Ort bewältigen wir nur Dank der Navi-Apps auf dem Ipad. Oft ist die Verkehrsführung hier nicht verständlich und Baustellen erschweren die Wegfindung zusätzlich.

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Auch heute sind wir wieder 300 km unterwegs und freuen uns, als auf dem Humatiá Campingplatz (S23 50.291 W46 07.735) der Besitzer Edgar Klettenhofer seine Deutschkenntnisse auspackt. Sein Großvater war 1920 hierher ausgewandert. Edgar war auch schon zweimal in Deutschland und sein Deutsch ist wirklich immer noch sehr gut. Der Platz hat großzügige, funktionierende Duschen, auch WiFi-Anschluss und heute von uns besonders gefragte 220 Volt Stromversorgung.

Wir hatten die letzen Tage schon mehrfach Mailkontakt zu unseren Schweizer Freunden Chrigi & Koelbi. Sie wollen ab dem 10 März für eine Woche in Rio sein. Da wir erst am 16.3. in São Paulo verabredet sind, um neue Stoßdämpfer für Mercedes in Empfang zu nehmen, entschließen wir uns den danach geplanten Rio-Besuch vorzuverlegen und uns den beiden anzuschließen. Sie campieren zur Zeit zwischen Ubatuba und Parati.

Die Region soll so schreibt der Reiseführer eine der landschaftlich schönsten des unteren Südostens sein, noch ein Grund mehr dorthin zu streben.

Kurz vor São Sebastão machen wir Halt in Toque Toque Pequenio. Hier hatten wir einen Stellplatztipp auf dem Parkplatz eines Restaurants. Die Sehnsucht nach unseren Reisegefährten ist aber größer als die Attraktivität dieses Ortes und wir fahren noch mal 140 km um Chrigi & Koelbi am Strand von Picinguaba (S23 22.521 W44 50.287) in die Arme zu schließen.

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Der Ort liegt inmitten der unberührten Natur des Parque Serra do Mar. Das so ein Fischerdörfchen auch noch ein Restaurant bietet, das Schlemmer wie uns zufrieden stellt, ist kaum zu glauben. Fischfilets, Calamares, Schrimps mit Bratkartoffel, Reis und frischem Salat, da  läuft uns noch beim Schreiben das Wasser im Mund zusammen. Dazu liebe Gesellschaft und die Aussicht auf eine gemeinsame Woche, was braucht’s mehr zum Glück?

7. - 14. März. 2014 (122.989)
Picinguaba - Pariti - Rio De Janeiro

Hier am Strand von Picinguaba gibt es verschiedene kleine Stände. Darunter auch einen, der Caipirinhas anbietet. Nachdem der Text für das Tagebuch steht, gibt es erst mal einen solchen zur Belohnung. Das Ergebnis, die Gestaltung muss warten,
caipidie Dinger haben’s in sich! Caipirinha (Guarani:Cai=Affe,Piri=chaos, nha=böse)

Trotzdem ist zum Aufbruch am nächsten Morgen alles in warmen Tüchern und wir können die 36 km bis Parati guten Gewissens antreten.

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Die historische Kulisse dieses unter Denkmalschutz stehenden Städtchens wurde schon für viele Filme und Videoclips genutzt. Auch uns begeistert dieses Örtchen, wenn auch der Nieselregen unseren Spaziergang über das von Sklaven verlegte Pflaster ein bisschen beeinträchtigt. Vielleicht ist der Regen auch der Grund, dass wir Pariti-Fans wie Mick Jagger, Tom Cruise und Linda Evangelista nicht begegnen.

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Der Campingplatz (S23 12.952 W44 42.754) liegt direkt am von kleine Bars gesäumten Sandstrand und ist ganz brauchbar. Nur das Stromnetz liefert wieder mal nur 110 Volt. Dafür zahlen wir nach Vorlage des ADAC Ausweises auch nur 20 BRL pro Nacht.

Am nächsten Tag ist die Strecke, die wir fahren etwas länger. Bis Recreiro, etwa 40 km vor Rio, sind es 225 km. Die Fahrt längs der Costa Verde bietet grandiose Blicke auf Buchten und Inseln mit endlosen Sandstränden. Wir halten am Strand von Concisçao für ein von Sambaklängen untermaltes Fischgericht. Unser Ziel ist der Campingplatz von Recreiro Dos Bandeirandes (S23 01.986 W43 29.345), es gibt keinen, der Rio näher liegt!? So kommt es, dass wir dort Lyn und Martin treffen, die schon einen Tag hier sind und planen von hier aus mit dem Bus Tagesausflüge nach Rio zu unternehmen.

Wir sitzen gemütlich zusammen und tauschen uns aus, da wird unsere kleine Deutsch-Schweizer Gesellschaft von Heike und Bernd verstärkt. Koelbi erkennt sofort den Alphacap-Aufbau auf dem Toyota Landcruiser und heißt die beiden Deutschen willkommen. Wieder einmal stellen wir fest, wie klein die Traveller-Gemeinde ist und wie viel gemeinsame Bekannte unterwegs sind.

