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Gambia

23. - 26. April 2013 (km 88.696) Gambia

Ausreise Senegal Séléty (15 min):

Einreise Gambia Jiboroh (15 min):

Ja, in "The Gambia", wie sich die Republik offiziell nennt, wird nicht nur Englisch gesprochen auch eine neue Währung ist angesagt. 100 Dalasi sind 2,30 €.

Auch hier sind die Grenzformalitäten schnell erledigt, nur der Zoll macht eine Ausnahme. Wir können uns nicht erinnern, wann zuletzt jemand unseren OF-EN offiziell durchsuchen wollte. Hier macht sich gleich eine ganze Horde auf Besichtigungstour.

Nach dem NPDA -"something like Interpol"- sagt der Offizier der die Kabine erkundet hat, muss noch eine junge Dame von der Drogenfahndung, wie sie behauptet, in sämtliche Schubladen schauen. Auch das ist nach einer Viertelstunde überstanden und auf guten Straßen geht es ins 20 km nahe Brikama. Hier füllen wir den Tank auf, der Liter Diesel kostet 48 Dalasi (1,10 €). Von hier bis Serekunda ins Sukuta-Camp sind es nur noch 30 km.

Gambia ist der kleinste Afrikanische Staat und entsprechend kurz sind die Entfernungen.  Die Nord-Süd-Ausdehnung des Landes ist selten mehr als 50 km, seine Länge längs des Gambia Flusses eben mal 480 km.

Im Sukuta Camp (N 13° 25.182 | W 16° 42.939) werden wir von Claudia empfangen, die es zusammen mit ihrem Mann Joe vor 15 Jahren aufgebaut hat. Inzwischen läuft hier längst alles rund, und die mit deutscher Gründlichkeit überall aufgestellten zweisprachigen Hinweistafeln, helfen sich zu orientieren.

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Kurz nachdem wir uns eingerichtet haben, begrüßt uns auch Joe, der aus der Vorderpfalz stammt und entsprechend "schwetzt".
Er ist äußerst hilfsbereit und gibt die Tipps eines erfahrenen "Afrikaners", der seit 26 Jahren auf dem Kontinent lebt.

Zum Abendessen gibt’s im Restaurant Goulasch mit Nudeln, schmackhaft zubereitet von der Gambischen Köchin. Das Fleisch hätte, vorsichtig ausgedrückt, etwas zärter sein können.

Mittwoch ist wieder mal Visa Tag. Die Mauretanische Botschaft
(N 13° 26.492 | W 16° 43.121)
ist, wie alles hier gleich um die Ecke. Die Tochter der Botschaftsangestellten hilft uns beim Ausfüllen der Anträge und wenn wir zwei mal 1875 Dalasi (je 43 €) mitbringen, dürfen wir um 14 Uhr die letzten Visa unserer Afrikareise abholen.

Die Wartezeit vertreiben wir uns damit Cape St. Marie  mit seiner Spitze Cape Point (N 13° 28.795 | W 16° 39.800) zu erkunden. Hier im Ort Bakau soll der schönste Strand Gambias sein und ohne bisher einen Vergleich zu haben, wollen wir auch nicht widersprechen.

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Nach zwei Stunden chillen am Strand, suchen wir den nächsten Geldautomaten auf. Der Höchstbetrag, den wir hier ziehen können liegt bei 3.000 Dalasi, knapp 69 €. Also dreimal ziehen und dreimal Gebühren zahlen, kleines Minus für Gambia.

Kurz nach zwei sind wir wieder in der Botschaft und nach Zahlung der Gebühren dürfen wir uns noch einen Augenblick in der Vorhalle gedulden. Dieser Augenblick wird uns vom Botschafter und vom Konsul persönlich verkürzt. Der Botschafter in seinem traditionellen Mauretanischen Gewand begrüßt uns, setzt sich und fragt interessiert nach unseren bisherigen Reiseerfahrungen in Afrika. Richtig sympathisch, nous sommes impressionnés. Obwohl, bei den Gebühren für ein 3 Tage Transitvisum sollte das drin sein.

