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Mauretanien
22. - 24. Mai 2013 (km 90.986) Mauretanien

Ausreise Senegal Diama (10 min):
(N 16° 13.240| W 16° 24.873)

Einreise Mauretanien Birette (25 min):
(N 16° 13.240 | W 16° 24.873)

Hier wirkt alles etwas verkommener. Der Immigrationspolizist behauptet es sei Mittagspause bis 15 Uhr. Die Uhr zeigt gerade mal 11.45 Uhr. Für 10 Euro könne er aber eine Ausnahme machen und die Stempel sofort in den Pass drücken. Kommt gar nicht in die Tüte, dass wir Beamte schmieren. Wir machen es uns in den Sesseln vor seinem Schreibtisch gemütlich.  Nix zu holen, so macht er seine Ausnahme auch ohne Bakschisch.

Anschließend  versichern wir den OF-EN für knapp 25 Euro für 3 Tage in Mauretanien. Nicht, weil wir glauben im Falle eines Falles würde diese Versicherung einspringen, nein, es geht darum, nicht ohne Versicherung automatisch schuldig zu sein.

Beim Zoll versuchen wir dann um das 9 Euro teure Laissez Passer herumzukommen und unser Carnet zu nutzen. Aber auch nach einer halben Stunde Debatte wird der herbeigerufene Chef des Zolls nicht weich. Er hat’s eilig, muss zurück ins Vorzimmer, wo er auf dem Fußboden sitzend mit seinen Kumpels Karten spielt.

Mauretanien Mauretanien Mauretanien

Auf einer Piste geht es zunächst durch den Parc National, den wir schon auf Senegalesischer Seite besucht hatten. Die an einem Abzweig geforderte Parkgebühr verweigern wir mit Erfolg. Nach etwa 40 km fahren wir auf die N2, wo es etwas zügiger vorangeht.  Dennoch hat die Straße deutliche Gebrauchsspuren, besonders die Ränder sind ziemlich ausgefranst.  

Mauretanien Mauretanien Mauretanien

Etwa 45 km vor Nouakchott tut’s dann einen dumpfen Schlag. Was war das?? Der linke Hinterreifen!! Jetzt heißt es Ruhe bewahren. Iris versucht den Verkehr zu regeln und die Stelle in der Kurve zu sichern, während Wolfram den Reifen wechselt. Das dauert insgesamt fast eine Stunde und nur wenige Autofahrer passieren die Stelle rücksichtsvoll. Die meisten Idioten rasen hupend dicht an uns vorbei.

Wir sind richtig erlöst, als das Ersatzrad montiert ist und wir weiter Richtung Auberge Sahara (N 18° 06.155 | W 15° 59.864) in Nouakchott unterwegs sind. Gegen 19 Uhr parkt der OF-EN im Hof der Herberge und wir gehen zu Antonio (N 18° 06.255 | W 15° 59.795) knapp 200 m um die Ecke, wo es die allerbeste Italienische Pizza in Iris Leben gibt.

Donnerstag heißt es erst mal einen passenden Ersatzreifen finden. Das sollte bei einer Mercedes Werksatt in einer Hauptstadt möglich sein. Die im Reise-Know-How-Führer angegebene  GPS Koordinaten stimmen nicht und wir suchen eine knappe Stunde bis wir bei MB Somarem (N 18° 05.750 | W 15° 57.476) fündig werden.

Hier gibt es zwar keine Reifen, aber der Werkstatleiter M. Moulai hilft. Er fährt mit unserer Felge los und kommt nach einer Stunde mit einem passendem gebrauchten bereits installierten Reifen zurück. 140 EUR, schluck, aber was sollen wir machen? Ohne Ersatzrad durch Mauretanien und Westsahara, so mutig sind wir nicht. Der Ölwechsel ist wiederum günstig, 7 Liter Synthetiköl mit MB-Freigabestempel einschließlich "fachmännischer" Altölentsorgung ;-) für 19.900 OUG (keine 60 €).

Mauretanien Mauretanien Mauretanien

Es ist gerade 12 Uhr, was nun? Bis Nouabidhou sind es fast 500 km. Zum Glück ist die R.N.4 gut ausgebaut und wir schaffen es noch vor Dunkelheit bis ins Camp Baie De Levrier (N20 54.933 W17 03.013) Zum Abendessen fährt uns der hilfsbereite Besitzer Ali Mahjoub persönlich in wie er meint „ein hervorragendes Lokal“ Le Merou (N20 54.543 W17 03.172). Der chinesische Laden ist zwar nicht schlecht, muss aber auch nicht über den Klee gelobt werden. Die 1 ½ km zu Fuß zurück ins Camp tun gut nach der Sitzkur dieses Tages.

Freitag schließen wir unseren Aufenthalt im Transitland Mauretanien ab, von Nouabidhou bis zur Grenze sind es etwa 45 km. Dort werden wir seit langem mal wieder von Fixern empfangen, Helfer, die die Grenzformalitäten gegen entsprechendes Bakschisch übernehmen wollen.

Aber da sind wir doch inzwischen Profis und machen erst vor den "echten" Beamten halt. Iris hat in Rekordzeit die Ausreisestempel im Pass, vor dem Zoll müssen wir warten. Die Herren haben gerade eine Versammlung und nach einer ¾ Stunde, als der Schlagbaum hochgeht ist der Andrang entsprechend. Aber auch das ist nach einer halben Stunde durchgestanden, zig drängende Männer und hunderte Fliegen in einem Zollbüro.

Danach folgen 4 km Niemandsland, um das sich tatsächlich niemand kümmert. Keine Straße, nur ein paar Fahrspuren markiert von Schrottautos. Wir brauchen knapp eine halbe Stunde bis zur Marokkanischen Grenze

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