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Montag morgen brechen wir gegen 10 Uhr nach Rio auf, die Rushhour sollte inzwischen vorüber sein. Die ersten 20 km längs der Küste kommen wir auch gut voran und erst als wir die "Berge" von Rio in einspurigen Tunnels durchqueren müssen, wird es eng. Die Cariocas, so werden die Einwohner Rios genannt, kennen das Reißverschlusssystem und nutzen es auch, es sei denn eine Ampel stört den Verkehrsfluss. Diese wird dann missachtet, jeder sieht grün viele glauben das sei ein Zeichen zum Hupen.

Wir wollen am Strand von Ipanema kurz anhalten um die Bar zu besuchen, in der das "Girl von Ipanema " komponiert sein soll. Aus dem geplanten Barbesuch wird mangels Parkplatz nur ein kurzer Fotostop, Wolfram im Auto, Iris an der Kamera.

Brasilien Brasilien Brasilien

Auch längs der Copacabana ist für den OF-EN kein Parkplatz zu finden und so fahren wir weiter Richtung Santa Teresa, wo wir für 3 Nächte eine Pousada gebucht haben. Der Weg dorthin ist abenteuerlich, weil sich die meisten Gässchen als Einbahnstraßen, Sackgassen oder für den OF-EN zu eng herausstellen. Wir schaffen es trotzdem und finden mit Casa Aurea -www.casaaurea.com-  (S22 55.386 W43 11.301) in der Rua Áurea 80 ein absolut chilliges Plätzchen.

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Cornelius der Besitzer ist in Rio geboren, seine Deutsch/Schweizer Eltern haben ihn unsere Sprache gelehrt. Er heißt uns ebenso willkommen wie seine Frau, die in der USA aufgewachsene Israelin Regina. Sofort fühlen wir uns wohl, Regina führt uns durch die von Skulpturen und Bildern reich bestückte Casa und erklärt, was wo gut und richtig ist in Rio De Janeiro.

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Auch Katrin und Tochter Johanna sind hier abgestiegen, die Mutter besucht die Architekturstudentin in ihrem Auslandsjahr. Wir können bewundern wie schnell die junge Studentin das aus unserer Sicht schwierige Barsilien-Portugiesisch gelernt hat. Gemeinsam nehmen wir das Abendessen im Künstlerbistro Cafesito (S22 55.277 W43 11.193)um die Ecke ein. Für danach hat Regina uns den Tipp gegeben, den Platz zu besuchen, wo der Samba geboren wurde.

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Vor lauter Menschen finden wir kaum mehr einen Platz auf der steilen Straße, zu deren Füßen eine kleine Gruppe Musiker jamen. Bald wiegen Jung und Alt von den Klängen, Bier, Caipi, und Gräsern beschwingt die Hüften. Wolfram merkt bald, dass er wohl der Älteste auf dem Platz ist, was aber nur ihn stört. Trotzdem ziehen wir uns gegen 23 Uhr wieder in unsere Casa zurück.

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Für den Dienstag buchen wir bei dem netten und kompetenten Roberto (Tel. 55- 21 979517240) eine ECO – Tour in seinem antiken Jeep. Vier Stunden für 90 BRL pro Person, die sich absolut lohnen. Die meiste Zeit bewegen wir uns in Rios Parque Nacional Tijuca, dem "größten innerstädtischen Urwald der Welt". Wir unternehmen einen kleinen Spaziergang zu einem Wasserfall und eine Klettertour zu einem weiteren, an dem wir sogar duschen können.

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Immer wieder halten wir an berauschenden Aussichtspunkten, die Blicke über Rio de Janeiro zulassen, die überzeugen, es ist die schönste Stadt der Erde, die wir bisher gesehen haben.

Zum Abschluss der Tour machen wir Halt am Mirante Dona Marta, von hier haben wir einen besseren Blickwinkel auf die Christus Statue als vom 709 m hohen Corcovado Hügel, auf dem sie steht. Auch der Zuckerhut mit seiner Seilbahn ist von hier so gut zu sehen, dass wir auf einen näheren Besuch verzichten.

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Inzwischen sind aus den 4 Stunden 5 ½ geworden und Roberto liefert Katrin und Johanna im Hotel ab. Chrigi, Koelbi und wir legen nochmals 15 BRL pro Person drauf und lassen uns von Roberto in ein kleines Restaurant am Rande einer Favela bringen.

Wieder mit einem unbeschreiblichen Blick über Rio trinken wir ein paar eiskalte Bier und genießen frittierten Fisch dazu, während die Sonne langsam am Horizont verschwindet. Zum wiederholten Mal stellt sich die Frage, gibt es einen schöneren Fleck auf Erden ? Aber wir wollen es gar nicht wissen, wir leben das Jetzt.

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Mittwoch wollen wir die Stadt noch in ihrem Zentrum kennenlernen und starten zu einem Rundgang vorbei an Teatro Municipal, Museo Nacional de Belas Artes, an Kirchen, durch Kirchen bis wir nach 3 Stunden von der Sonne, Straßenlärm und Trubel total geschafft sind. Heute ist Rio nicht schöner als jede andere Metropole. Erst in der Casa Aurea können wir wieder in den Hängematten entspannen und freuen uns auf den Abend. Cornelius grillt seine Spezialität, Picanha??