Dann haben wir unsere Visa in Händen. Vom 22. – 25. Mai haben wir Zeit durch Mauretanien zu reisen, Marokko wird folgen. Hier wollen wir dann wieder etwas länger bleiben, bevor wir uns von Afrika verabschieden. Zunächst aber haben wir noch knapp einen Monat Zeit für Gambia und den nördlichen Teil Senegals.

Bevor wir im gut sortierten Maroun Supermarkt (N 13° 27.060 | W 16° 42.917) unsere Vorräte auffüllen, füllen wir unsere Mägen in Michelle’s Straßenrestaurant (N 13° 26.456 | W 16° 43.147) mit Fish-Cassava-Beans und Chicken ’n Chips. Am benachbarten Stand kauft Iris bei Ousman noch Kakaobutter, Senf, Tomaten, Salat für knapp 5 €.

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Zurück im Sukuta Camp treffen wir Jana, Tassilo, Tochter Isabell und Katze Abra aus München. Sie bereisen mit ihrem Mercedes Rundhauber zum wiederholten Mal Westafrika. Das Auto steht hier gut bewacht auf dem Sukuta Parkplatz, Condor fliegt in der Saison für günstige Preise direkt nach Banjul.

Der jetzige Trip der Münchner steht allerdings unter einem schlechten Stern. Am Wochenende war in Cap Skirring ihr Auto aufgebrochen worden und mit der Kamera auch die Pässe gestohlen. Hier in Gambia gibt es nur eine Zweigstelle der Deutsche Botschaft (N 13° 25.934 | W 16° 43.476) in Dakkar, was nicht schlimm wäre, wenn kompetent besetzt. Wie Tassilo erzählt, ist die im Büro tätige Deutsche allerdings nicht nur in ihrer Kompetenz stark beschränkt. Dazu mangelt es ihr auch noch an Hilfsbereitschaft, eine ärgerliche Person.

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Man höre und staune, Tassilo bekommt den Tipp doch zur Britischen Botschaft zu gehen und tatsächlich dort stellt man dem Deutschen innerhalb 24 Stunden einen britischen Notpass aus, mit dem er am Freitag nach Deutschland fliegen kann.

Donnerstag morgen bunkern wir noch Wasser im Camp und lassen unsere Gasflasche um die Ecke (N 13° 24.983 | W 16° 42.804) auffüllen. Hier hat’s sogar europäische Anschlüsse!!

Über Saniang und Gunjur fahren wir nach Kartung, wo wir am Grenzfluss Allahein zu Senegal unser Lager aufschlagen. Vorher hatten wir uns die Boboi Beach Lodge (N 13° 06.880 | W 16° 45.926), ein Geheimtipp unter Backpackern angesehen. Aber ein Stellplatz hinter Dünen so nahe am Meer und dafür auch noch kräftig zahlen, no go!. 

Wir campieren im Bushcamp am Flussufer (N 13° 04.386 | W 16° 44.663) direkt neben der Grenzpolizei und bestellen bei Abdou in seinem kleinen Strandlokal Fisch zum Abendessen.

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Weil es bis dahin noch einige Stunden dauert, stillen wir den Hunger mit einem Baguette, das wir mit gekochten Austern belegen. Die Frauen hier am Fluss fahren im Einbaum an die Riffe, schlagen die Austern ab und öffnen sie dann tagsüber für den Verkauf auf dem Markt. Ein Messbecher Austern kostet 15 Dalasi (0,34 €) und im Anfall von Luxus und Ermangelung von Kleingeld genehmigen wir uns einen zweiten, weniger gehäuften Becher alles für 25 Dalasi. Austern satt!!

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Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit verschiedenen absolut unaufdringlichen Besuchern und Lesen, bis wir um 18 Uhr zu Abdou’s Beach Bar wechseln.

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Seine Rastakollegen von nebenan sind auch gerade beschäftigt mit der Zubereitung ihres Abendessens. Es riecht nach "ganz besonderen" Kräutern, für unsere Unterhaltung ist gesorgt.

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Der gebratene Ladyfish schmeckt vorzüglich und zum Nachtisch gibt es ein Reggae Life Konzert der bis unter die Haarwurzeln zugekifften Rastafaris. Mit gehobener Stimmung beschließen wir noch einen Tag zu bleiben um .....

