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Mali
3. - 9. April 2013 (km 86.273) Mali

Ausreise Burkina Faso Koloko (15 min):

Einreise Mali Heremakono (15 min):

Die Formalitäten an der Grenze sind in 40 Minuten erledigt und um 12.10 Uhr sind wir in unserem 32. Land Mali eingereist.  Das Tagesziel Bougouni erreichen wir schon um 16 Uhr und entschließen uns die restlichen 156 km nach Bamako weiterzufahren.

Mali Mali Mali

Es ist schon eine halbe Stunden dunkel, als wir im Sleeping Camel Camp (N 12° 37.534 | W 07° 59.269) ankommen, wo gerade die Spiele der Champions League übertragen werden.

Mali Mali Mali

Die Suche nach der Mercedes Vertretung in Bamako dauert fast den ganzen Donnerstag Vormittag. An der Stelle, wo der Reiseführer die Werkstatt anzeigt, ist nur noch ein Abbruchgebäude. Auch die später gefundene Vertretung (N 12° 39.791 | W 07° 56.894) arbeitet vorwiegend unter freiem Himmel. Ein Mercedes-Star-Diagnose-Gerät ist aber vorhanden. Und so kann der Mechaniker die sorgeneinflößende Kontrollleuchte der Getriebeuntersetzung  zurücksetzen. Außerdem wird der Luftfilter nach einer Reinigung neu initialisiert. Dazu eine halbe Stunde Probefahrt und es folgt eine handgeschriebene Rechnung über 42.000 CFA (rd. 65 Euro).

Mali

Der Azar Supermarkt (N 12° 37.172 | W 07° 59.023) ist noch geschlossen und wird erst um 15 Uhr wieder öffnen. Der benachbarte Laden des Telefonanbieters Orange ist überfüll und verkauft Sim-Cards fürs Internet nur mit Modem. Da wir ein simlockfreies Modem haben verweigern wir die Zahlung von knapp 18 Euro und verzichten. Dreisig Minuten zu spät öffnet der Supermarkt endlich. Wir sind froh, dass wir unsere Vorräte für die Woche bei Casper schon in Ouaga gut aufgefüllt haben, denn das Angebot hier ist enttäuschend.

Zurück im Sleeping Camel lassen wir noch unsere Wäsche waschen und ein vorzügliches Abendessen (Toukassou, wedding meal und Haga Haga, beef and onions) beschließt den Tag. Am nächsten Morgen ist unsere Wäsche nass in der Maschine liegengeblieben. Bei 40 °C sollte sie auf der vor uns liegenden 7 Stunden Fahrt trockenen können, so ziehen wir los.

Mali Mali Mali

Bis 30 km hinter Kita ist die Straße gut ausgebaut, bevor es die letzten 100 km über Piste nach Manantali zu Casper geht. Diese Piste ist in keiner unserer Karten eingezeichnet, aber hier ist T4A aktuell und führt zu Camp Baly, das jetzt Cool Camp (N 13° 11.638 | W 10° 26.553) heißt und von Casper betrieben wird. Wir hatten den Holländer vor 1½ Jahren in Äthiopien kennengelernt und die Wiedersehensfreude ist riesig!

Mali Mali Mali

Gerade als Casper im vergangenen Jahr den Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnete, haben die Unruhen in Mali begonnen. Er hat seine Entscheidung von damals aber nie bereut, wenn auch nur sehr wenige Gäste seither seine im Aufbau befindliche Campsite besucht haben.

Die paradiesische Anlage liegt in Sichtweite der von Deutschen erbauten Staumauer am Fluss Bafing, der sich etwa 80 km weiter mit dem Bakoy zum Senegal vereinigt. Bei der derzeitigen Hitze gibt es kaum etwas schöneres, als in dem erfrischenden Fluss zu schwimmen. Wir haben einen  traumhaften Platz gefunden, an dem wir endlich wieder einmal eine Woche in der Natur pausieren wollen. Es ist schade, dass die Unruhen im Norden Afrikas Reisende davon abhalten ihren Weg in solche Paradiese zu finden. In den Nachrichten ist der Fokus immer auf Unruheherde gerichtet, der friedliche Teil der Welt ist keine Nachricht wert. Dabei gibt es hier soviel zu erleben, gerade hier vorallem Ruhe und Friede zu genießen.

Der Samstagsmarkt  in Manantali bietet eine Grundversorgung und die freundlichen Menschen freuen sich, dass der weiße Mann von der anderen Seite des Flusses zwei weitere Weiße zu Gast hat.

Sonntag spazieren wir in Boly’s Dorf, der Casper das Grundstück verkauft hat. Wir begrüßen dessen Familie, Freunde und den Ortsvorsteher und werden herzlich Willkommen geheißen in dieser ursprünglichen afrikanischen Gemeinde.

Nach dem Marsch durch die Mittagshitze kühlt uns ein Bad im Fluss ab und die Idee für ein Abendessen direkt am Ufer wird geboren.

Mali Mali Mali

Es wird einer der schönsten Abende unserer Afrikareise.

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siehe auch neues Kopfbild

9. - 12. April 2013 (km 87.248)

Wir genießen die Ruhe in Caspers Camp. Lesen, zwischendurch eine Stunde im Fluss sitzen, das Wasser hat geschätzte 25°C und ist gegenüber den über 40°C Lufttemperaturen erfrischend.

Mali Mali Mali Mali

Iris fährt mit Casper auf dessen KTM für Besorgungen ins nahe Dorf. Es kehrt fast ein bisschen Alltag ein. Am Abend kochen wir gemeinsam mit Casper, der ein Meister der Saucen ist, Erdnuss-, Goulasch-, Curry- oder Tomatensauce, entweder mit Reis, Kartoffeln oder Bratkartoffeln, einfach lecker. Es ist schön den Sonnenuntergang zu verfolgen ohne Moskitos, denen es selbst um diese Zeit noch zu heiß ist.

Mali Mali Mali

Donnerstag wollten wir eigentlich weiterfahren, aber es ist doch so schön hier. Freitag früh bricht Casper nach Bamako auf, er wird einen Monat in Holland verbringen. Wir fahren zwei Stunden später auch los, zunächst 100 km über Piste zurück bis Tambaga.

Dort geht’s dann auf der neuen Straße 200 km bis Kenieba. Zum Grenzübergang in Mahinamine sind es noch 20 km und wir verabschieden uns von einem, in den Gegenden wo wir waren, absolut friedlichen Mali.

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Mali