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Dies sind Fleischstückchen von der Rinderhüfte mit leichtem Fettrand. Für die wenigen Nichtfleischesser legt Cornelius noch einige Duzend Hühnerbeine auf den Grill, wunderbar mariniert. Dazu gibt’s Knobi-Brötchen, Salat, und Argentinische und Chilenische Rotweine. An Wein haben die Brasilianer nichts eigenes Überzeugendes zu bieten. Der Abend wird lang und als Paolas Freund gegen 22.30 Uhr auftaucht erhält er seinen krönenden Abschluss.

Paola stammt aus Buenos Aires und ist nach Rio gekommen um hier eine Tangoschule zu eröffnen. Das hat leider nicht geklappt, weil wie sie meint, die Cariocas nur mit den Hüften wackeln wollen (was die Mädels nach Wolframs Beobachtung auch bestens können). Sie arbeitet jetzt hier in der Casa Aurea an der Rezeption und beweist mit ihren Freund, dass es auch mit der Tangoschule hätte klappen können.

Der Abschied am nächsten Morgen ist schwer, ob wir noch mal hier her zurückkommen? Chrigi und Koelbi werden wir jedenfalls wiedersehen, da sind wir uns sicher.

Die Tagesetappe ist kurz, nur 40 km zurück zum Camping Recreio (S23 01.986 W43 29.345). Hier treffen wir Lynne und Martin wieder, die sich mit uns darüber freuen.

Brasilien

Wir haben diesen Platz gewählt um bevor wir morgen nach São Paulo weiter fahren in Ruhe die Erlebnisse der letzen Tage im Tagebuch festzuhalten.

15. – 25. März 2014 (km 123.352)
Rio de Janeiro - São Paulo - Miranda - Bonito

Samstag Morgen verabschieden wir uns von Lynne und Martin und brechen auf nach São Paulo. Ursprünglich wollten wir ja die drittgrößte Stadt der Welt mit 10-spurigen Autobahnen und endlosen Autoschlangen meiden.

In Joinville hatten wir dann Camilla und Danilo aus São Paulo kennengelernt, die uns helfen wollten eine Werksatt zu finden, wo wir die hinteren Stoßdämpfer wechseln lassen können. Außerdem ist Wochenende und der Verkehr sollte entsprechend beruhigt sein.

Die ersten 70 km vom Recreieo Camping bis zur Autobahn verlaufen etwas zäh, auf dem Highway geht’s dann zügiger voran. Außer den Mautstops gibt’s kaum eine Abwechselung. Um 18 Uhr sind wir am vereinbarten Treffpunkt, einer Raststätte. Hier wollen uns die beiden mit dem Motorrad abholen und in die Stadt lotsen. Sie verspäten sich etwas, weil auch die Einheimischen sich verfahren hatten ;-)

Brasilien Brasilien Brasilien

Inzwischen wird es dunkel und beginnt kräftig zu regnen. Bis zur Adresse der beiden, wo wir auf einem bewachten Parkplatz über Nacht stehen können, fahren wir eine Stunde Stop-and-Go. Die beiden tauschen nur kurz ihre durchnässten Kleider gegen trockene und wir steigen in Danilos Auto um eine Pizzeria aufzusuchen.

Die Paulistas sind geradezu süchtig auf Pizza und sogar die italienischen Immigranten geben zu, nirgendwo eine bessere gegessen zu haben. Das können wir nach 2 Stunden nur bestätigen. Inzwischen ist es 22 Uhr und da wir noch eine halbe Stunde Rückweg zu unserem OF-EN haben, verzichten wir auf einen Barbesuch mit Musik.

Nach dem Frühstück im Apartment der Beiden mit brasilianischem Käsegebäck und leckerem Kuchen verabschieden wir uns von Camilla und Danilo um ins Hyatt Hotel zu wechseln. Dort treffen wir unseren Freund Toni. Der Flugkapitän hat zwei Stoßdämpfer für unseren OF-EN mitgebracht, die wir gegen die verbrauchten austauschen lassen müssen.

Gemeinsam mit Toni verbringen wir einen kurzweiligen und chilligen Nachmittag am Pool des Nobelhotels und bevor wir in eine Churrascaria wechseln genießen wir noch das gepflegte Badezimmer mit Wanne.

Beim Abendessen lernen wir Copilot Harry und den größten Teil der 17-köpfigen 747-Crew kennen. Alles nette, unterhaltsame Erdenbürger und so nehmen wir am Hotelpool gemeinsam noch (einen) Absacker.

Entsprechend schwer ist das Aufstehen am nächsten Morgen und es ist 11.30 Uhr als wir uns von Toni verabschieden um die Werkstatt aufzusuchen.