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26. April - 2. Mai 2013 (km 88.881)

Während Iris am Tagebuch arbeitet, startet Wolfram erste Recherchen für unsere Reise 2014/2015. Neben Südamerika war immer auch Indien und Nepal in den Gedanken. Bei Wikipedia finden wir unter Hippie trail eine Buchempfehlung, die leider noch nicht als Download zur Verfügung steht:“ Abenteuer Hippie trail. Auf dem Landweg nach Indien“ von Amelie De Boer. Im August sind wir in Deutschland, dann lesen wir das Buch und sehen weiter.

Zum Abendessen gibt’s heute Borderfish, wieder von Abdou am offenen Feuer zubereitet. Nach Abene in Senegal ist jetzt auch noch Kartong in Gambia einer unserer Favoriten auf dieser Reise mit dem kleinen Vorsprung, dass hier Englisch gesprochen wird.

Samstag Vormittag ist es auch völlig ruhig um uns herum. Es ist Cleaning Day und damit bis 13 Uhr Autofahrverbot. The Gambia wird aufgeräumt. Wir hatten einen vergleichbaren Tag einmal im Monat schon in Ruanda erlebt, dort allerdings noch konsequenter praktiziert. Hier in Gambia liegt auch am Nachmittag noch überall Müll in der Gegend herum, vor allem Plastiktüten und – Flaschen. Dennoch kein Vergleich zu anderen afrikanischen Müllhalden.

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Nachmittags kommen dann auch wieder verschiedene Besucher vorbei, die fotografiert werden wollen. Für uns ist es spannender den Fischern und besonders den Fischerfrauen zuzusehen. Der Fleiß und die Kraft dieser Frauen ist bewundernswert. Da packt kein Mann mit an, sie schaffen die schweren Boote mit vereinten Kräften alleine aufs Wasser um hinaus zu den Austernbänken zu fahren.

Die Fischer sind meist nachts draußen und kommen mit ihrem Fang, heute besonders viele Gitarrenfische zurück. Dieser heißt wegen seiner Figur so; ein etwas über einen Meter langer Hai mit einem Kopf wie ein Rochen. Gerne hätten wir diesen Fisch zum Abendessen probiert, aber hier gibt es einen Übermittlungsfehler von Amadous bekifften Rastafarifreunden an ihn und wir müssen uns mit Spaghetti und Austernsauce, von Iris zubereitet begnügen. Dazu gibt es eine Flasche Rotwein. Naja, man kann hier nicht alles haben, ist halt doch ein Entwicklungsland.

Am Sonntag morgen müssen wir mit Abdou noch einen Freund besuchen, der gerade beginnt eine Lodge aufzubauen. Irgendwann haben wir wohl mal erzählt, dass wir seit zwei Jahren auf Reisen sind und auch künftig reisen wollen. Wenn wir allerdings unterwegs einmal ein schönes Fleckchen Land finden dann können wir uns auch vorstellen dort zu bleiben. Jetzt will uns Abdou unbedingt ein Stück Land vermitteln, damit wir in dieser herrlichen Ecke Gambias bleiben

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Auch Günter aus dem Saarland ist hier vor fünf Jahren hängengeblieben. Der damals 60-jährige war auch mit einem Reisemobil nach Gambia gekommen und hatte sich mehr in Kaddy, seine jetzige Frau als in das Land verliebt. Inzwischen hat er hier ein Häuschen gebaut, hat ein Boot, mit dem er täglich zum Fischen auf den Allrein-River hinausfährt, begleitet von seinem treuen Hund.

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Wir besuchen Kaddy und Günter bevor wir wieder Richtung Norden aufbrechen. Auf dem Weg stoppen wir in Sanyang, um zu sehen, ob wir etwas versäumen, wenn wir am Paradise Beach (N 13° 15.697 | W 16° 47.296) vorbeifahren. Hier ist es aber zu touristisch, das heißt hier sind mehr Weiße (Toubab) als Schwarze (Mofing) und wir suchen in Brufut nach Jimmys Paradise Bar. In Brufut ist der Strand ziemlich leer und Karl und Abraham von der White Vision Restaurant Bar (N 13° 23.994 | W 16° 45.151) freuen sich uns bewirten zu können.

