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Benin
15.- 18. März 2013 (km 83.051) Benin

Ausreise Nigeria Chikandou (20 Min):

Einreise Benin Nikki (30 Min):

Der Grenzer bei der Einreise nach Benin hofft noch auf Bürobeleuchtung und wir müssen warten. Nach etwa einer halben Stunden entschuldigt er sich dafür, dass er unsere Zeit vergeudet hat und macht sich ebenfalls mit einer Taschenlampe ans Werk.

Als er fertig ist, funktioniert die Bürobeleuchtung wieder. Die Zollstation ist nicht hier an der Grenze, erst 25 km weiter in Nikki. Dort gibt’s Licht, der junge Offizier tut sich schwer mit dem Carnet, aber dafür übernachten wir auf dem Platz hinter der Zollstation.

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Am Morgen dürfen wir noch unseren Wassertank auffüllen, eine Bank oder Tankstelle gibt’s aber erst 50 km weiter in Ndali. Die letzten Nigeria Naira werden in CFA getauscht, den wir ja schon aus Zentralafrika kennen. Die Westafrikanischen Francs haben zwar den gleichen Wert aber Scheine und Münzen sind andere.

Da der Tank fast leer ist, kaufen wir in Ndali an einer Bottle-Tankstelle 10 Liter Diesel. Iris hatte beim Geldwechseln schon wieder die ersten Worte des einheimischen Dialekts gelernt, unser Schlüssel für Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit.

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Da die versprochene Bank in Ndali noch im Bau ist, muss der erstandene Sprit für die 60 km bis Parakou reichen. Dort dann die Überraschung, am Geldautomaten der Eco-Bank (N 09° 21.918 | E 02° 37.468) ist der höchstmögliche Betrag 400.000 CFA (ca. 600 €) zu ziehen. So ausgestattet ist ein voller Tank gesichert. 625 CFA knapp 0,95 € kostet der Liter Diesel.

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Gestern noch hatten wir in Mokwa wieder an einer Zapfsäule getankt, bei der das Zählwerk mit dem Daumen auf Null gestellt werden musste. Hier in Benin wirkt alles ordentlich und vertrauenerweckend.

Die  Straßen lassen Höchstgeschwindigkeit zu, was die Einheimischen zu gefährlichen Überholmanöver verleitet. Auffällig ist, dass unter den Motorradfahrenden zum ersten Mal auch Mädels sind und sogar manche Männer Helme tragen.

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Da die Straße nach Süden so gut ist, schaffen wir die 420 km von Nikki bis Abomey in acht Sunden. Auch hier sind es im Übrigen die Chinesen, die die Infrastruktur Benins aufbauen. Es fällt auf, dass die Frauen trotzdem noch die obligatorischen Schüsseln auf dem Kopf tragen, die an Brunnen gefüllt werden. Eine zentrale Wasserversorgung ist  auch hier kein Standard.

In Abomey ist unser Ziel Chez Monique (N 07° 11.807 | E 01° 58.853). Hier ist es möglich im Wäldchen des Anwesens zu campieren. Die uns zugewiesene Toilette und Dusche führt aber auch nicht immer Wasser, für den Notfall steht ein Eimer bereit.

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Sonntag Vormittag haben wir Josaphat und seinen Bruder Blanco Innocent gebucht. Sie holen uns um 9 Uhr mit ihren Motorrollern ab für eine Rundreise durch Abomey. Wir besuchen vier Paläste von Königen des Reichs der Dahomey bzw. das was davon übrig geblieben ist. Dabei erfahren wir viel vom Leben im 19ten Jahrhundert und dieser blutrünstigen Dynastie.

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Zusammengefasst finden wir alles noch mal im Historischen Museum. Vor allem wegen der Reliefs, die die Anlage zieren wurde das Museum zum Weltkulturerbe ernannt.

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Gemeinsam laufen wir über den Fetischmarkt, auf dem alles für die noch weitverbreiteten Voodoo Zeremonien zu kaufen ist. Lebende Eulen, Hunde, Schweine für die Opfergaben, tote Vögel, Echsen, Schlangen, Affenköpfe für die diversen Pülverchen. Nicht nur der Anblick auch der Gestank ist eklig.

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Zum Abschluss finden wir uns im Frisörsalon von Blanco Innocent wieder. Hier werden gerade zwei Kinder von Innocents Söhnen (12 + 10 Jahre alt) geschoren. Den anwesenden Soldier zu rasieren übernimmt Innocent persönlich. Das Ergebnis sind jeweils schöne glatte braune Kugeln auf Hälsen. Da wir uns nicht vorstellen wollen mit ähnlichen Frisuren rumzulaufen, muss Iris weiterhin ihre vom Rasta gestylte Matte tragen.

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Zum Mittag hin ist die Temperatur wieder auf über 35 °C gestiegen und wir ziehen uns in den schattigen Garten bei Monique zurück um das Erlebte zu verdauen.

Nach dem Frühstück geht’s Montag Richtung Westen. Auch hier ist die Straße außerhalb Abomeys wieder geteert und schnell. Bis Tohoun in Togo sind es etwa 60 km. An der kleinen Grenze ist kaum was los und schnell sind wir drüber.

Azaranbani

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