Für die vom GPS errechneten 15 km brauchen wir etwas mehr als eine Stunde. Der Tacho zeigt 24 km. Es ist nicht immer ganz einfach rechtzeitig die Spur zu wechseln um abzubiegen. Die Folge erst 2-3 km später bietet sich die nächste Möglichkeit.

Brasilien Brasilien Brasilien

Trotzdem erreichen wir unser Ziel unversehrt und stellen fest, dass wir bei der Werkstatt Posto do Molas (S23 33.972 W46 36.476) bestens aufgehoben sind. Sofort, mit Ende der Mittagspause beauftragt der Chef Ricardo einen seiner Mitarbeiter mit dem Stoßdämpferwechsel. Auch ohne viel Portugiesisch-Kenntnisse unterhält sich Iris prächtig mit Ricardo und seinem Partner, besten Freund wie er sagt, Marcello.

Um 15.30 Uhr sind die Dämpfer gewechselt. Wir zahlen dafür 200 BRL keine 70 Euro und beschließen heute noch São Paulo zu verlassen. Nicht ganz einfach, aber um 18.30 Uhr, es wird schon dunkel, haben wir noch 160 km geschafft.

Zu empfehlen ist der Posto an dem wir stoppen nicht, aber besser als im Dunkeln herumzuirren. Schon früh am Dienstag brechen wir auf, heute wollen wir Strecke machen. Es geht Richtung Westen, der Pantanal, das größte Überschwämmungsgebiet der Erde ist unser Ziel.

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Um die Mittagszeit machen wir Halt in Baurú um Geld und Diesel aufzutanken, im Supermarkt füllen wir unser Lager auf. Ansonsten beeindruckt uns der Ort kaum. Als wir gegen 17.20 Uhr in Tres Lagoas auf einem Parkplatz gegenüber dem Hotel OT unser Lager (S20 56.766 W51 43.168 ) aufschlagen sind wir 560 km gefahren und haben über 20 € Autobahngebühren bezahlt.

Im Hotelrestaurant werden wir aufgeklärt, dass hier in der Provinz Mato Grosso Do Sul die Uhren gegenüber São Paulo eine Stunde zurückzustellen sind. Wir sind also jetzt 5 Stunden hinter Europa und die Restaurantküche öffnet erst um 17 Uhr. Wir genießen einen entspannten Sonnenuntergang auf der Terrasse. Am nächsten Morgen ist Iris nicht aufzuhalten, den vielen sportlichen Einheimischen bei ihrer Runde um den See zu folgen, danach können wir unsere nächste Etappe Richtung Pantanal antreten.

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Von Tres Lagoas bis Campo Grande der Provinzhauptstadt sind es noch 350 km. Die Landschaft, die wir durchfahren ist beruhigend sattgrün und der Himmel zeigt uns mit heftigen aber nicht lange andauernden Regenschauern warum.

Auch bei Mercedes in Campo Grande (S20 30.732 W54 36.171) scheinen die Mechaniker auf uns gewartet zu haben. Alles wird stehen und liegen gelassen und wir bedient. Ein Ölservice ist fällig und die STAR-Diagnose zeigt, dass zwei Glühkerzen zu tauschen sind. Leider ist nur eine vorrätig, besser als keine.

Der After-Salesmanager Señhor José Fernando Amaral heißt uns auf Englisch willkommen und verrät, dass wir uns bei Mercedes überall auf der Welt zu Hause fühlen dürfen. Mit dem Werkstattmeister parliert Wolfram über Google-Translator. Die Rechnung nach 1 ½ Stunden Werkstattleistung ist mit 270 € nicht überzogen. Die Glühkerze schlägt dabei alleine mit 130 € zu Buche, die Arbeitszeit mit 92 €.

Die Nacht verbringen wir auf dem bewachten Parkplatz (S20 30.021 W54 37.015) der Universitätsklinik. Absolut ruhig und sicher, sodass wir um 6 Uhr, als wir den Platz verlassen müssen, gut ausgeschlafen sind. Den Vormittag erfahren wir die Ortschaft mit kurzen Einlagen zu Fuß.

Am Nachmittag ist die Pantanal Ranch Mandovi bei Miranda unser Ziel. Die kleine Fazenda gehört der Schweizerin Miriam und dem Kadiwéu – Indianer Marcello Yndio. Zumindest war das so, als der Stefan Loose Reiseführer 2011 aufgelegt wurde. Heute ist die Ranch verkauft und es dauert etwas, bis wir dem neuen Besitzer klarmachen, wen wir suchen.

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Er verweist an die Tankstelle, diese ans Café-Restaurant Hora Zero. Hier kennt man Marcello Yndio und bittet uns zu warten. Nicht lange und Ekta, eine in London geborene Inderin begrüßt uns in bestem Englisch. Sie ist Praktikantin bei Marcellos Agentur Explore Pantanal (explorepantanalyndio@gmail.com, (67) 9638 3520) und lotst uns zur neuen Adresse (S20 14.508 W56 22.838).

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Dort heißt uns auch der Chef willkommen. Wir dürfen vor seinem Haus campieren, werden mit Wasser und 220 Volt Strom versorgt. Auch Marcello spricht hervorragend Englisch und wir wissen bald, wie unsere nächsten Pläne aussehen.