Hier legen wir wieder mal Sonja und Jans Bilder vor, die vor mehr als fünf Jahren hier vorbeigekommen waren. Jimmy und Solomon werden auch gleich erkannt und eine Viertelstunde später ist Jimmy vorort, um die Bilder in Empfang zu nehmen. Der Drummer wird heute Abend in der Villager Bar die Bongos klingen lassen, wir versprechen dort vorbeizukommen.

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Als wir allerdings drei Stunden später in die Bar kommen, sind dort nur Jimmys Rastafarifreunde und ein über Gambia hinaus weitbekannter Diskjockey mit seiner Anlage anzutreffen. Die hier gespielte Reggaemusik ist so laut, dass sie kilometerweit zu hören ist, soll wohl auch entfernte Fans anlocken. Für eine Unterhaltung ist es dort zu laut und wir beschließen zurück zu unserem 200m entfernten OF-EN zu laufen, wo uns die Musik auch noch gut erreicht. Erst gegen vier Uhr morgens haben auch die jungen Leute genug und am Strand wird’s wieder ruhiger.

Gegen 11 Uhr ziehen wir dann mit Jimmy und Solomon los um für eine Party einzukaufen, zu der wir die beiden und Jimmys Familie eingeladen haben. In Solomons Auto geht’s nach Tanji auf den Tanji Fischmarkt (N 13° 21.494 | W 16° 47.902) wo Solomon die Räucherhallen zeigt während Jimmy Fische einkauft. Wir Weiße bleiben besser etwas im Hintergrund, sonst steigen die Preise ;-)

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Es ist schon ein besonderes Erlebnis mit den Beiden durch die Gegend zu ziehen und überall Familie, Freunde und Bekannte zu begrüßen. Am Nachmittag sind wir dann zurück in der Villager Bar, wo Jimmys Freunde helfen die Party vorzubereiten. Sie sind damit natürlich auch Gäste für den Abend es muss für mehr Essen gesorgt werden. Jimmy und Salomon ziehen noch mal los und kaufen Hühner ein.

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Dann gegen 19 Uhr trudeln die ersten Gäste ein, eine Menge Kinder und junge Mütter. Vor dem Essen heißt es jeden mindestens einmal zu fotografieren und als Iris dann diese Bilder auch gleich ausdruckt, will jeder "sein" Bild mit nach Hause nehmen.

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Jimmy und Freunde schwingen die Hände auf den Bongos, einige Kinder tanzen schon bemerkenswert gekonnt in der Mitte der Menge. Allen geht es gut und wir freuen uns über unsere gute Tat. Dienstag Morgen bedanken sich alle artig noch mal und Jimmy und Solomon wollen mit nach Georgetown, was wir aber nicht wollen.

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Unser Ziel ist zunächst die Lodge "Wunderland" (N 13° 18.975 | W 16° 36.011), die laut Reiseführer von einem Deutschen betrieben wird. Die Anfahrt dorthin ist nicht ganz einfach, da die Äste der Cashewbäume am Weg sehr niedrig hängen. Wir ernten einige der schmackhaften Blüten und heben uns die Nüsse für später auf. Das Camp ist dann auch ziemlich verlassen und wir bekommen den Hinweis auf ein Holländisches Paar, das immer mal wieder hier vorbeikommt, weil sie in der Nähe wohnen.

Als Iris auf dem GPS Punkte für ein Camp sucht, kommt plötzlich unter Caspars Wegpunkten das Haus eben dieses holländischen Paares Frans und Gabi hoch. Also fahren wir dort vorbei und besuchen Frans. Gabi ist bei Freundinnen vor dem TV um die Krönung von Prinz Willem zum König mitzuerleben.

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Frans und Gabi waren auf ihrer Afrikareise hier hängengeblieben, weil die gelernte Krankenschwester am nahegelegenen Krankenhaus nicht vorbeikam ohne Hilfe zu leisten. Frans hat daraufhin 3 ha Grundstück gekauft und ein schönes großes Haus darauf gebaut; wieder eine spannende Lebensgeschichte.

Am Nachmittag ziehen wir weiter Richtung Soma, das auf halbem Weg am Gambia Fluss nach Georgetown liegt. 35 km vor Soma endet die gute Straße und wird zur Baustelle. Hier liegt, welcher Zufall das Erste Campement Gambias, das Tendaba Camp. In den letzten Jahren renoviert wirkt es ganz ordentlich.

