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Sambia
7. - 12. Februar 2012 (km 47.649) Sambia  

Der Grenzübergang in Machinji dauert ca. 45 Minuten.

Ausreise Malawi (10 Minuten) erstes Tor:

Für Blacky interessiert sich niemand, auch nicht auf unser Nachfragen. Auf die nicht gezahlte Straßengebühr weisen wir nicht hin und werden auch nicht danach gefragt. Außer den aufdringlichen Geldwechslern läuft hier alles entspannt.

Einreise Sambia (35 Minuten) zweites Tor, Gebäude grünes Dach:

Weiter geht's 30 km nach Chipata, wo wir zunächst Sambia Kwatcha (ZMK) auftanken. Höchstbetrag 2.000.000 ZMK. Das sind 40 der größten Scheine und jeder dieser 50 ZMK Scheine ist ca. 7,50 EUR wert.

Nun, Matti, jetzt habe ich aus den Nachrichten erfahren, du bist der einzige in der 6d am Butzbach Gymnasium in Miltenberg, der im Zwischenzeugnis eine EINS in Mathe haben wird! Klar, für dich no Prob, aber für die anderen, 2.000.000 ZMK sind ca. 300 EUR. Damit haben wir erst mal eine Grundlage. Unser Tank fasst die ersten 670.000 ZMK, der Liter für ca. 1,15 EUR.

Im Shoprite Supermarkt (S 13° 38.843 | E 32° 38.862) füllen wir zu akzeptablen Preisen unseren Kühlschrank auf. Bei Airtel noch eine Simcard für's Telefon und dann geht’s 5 km nach Norden ins MAMA RULA’s Camp (S 13° 43.939 | E 32° 36.591) unser Stop für die Nacht.

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Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung South Luangwa National Park, wo wir nach 130 km, davon ca. 80 km Piste, neben der im Bau befindlichen Straße ankommen.

Etwas mehr als vier Stunden brauchen wir, bis wir im TRACK & TRAIL Rivercamp (S 13° 05.987 | E 31° 47.554) sind, unserem Lager für die nächsten beiden Nächte. Das Camp ist traumhaft. Der Pool super, etwa 2,50 m hoch liegt man auf dem Wasser und schaut auf den fünf Meter tiefer liegenden Luangwa River.

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Das Baden dort ist für Hippos und Crocs reserviert und wir müssen auf Blacky achten, aber der ist am Wasser bzw. Schwimmen leider sowieso nicht interessiert.

Am Abend kommt dann Dobian an unserem OF-EN vorbei und holt Obst und Gemüse ab. In den letzten Tagen waren Elefanten und Hippos im Camp und speziell die Elefanten fragen nicht lang, nehmen sich einfach, zum Teil mit Gewalt, was ihnen schmeckt.

Da wir unseren OF-EN nicht verbeulen lassen wollen, geben wir alles zur sicheren Verwahrung ab. Am Abend sitzen wir dann bis neun Uhr gebannt in unserem nahen Baumhaus, aber wer nicht kommt sind Hippos oder Elefanten.

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Die wollen wir dann aber wenigstens auf unserer Safari im Park am nächsten Morgen sehen. Um 6.10 Uhr in der Früh sind wir die ersten am Gate. 25 USD p. Person zzgl. 15 USD für's Auto, das sind nach Uganda, Ruanda und Tansania Schnäppchenpreise.

Wenn wir im Park so viele Tiere zu sehen bekommen wie Affen auf der Brücke, die wir zunächst überqueren müssen, dann passt alles.

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Nach den Affen begrüßen uns zwei Giraffen, fängt doch gut an. Auch an Elefanten fehlt’s nicht. Der Park mit seinem Baum- und Buschbestand ist ganz anders als die Savannenlandschaft der Masaimara. Das Fotografieren ist entsprechend schwerer. Kaum hat man ein attraktives Motiv auf der Linse, verschwindet es hinter dem nächsten Busch, wie der einzige Büffel, den wir gesehen haben.

Da in Sambia derzeit Regenzeit herrscht, bleiben wir besser auf den befestigten Hauptstraßen des Parks, um nicht irgendwo auf einer Nebenstraße stecken zubleiben.

Trotz intensiver Beobachtung, auch der höheren Baumäste, sehen wir keine Leoparden und auch im Gras und Buschland keine Löwen.

Nach fünf Stunden Safari sind wir trotzdem nicht enttäuscht und fahren zurück ins TRACK & TRAIL Rivercamp, wo uns für den Rest des Tages der Pool verwöhnt.

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Am nächsten Morgen, berichtet Dobian von den Hippos, die er in der Nacht im Camp fotografiert hat. Die Elefanten, die auch er nicht gesehen hat, hatten als Beweis ihrer Anwesenheit ihren beeindruckenden Dung hinterlassen. Na ja bei der Größe der Elefanten und der einzigen Beschäftigung, den ganzen Tag fressen, muss auch das, was hinten rauskommt einzigartig sein.

Wir verlassen das nach unserer Meinung bisher beste Camp unserer Reise und bezahlen die 7,50 USD p.P. und Nacht gerne, das war es wert.

Wenn man eine Strecke das zweite Mal fährt, fehlt die Hoffnung, dass die schlechte Piste hinter der nächsten Kurve oder Kuppe zur leicht befahrbaren Teerstraße wird. Die vier Stunden zurück nach Chipata sind deshalb besonders lang.

