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Rebublik Kongo
5. -10. Februar 2013 (km 78.580) Republik Kongo

Ausreise DR Kongo Kinshasa (1 Stunde):

Einreise Republik Kongo Brazzaville (2 Stunden):

Gegen 10 Uhr legen wir in Brazzaville an einer anderen Barke an, die mit Zement beladen ist. Was im Bauch der Barke abgeht, wie viel Säcke dort lagern können wir nicht erkennen. Aber zwei Kräne ziehen ca. alle fünf Minuten Paletten mit fünfzig 50 kg Säcken ans Ufer. Dort stehen LKWs, auf die die Säcke einzeln von Hand verladen werden. Das kann noch dauern.

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Wir stehen hier in zweiter Reihe, die Krane reichen jedenfalls nicht bis hierhin. Erst muss die Zementbarke leer sein und Platz machen für das entladen unserer Plattform.

Um uns kümmert sich niemand, auf Nachfrage werden wir an verschiedene Zuständige verwiesen. Willi, Chef der Krane, macht den zuverlässigsten Eindruck und Iris folgt seinen Empfehlungen schon mal Immigration und Zoll anzusteuern. Um 15 Uhr nach viel Lauferei in brütender Hitze kommt sie zurück, Pässe und Carnet sind gestempelt.

Jetzt muss nur noch die Rechnung fürs Entladen beim Directeur d'Exploitation M. Martheo bezahlt werden. 141,000 CFA umgerechnet 215 EUR! Nein, zu verhandeln gibt’s da nichts. Dann bleibt ihr eben auf dem Schiff.

Mit einem Taxi fahren wir in die Stadt und tauschen Euro gegen die Währung, die uns jetzt bis Mali begleiten wird. Der Zentralafrikanische Franc ist gleich dem Westafrikanischen und an den Euro gekoppelt.

Nachdem dann die Rechnung bezahlt ist, geht die Suche nach den richtigen Haltegurten los. Letztlich werden es zwei Stahlseile, die entsprechende Narben an MERCEDES und der Kabine hinterlassen. Um halb fünf schwebt der OF-EN ans Ufer. Wir steigen ein und befahren unseren 17. afrikanischen Staat.

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Das Hafengelände liegt noch keine 200 m hinter uns, da springen schon zwei Uniformierte vors Auto. Sie seien vom Zoll und hätten unser Fahrzeug auf der Barke gesehen. Die Papiere bitte. Das Carnet bekommt noch eine notwendige (?) Unterschrift und alles hat seine Ordnung.

Kurz nach fünf sind wir im Hippocamp (S 04° 16.380 | E 15°16.668). Der Franzose Olivier hat hier mit seiner vietnamesische Frau ein Hotel mit Restaurant, auf dessen Parkplatz wir fer umme stehen dürfen. Sogar eine eigene Dusche mit Toilette steht uns zur Verfügung. Er ist früher selbst mit dem Fahrrad Overland gereist und tut so Gutes an dieser Gemeinde. Das vietnamesische Abendmahl ist so gut wie das kongolesische Bier und bald sind wir bettschwer.

Donnerstag fahren wir eine Runde durch Brazzaville, das mit seinen, 1,2 Mio. Einwohnern deutlich überschaubarer ist als der 7 Mio. Moloch Kinshasa. Im Casino Supermarkt (S 04° 16.612 | E 15° 16.914) wird auch alles angeboten, was das Herz begehrt, Obst und Gemüse allerdings wieder zu Preisen, dass wir verzichten. Naja, morgen fahren wir weiter, vielleicht wird’s ja auf dem Land wieder günstiger.

Am Abend noch mal leckeres vietnamesisches Essen und zurück im OF-EN dann der Tiefschlag: Hier riecht es nach verschmortem Gummi, das hatten wir doch schon einmal. Tatsächlich, die Steckerverbindung zwischen Mercedes und dem OF-EN kokelt, also geht’s Freitag erst mal nicht weiter.

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Schon um 8 Uhr am nächsten Tag liegt Wolfram unterm Auto um die verschmorten Stecker und Dose von den Kabeln zu trennen. Einige Helfer kommen vorbei und haben guten Rat, wollen bei der Suche nach dem 13-poligen Pärchen dabei sein. Echte Hoffnung haben sie aber alle nicht, so etwas in Brazzaville zu finden.

Olivier ruft seinen Hauselektriker an der soll kommen und die Sache beurteilen. Aus den 1 ½ Stunden, die wir warten sollten werden drei. Jetzt wird es Wolfram zu dumm, er legt sich wieder unters Auto und verbindet die 13 Kabel mit Isolierband. Um halb drei Mittags kommen dann die Elektriker und können nur noch die getane Arbeit gut heißen.
Blinker, Bremsen, Rücklicht und Rückfahrscheinwerfer funktionieren. Wird die Lichtmaschine auch die Batterie der Wohnkabine aufladen?

Am Abend gibt es im Restaurant ein vietnamesisches Buffet, über das wir heißhungrig herfallen. Schade wenn wir das versäumt hätten. Dezent begleitet von Keyboard, Gitarre und Bass genießen wir die asiatischen Speisen. Was werden uns die nächsten Tage bringen?

Die meisten Reisenden, die sich in Oliviers Guestbook verewigt haben kommen aus Gabuns Franceville, aus dem Norden in die Stadt. Diese Straße soll besonders gut sein, weil auch der Präsidentenpalast im Norden der Hauptstadt liegt. Trotzdem verlassen wir Brazzaville am nächsten Morgen kurz vor neun Uhr Richtung Westen. Wir wollen 365 km bis Dolisie fahren.

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Die ersten 75 km haben wir beste Asphaltfahrbahn, weitere 60 km sind gute Piste. Dann kommt das, was wir befürchtet haben, mit ausgewaschenen Pfützen übersähte Urwaldpiste. Wir lassen uns nicht entmutigen und kommen um acht Uhr abends bei totaler Dunkelheit in der Katholischen Mission (S 4° 11.468 | E 12° 40.583) in Dolisie an. Hier finden wir gegen ein kleine Spende einen sicheren Schlafplatz.

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Noch 240 km sind es von hier in nördliche Richtung zur Grenze nach Gabun. Die Piste wird noch schlimmer, die Auswaschungen immer tiefer, die Pfützen werden zu Tümpeln. Um acht Uhr morgens haben wir Dolisie verlassen, neun Stunden später sind wir verkrampft kurz vor dem Grenzübergang nach Gabun. Ewa 500 m vor dem Schlagbaum, wahrscheinlich hat die Konzentration schon etwas nachgelassen stecken wir im Schlamm fest.

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Ein Anwohner empfiehlt sofort alle Befreiungsversuche sein zu lassen, ein LKW sei gleich zur Stelle und werde uns herausziehen. Tatsächlich taucht 2 Minuten später ein LKW auf, wir hatten den ganzen Tag über nur eine Handvoll Autos gesehen. Die Verhandlungen sind kurz, 10.000 CFA (15 EUR) und 10 Minuten später stehen wir auf festem Untergrund. Ob wohl die Dorfbewohner, diese Art von Mautstelle pflegen? Wer wird denn so was Böses denken?

Die Pässe und das Carnet sind schnell gestempelt, auch der Eintrag im Buch der Polizei, jetzt noch mal zum Zoll, hier dauert’s etwas länger. Was will der denn noch, ist das wirklich ein Offizieller? Jedenfalls will er einen Blick in die Kabine werfen erst dann geht die Schranke hoch.

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