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Ein Fernsehgerät sichert die Übertragung des Champions League Halbfinales, Barcelona gegen Dortmund. Da der Manager einen überhöhten Preis für einen Stellplatz im Camp aufruft, fahren wir zurück ins Dorf, um neben der Moschee (N 13° 26.413 | W 15° 48.461) auf der Landzunge des Tendaba Ports zu campen. Zum Abendessen gehen wir zurück ins Camprestaurant und verfolgen dort auch das Fußballspiel.

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Beim Einschlafen fällt uns noch ein, dass wir uns genau vor zwei Jahren von Deutschland zu unserer Afrikareise aufgemacht haben.

Am ersten Mai ruht üblicherweise auch in Gambia die Arbeit. Nur, der Bauunternehmer Morningstar Lamin hat Termine. Der Rohbau für das Wohn- und Geschäftshaus soll in zwei Wochen fertig sein. Wolfram hat beim Frühstück Iris ein neues Ratespiel vorgeschlagen, Geräusche erkennen. „Schau mal raus, ich wette die mischen da draußen Beton.“ Tatsächlich keine 30 Meter entfernt wird Mörtel für Betonsteine gemischt und das muss untersucht werden.

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Wolfram spricht die Arbeiter an und Morningstar ist begierig alles zu erläutern. Er holt Plane – übrigens CAD gefertigt – und zeigt was er und seine Jungs bisher erschaffen haben und was noch aussteht. Als wir aufbrechen verspricht Wolfram, falls er in Gambia baut Morningstar zu Hilfe zu holen.

Die Straße bis Soma ist eine 35 km lange Baustelle. Auch hier wird gearbeitet, während die Gewerkschaften in Deutschland neue Forderungen stellen.

Gegen 13 Uhr mittags fahren wir über die Brücke nach McCarthy’s Island, wo Georgetown liegt.Vor der Fähre (N 13° 32.637 | W 14° 45.818), mit der wir wieder die Insel verlassen wollen, werden wir von zwei Einheimischen angesprochen, die uns die Campsites der Insel vorstellen wollen. wir finden aber keinen Gefallen am Gezeigten und fahren auf die Fähre. Die Überfahrt soll 3000 CFA kosten. Scheinbar traut man dieser Währung mehr, als dem eigenen Dalasi. Ohne große Überredung ist der Fährmann aber auch bereit und gibt sich mit 200 Dalasi (rd. 4,60 €) zufrieden.

Gleich wenn man die Fähre verlässt, geht’s rechts ins Jangjang Bureh Camp (N 13° 32.654 | W 14° 45.295). Jangjang Bureh ist der Name der Einheimischen für Georgetown. Auch wenn das Camp etwas verwahrlost wirkt besticht es mit seiner Lage am Fluss und wir entscheiden hier eine Nacht zu bleiben. Gestützt wird die Entscheidung durch den Verzicht auf eine Campgebühr, wenn wir hier zuabendessen. Das gebratene Hühnchen mit Pommes für 200 Dalasi ist dann auch noch sehr schmackhaft, das Bier (0,33 l) für 50 Dalasi (1,15 €) etwas zu warm. Hier herrschen tagsüber wieder Temperaturen um 40°C.

Als wir am nächsten Vormittag am Nordufer des Gambia wieder in Richtung Westen ziehen hören wir vom Ipod 96 degrees, die Temperaturanzeige weist 35,5°C aus. In Wassu machen wir kurz Stopp um die dortigen prähistorische Steinkreise (N 13° 41.472 | W 14° 52.437) zu besichtigen. Hier sind 1 bis 2,5 m hohe Megalith- Stelen aufgestellt, man vermutet eine Grabanlage darunter.

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Vor dem Verlassen müssen wir noch einen Stein oben auflegen, damit uns das Glück weiter hold bleibt.

Gegen 13 Uhr sind wir in Faraffeni, dem Grenzort zu Senegal. Inzwischen hat es 42°C und wir wollen zurück an den Atlantik, wo es 10°C kühler ist und meist ein frischer Wind weht.

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