Morgen Freitag werden wir über die Estrada Parque Richtung Corumba fahren und auf eigene Faust die ersten Eindrücke des südliche Pantanal aufnehmen. Heute Abend machen wir aber erst nochmal einen Spaziergang durch den Ort und fotografieren die vielen Tukane bei Sonnenuntergang.

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Um 9.30 Uhr geht’s los, bis zum Abzweig von der BR262 sind es knapp 105 km. Die dann beginnende Piste ist der Weg in die Pantanal-Natur. Es ist nicht der schlechte Weg, der uns für die 135 km bis zurück auf die Schnellstraße bei Corumba fünf Stunden brauchen lässt.

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Die Natur fordert immer wieder auf anzuhalten, zu staunen und zu fotografieren. Echsen und Kaimane kreuzen die Straße, Wasserschweine und unzählige bunte Vogelarten leben am Rand.

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Um über den Rio Paraguay zu kommen müssen wir auf die Fähre warten, die uns als einzige Fahrgäste übersetzt. Der gesprächige Ernesto mit seinem Sohn verkürzt uns die Überfahrt. Wir erleben wieder mal einen Tag, wie nicht jeder auf unserer Reise sein kann und sind besonders glücklich.

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In Corumba an der Bolivianischen Grenze machen wir Halt an der Bar Villa Bella (S18 58.876 W57 39.399), wo uns Besitzer Franco auch herzlich begrüßt. Er weist uns einen Parkplatz vor seinem Wohnhaus in der Nachbarschaft zu und wir essen nicht nur dafür in seinem Lokal zu Abend. Auf der Terrasse mit traumhafter Aussicht auf den Pantanal genießen wir Sonnenuntergang und Happy Hour.

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Die Nacht beginnt ganz friedlich, auch die Live-Musik aus der Bar ist nicht störend. Gegen 23 Uhr beginnt dann aber die Party auf dem 200 m entfernten Marktplatz. Immer mehr Autos wollen die Lautstärke ihrer Musikanlagen messen und drehen ihre Runden in dem ansonsten ruhigen Wendehammer.

Die Bässe der Anlagen sind teils körperverletzend und Wolframs Toleranzgrenze ist schon um 2 Uhr früh überschritten. Da wir keine Waffen mit uns führen muss er das Stadtleben noch bis 4.30 Uhr früh ertragen, als endlich Ruhe einkehrt.

Die morgendliche Laune ist entsprechend, und das Misslingen die 85 € teure, bei Garmin erworbene Südamerika Karte auf das reparierte GPS aufzuspielen baut ihn auch nicht auf. Erst als Iris mit ihrer Engelsgeduld die Aufgabe erledigt, beginnt der Tag sich aufzuhellen.

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Samstags öffnet die Estacão Natureza Pantanal erst um 14 Uhr, hier will man uns die Tierwelt des Pantanal auf interaktive Weise nahe bringen, allerdings auf portugiesisch. Der Versuch dauert nicht lange und wir wechseln ins nahe Museu de História do Pantanal (S18 59.847 W57 39.296). In dem schönen Kolonialgebäude erfahren wir in 3 Stockwerken viel über die über 8000 Jahre währende menschliche Besiedlung des Pantanals.

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Gegen 15.30 Uhr sind wir infogesättigt und fahren über die BR262 wieder Richtung Südost. In der naturnahen wunderschönen Lodge Passo Do Lontra (S19 34.644 W57 01.240) treffen wir Marcello Yndio und Branco, den in der Schweiz lebenden Serben. Gemeinsam wollen wir am nächsten Tag die Bootstor auf dem Río Miranda unternehmen. Wir verabreden uns für 7.30 Uhr.

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Der Tag beginnt nur leicht wolkenverhangen und unsere Erwartungen sind hoch. Über drei Stunden tuckern wir ruhig über den Fluss, halten an wo es etwas zu sehen gibt. Marcello erklärt oder immitiert die Tierstimmen so exakt, dass zum Beispiel die Otter ganz aufgeregt aus ihren Höhlen kommen um zu sehen wer hier ruft.

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Vom Miranda geht es in den Río Vermelho, wieder mal Natur pur, Geflügel aller Art, Kaimane, Wasserschweine, Otter, Brüllaffen. Als wir für einen Lunch gegen 11 Uhr wieder am Hotel anlegen haben wir schon mehr als 500 Bilder gemacht.

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Die Pause tut gut und wir diskutieren ob wir am Nachmittag eine Wanderung in den Regenwald unternehmen wollen. Allerdings verderben uns die vielen Moskitos diesen Spaß. Die Regenzeit hat in diesem Jahr deutlich verspätet begonnen und hält entsprechen länger an, mit ihr die Moskitoplage.

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So gibt’s nach dem hervorragenden Lunchbuffet nur einen kurzen Verdauungsspaziergang auf den zum Hotel gehörenden Laufstegen. Um 15 Uhr starten wir gemeinsam zum zweiten Teil der Bootstour. Der Fahrtwind verscheucht die Moskitos und bietet etwas Kühlung.

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Es geht noch etwas weiter in den Río Vermelho hinein, um uns erst spät gegen 17 Uhr auf den Rückweg nach Westen zu machen, dem Sonnenuntergang entgegen.

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Für die Bootstor mit Marcello haben wir jeder 200 BRL (ca. 62 €) bezahlt inklusive Lunchbuffet und wir wissen jetzt, dass wir nichts Wertvolleres für dieses Geld hätten bekommen können. Marcello ist mit Sicherheit einer der besten Pantanal-Guides.

Montag fahren wir zurück nach Miranda, kaufen ein beim gut sortierten Supermerkato Nacagami (S20 14.249 W56 22.734 ) und von dort nach Bonito, insgesamt etwa 240 km. Bonito und Umgebung werden gelobt für hunderte von Wasserfällen, Seen und Flüssen mit glasklarem Wasser. Allerdings sind viele dieser Attraktionen nur über Agenturen zu buchen, da sie nur über das Privatgelände von Fazendeiros zu erreichen sind oder auf diesen liegen.

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Wir steuern also das Balnéario de Camping Do Gordo (S21 09.514 W56 25.404) an. Der Platz bietet Bademöglichkeiten im Fluss und Spazierwege durch den Busch. Wenn da nur diese vielen Moskitos nicht wären. Für 30 BRL pro Person und Tag erhalten wir neben wunderschöner Natur, Wasser, 220 Volt Strom, Duschen, Toiletten, Grillmöglichkeit, überdachte Sitzplätze und Trilliarden von Moskitos.

Selbst dick eingesprayt kommt Iris nach einem kurzen Ausflug in den Busch total verstochen zurück. Auch Wolfram versucht ein Bad im Fluss mit den vielen Doraden, doch nicht ohne auch mit unzähligen Stichen bestraft zu werden.

Aber so lange wir hinter Gittern im OF-EN sitzen, können wir ungestört eine Menge Material fürs Tagebuch bearbeiten.

26.03. – 03. April. 2014 (125.797)
Bonito – Jardim – Foz do Iguaçu

Mittwoch fahren wir vom Balneario Do Gordo (S21 09.514 W56 25.404) zurück nach Bonito. Zwischendurch machen wir Halt am Balneario Municipal, wo man laut Reiseführer schön baden kann, öffentlich und ohne Gebühren. Am Eingang werden jedoch 25 BRL p.P. für den Tag ohne Übernachtung gefordert, und erst mal schauen, was wir dafür geboten bekommen geht nicht. Die Zeiten ändern sich.

Wir fahren noch auf den benachbarten Campingplatz, der bis auf zwei Zelte verwaist ist, hier kümmert sich niemand um uns. In Bonito kaufen wir ein und suchen ein Restaurant indem wir Kaimanfleisch (Jakaré) essen können.

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Das finden wir im Castellabake Jakaré (S21 07.798 W56 28.947) am südlichen Ortsende. Hier haben wir auch noch schnelles Internet und können das neue Tagebuch hochladen. Das Jakaré ist mager, erinnert geschmacklich etwas an Fisch mit einem Biss, wie zarte Calamares; wir finden - ein Genuss!

Von Bonito fahren wir 80 km weiter nach Süden bis Jardim. Da wir schon kurz nach 18 Uhr wieder mal von der Dunkelheit überrascht werden - wir können uns an die Zeit einfach nicht gewöhnen oder haben sie uns abgewöhnt - bleiben wir auf einer Shell Tankstelle zwischen Brummifahrern über Nacht.

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Früh, als der Verkehr losgeht hat die Ruhe ein Ende und auch wir ziehen weiter, natürlich nicht ohne ein leckeres Frühstück im OF-EN. Erst nach Osten bis Maracaju, dann nach Süden, Dourados, Juti, Navirai bis Guaíra, insgesamt 480 km durch Agrarlandschaft, Weiden und vor allem riesige Maisfelder.

Vor Guaíra überqueren wir den Río Paraguay und kommen ins Bundesland Paraná, wo die Uhr wieder eine Stunde vorgestellt wird. Bis Sonntag, wenn in Deutschland die Sommerzeit beginnt sind wir wieder nur noch 4 Stunden hinter unserer Heimat.

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Am Bootshafen von Guaíra finden wir einen ruhigen (S24 04.605 W54 15.387) Übernachtungsplatz. Beim traumhaften Sonnenuntergang geniesen wir den Blick auf den hier fast 4 km breiten Río Paraguay.

Bis Foz do Iguaçu sind es nur noch etwa 280 km und wir sind gegen Mittag da. Die Größe des Ortes überrascht uns und wir schaffen es wieder Abfahrten zu verpassen und unnütze Schleifen zu drehen. Trotzdem finden wir Pizza Foz, eine Empfehlung aus dem Reiseführer. Dort wird allerdings erst um 17 Uhr geöffnet.

Trotz leerem Magen bleiben die Nerven entspannt und wir fahren auf den Campingplatz Paudimar Campestre (S25 35.953 W54 31.495), der schon in der Stadt als "Auberque da Juventude" ausgeschildert ist. Hier treffen wir die, ebenso wie wir, jung gebliebenen Schweizer Maggie und Ruedi, mit denen wir in Argentinien ins neue Jahr gefeiert hatten. Dazu lernen wir Katrin und Matthias kennen, die mit einem Landrover Defender 110 mit Dachzelt unterwegs sind.

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Die beiden leben in der Gegend von Ingolstadt und haben sich ein halbes Jahr Auszeit genommen um Südamerika zu bereisen. Patagonien hatten sie schon mit dem Motorrad kennengelernt und so sind jetzt das nördliche Argentinien, Chile, Peru Bolivien, Paraguay und das südliche Brasilien auf der Tourlist. Wir verstehen uns sofort prächtig und freuen uns auf die gemeinsamen Tage.

Der Sonntag ist zum Ruhen da, wir gewöhnen uns ein, orientieren, sortieren uns und sichern unsere Reisepläne durch Rückfragen bei den ortserfahrenen Nachbarn.
Bevor wir Montag mit dem Bus nach Argentinien aufbrechen verabschieden wir uns von Maggie und Ruedi, die Richtung Atlantik weiterziehen.

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Der Campingplatz ist supergepflegt und bietet allen Luxus, den man wünscht. Es ist der beste Platz in Südamerika seit unserem Reisebeginn vor 5 Monaten. Er bietet neben schnellem WiFi, Traumduschen, Pool und Restaurantbar auch organisierte Ausflüge zu den Wasserfällen.

Wir haben einen Bustransfer für 35 BRL p.P. (12 €) und den Eintritt zu den Fällen auf argentinischer Seite für 65 BRL p.P. (21 €) gebucht, weil wir nicht mehr genug argentinische Pesos haben. Es sind etwa 25 km Fahrt über die Grenze bis zu den Fällen. Der Eintritt vorort kostet für Nichtsüdamerikaner 170 Pesos, 15,50 € nach offiziellem Wechselkurs. Also argentinische Pesos mitbringen!!

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Die ersten Ausblicke auf die Fälle finden wir etwas enttäuschend, vielleicht liegt das  aber auch am diesigen Wetter!? Wir wandern etwa 2 Stunden auf ausgezeichneten Waldwegen, die immer wieder Blicke auf die großen Fälle freigeben, oder direkt zu einzelnen Fällen führen. Die Iguazufälle bestehen, je nach Jahreszeit aus bis zu 270 Einzelfällen, verteilt auf 2,7 km Länge, der höchste ist 90 m hoch.

Man kann auch adrenalinfördernd dicht an die Abbruchkanten, trotzdem oder darum kommt nicht die große Begeisterung bei Wolfram auf. Erst als wir am Nachmittag 2,5 km mit einer offenen Bahn bis zur Station Garganta del Diabolo fahren und noch einen Kilometer bis zum Teufelsrachen über aufgestelzte Wege spazieren, nimmt der Eindruck zu. Die Wassermassen, die hier in die Tiefe stürzen sind gigantisch und man spürt die Macht der Natur eindringlich.

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Soviel Energie an einer Stelle gebündelt findet man sicher nicht mehr oft auf der Erde. Durchnässt wandern wir zurück zur Bahnstation und stellen Vergleiche mit den Viktoriafällen an. Doch die neuen Eindrücke müssen sich erst setzen, ein für uns endgültiges Urteil muss warten.

Auf dem Weg zurück ins Camp in Brasilien zeigt auch der Himmel, dass er Mengen von Wasser hat. Das ist aber noch gar nichts, gegenüber dem, was wir in der Nacht erleben. Wir fühlen uns im OF-EN unter einen Wasserfall versetzt, so prasselt es aufs Dach. Draußen schwimmen nichtbefestigte Teile über den Platz davon, so geht es über 1 ½ Stunden.

Am nächsten Morgen sehen wir die reinigende Wirkung von Wasser, der Himmel ist klar, die Sonne strahlt und gegen 11 Uhr ist alles wieder trocken. Den Tag verbringen wir mit Bilder sortieren und  Erfrischungen im und am Pool. Gegen Abend nehmen wir gemeinsam mit Katrin und Matthias den Bus in die Stadt.

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Pizza Foz hat heute geöffnet und bietet neben Pizza auch leckere Fisch- und Fleischgerichte. Was serviert wird schmeckt super lecker, ist allerdings nicht gerade günstig. Das Bier ist etwas kalt, wenn man es nicht lange stehen lässt, was bei Matthias und Wolfram auch nicht passiert. Trotzdem sind die beiden auf dem Weg zum Taxi noch durstig und kehren in einer Bar ein, auf deren Terrasse, der Straßenrand, der Barkeeper Daniel de la Vega gerade mit einem Freund die Gitarre stimmt. Die Bar feiert heute ihre erstmalige Eröffnung, wir sind seine ersten Gäste.

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Wir sind und bleiben bis 4 Uhr früh auch die einzigen Gäste, die Musikwünsche kommen nur von uns und so kann Matthias mit kräftiger und guter Stimme manches Stück begleiten. Trotz der frühen Stunde findet sich ein Taxifahrer, der allerdings erst geweckt werden muss.

Für 35 BRL werden wir in unser Camp gebracht, wo wir den Vormittag verschlafen. Eigentlich wollten wir ja heute die brasilianische Seite der Fälle besuchen und unsere neuen Freunde ihre Brasilien-Tour fortsetzen. Das wird erst mal verschoben und mit ein paar Runden im Pool, lesen und ansonsten Ruhe starten wir bei Sonnenschein in den neuen Monat.

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Mittwoch heißt es dann doch Abschied nehmen. Katrin und Matthias fahren uns noch zum 6 km entfernten Eingang zu den Fällen im Parque Nacional do Iguaçu. Dort erstehen wir Eintrittskarten für 49 BRL p.P. (etwa 16 €) und fahren mit dem offenen Doppeldeckerbus bis zum ersten Aussichtspunkt. Für uns ist sofort klar, von der brasilianischen Seite sind die Fälle eindrucksvoller, weil in ihre Gesamtheit überschaubar.

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Längs des Ufers des Rio Iguaçu wandern wir immer näher an den mächtigen Teufelsrachen heran. Heute haben wir auch strahlendes Wetter, was die Begeisterung steigert. Auch hier in Brasilien führt ein Steg bis an den Teufelsrachen. Hier auf einer Zwischenebene, von der man die Macht des Wassers nochmals deutlicher erlebt.

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Von dieser Zwischenebene führt ein Fahrstuhl in die Höhe bis kurz vor die Abbruchkante, gigantisch! Hier oben können nicht schwindelfreie zusätzlichen Mut beweisen. Der Blick durch die Gitterroste der Laufstege dringt mindestens 60 m in die Tiefe.

Das reicht dann auch, wir spazieren noch einige Schritte weiter und sehen die Menschen auf den Laufstegen auf argentinischer Seite, die, wie wir vor zwei Tagen in den Teufelsschlund blicken.

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Hier könnte man noch eine Bootstour in den Wasserfall buchen, aber was passiert, wenn der Motor ausfällt!? Trotzdem schafft es noch eine Ausstellung von Edelstein-Skulpturen von Amsterdam Saur unser Interesse zu fesseln. Die hier aus Stein geformten Vögel werden mit über 35.000 BRL (fast 12.000 €) gehandelt und sie sind wirklich wunderschön.

Gleich neben dem Ausgang des Parks gibt es einen weiteren, den Parque das Aves. Hier kann man in begehbaren Volieren einheimischen Vögeln hautnah kommen. Die, die man übersieht zupfen einem am Hosenbein und machen auf sich aufmerksam. Neben den Tucanen mit ihren überdimensionalen, wie aufgesetzt aufgeblasenen Schnäbeln begeistern uns die bunten Papageien ganz besonders.

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Im Tiefflug gehen sie über die Köpfe um anschließend neben einem Artgenossen zu landen, um mit dem Streit zu beginnen. Am Ausgang setzt sich dann noch Iris ein friedlich eingestellter Typ auf den Arm. So viele Erlebnisse können auch Langzeitreisende nicht täglich verkraften und wir sind froh, als wir am Spätnachmittag wieder zu Hause sind.

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Ein neuer Nachbar kommt auf ein Schwätzchen vorbei. Helge ist in Deutschland aufgewachsen, lebt aber schon seit 40 Jahren im Ausland. Zunächst in Spanien, die letzten 30 Jahre in Südafrika und immer wieder auch hier in Südamerika. Spanisch und Englisch sind inzwischen neben Deutsch Muttersprache, Portugiesisch funktioniert auch ganz gut. Wie viele Länder auf unserem Planeten sind damit sprachlich abgedeckt?!!

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Nachdem wir am Morgen die über 300 Bilder vom Vortag ausgesucht haben ist ein Tagebuchupdate fällig. Schaffen wir das heute, oder lassen wir uns noch einen Tag Zeit bevor wir "Tchau Brasilien!" sagen und nach Paraguay weiterziehen.

04.-05. April 2014 (km 126.686)
Iguaçu – Ciudad del Este

Wir lassen uns noch einen Tag Zeit, auch um zu Mercedes Idisa (S25 29.302 W 54 30.390) zu fahren und dort die defekte Glühkerze am 6. Zylinder austauschen zu lassen. Leider ist diese nicht vorrätig, kann aber bis morgen früh 9 Uhr besorgt werden. Wir fahren also zurück ins Camp, lassen Wäsche waschen und beenden die Arbeit am Tagebuch.

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Samstag sind wir dann um 10 Uhr wieder bei Mercedes und tatsächlich, die bestellten Glühkerzen sind da und auch ein Mechaniker, der eine davon einbaut. Alles ist innerhalb einer Stunde erledigt und wir können über die Friedensbrücke über den Río Paraña Foz do Iguaçu und Brasilien verlassen und Paraguay in Ciudad Del Este begrüßen.

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