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Dort zunächst mal nachtanken und dann im SPAR(!) (S 13° 38.482 | E 32° 38.786) einkaufen. Dieses Mal übernachten wir in Dean’s Hill View (S 13° 37.925 | E 32.37.733), wo wir die einzigen Gäste sind. Samstag, heute wollen wir ca. 350 km nach WestSüdWest bis zum Luangwa Bridge Camp fahren (S 15° 00.357 | E 30° 12.904).

Am Ortsausgang nehmen wir zwei junge Amerikaner mit, die sich für zwei Jahre nach Afrika ins Peacecorps verschrieben haben. Sie unterrichten Sambische Kinder in Englisch und HIV/Aids.

Im edlen Luangwa Bridge Camp (S 15° 00.357 | E 30° 12.904), nahe der Luangwa Brücke angekommen, halten uns die Preise dort, bei 37 C° und unzähligen Mücken davon ab trotz der grandiosen Lage länger als für eine kalte Cola zu bleiben.

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Nach Lusaka sind’s nur noch ca. 250 km und es ist erst 14.30 Uhr. Die Straße ist gut, manchmal sehr gut. Nach 3 ½ Stunden verabschieden wir uns von unseren Passagieren und fahren ins PIONEER Camp (S 15° 23.766 | E 28° 27.038) ca. 15 km vor Lusaka.

Die traumhafe Parkanlage hatte uns Alfred, ein Holländer, empfohlen und den treffen wir dort auch wieder. Er wollte ursprünglich nach Mosambik die Küste nach Süden fahren, aber dort hatte ein Wirbelsturm gewütet und viele Brücken zerstört, sodass dieser Weg zu unsicher ist und er umdisponiert hat.

Auch wir fühlen uns hier schnell wohl. Die Küche ist sehr gut, ein T-Bone Steak machen Iris und Blacky glücklich. So einen Knochen hatte der inzwischen schon ganz schön gewachsene Welpe in seinem Leben noch nicht gehabt.

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Morgen wollen wir in Lusaka mit einer Tierärztin besprechen, ob wir ihn kastrieren lassen. Wir haben Sorge, dass wenn er mal geschlechtsreif ist eine heiße Hundelady uns den Guten verführt und wir ihn nicht mehr wiederfinden. Außerdem hat Wolfram etwas von sechs Wochen Quarantäne bei Einreise nach Botswana gelesen. Solange wollen wir dort gar nicht bleiben. Aber schauen wir mal, wie ein deutscher Kaiser zu sagen pflegt. Morgen sind wir mit Sicherheit ein Stückchen schlauer, weil morgen gegenüber heute nachher ist.

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12. - 22. Februar 2012 (km 48.131)

Am Abend planen wir noch das Fußballendspiel des Africa Cup im Restaurant des Pioneer Camps anzusehen. Leider versperrt uns der Angriff einer Ameisentruppe den Weg. Vor unserem OF-EN überfallen sie uns, klettern die Beine hoch in die offenen Hosenbeine, von dort über den Bauch (nur bei Wolfram) und Oberkörper bis an den Hals. Würgen können sie uns nicht mehr, da wir alle Kleider vom Leib reißen und mit Insektenspray besprühen. Es bleiben nur einige brennenden Stellen am Körper zurück, aber unseren sicheren OF-EN wollen wir heute Abend nicht mehr verlassen.

So erfahren wir erst am nächsten Morgen, dass das Spiel 0:0 geendet und Sambia erst im Elfmeterschießen die Elfenbeinküste mit 8:7 geschlagen hat. Die nächsten zwei Tage sind für Sambias Fußballgemeinde, Sambia hat diesen Cup zum ersten Mal gewonnen, erst mal Feiertage.

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Wir schaffen es früh genug zur empfohlenen Tierärztin Liza (S 15° 23.910 | E 28° 18.518), die ausgerechnet ihre Praxis auf Lusakas Agricultural Show Grounds hat, wo am Nachmittag die Fußballnationalmannschaft eintreffen soll, um mit ihren Fans zu feiern. Diese richten sich am Morgen schon hier ein, und das Durchkommen durch die begeisterte Menge ist nicht ganz einfach.

Die Tierärztin berät uns sehr kompetent und weiß, dass Blacky aus Tansania in Südafrika zwei Wochen in Quarantäne muss. Wäre er aus Simbabwe, dürfte er ohne Aufenthalt einreisen. Also lassen wir ihm seine Testikel noch einige Wochen bis Südafrika. In Simbabwe wollen wir nicht in Erklärungsnöte kommen, wenn ein Tierarzt für den erst kürzlich in "Simbabwe" übernommenen Welpen Papiere ausstellen soll;-)

Den Tag verbringen wir in Lusakas Manda Hill Shopping Mall (S 15° 23.879 | E 28° 18.375), wo wir unsere Vorräte wieder auffüllen und in einem Café mit schnellem Internet Karten für unsere weitere Streckenplanung downloaden.

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Am späten Nachmittag kommen wir am Eureca Camp (15° 30.207 | E 28° 15.867), 12 km südlich von Lusaka an, wo uns am Eingang Giraffen und auf dem Rasen der Campsite Zebras begrüßen. Am Fernsehgerät der Restaurantbar verfolgen wir nun mit den Einheimischen das Einreffen der Nationalmannschaft auf dem Show Ground, wo auch wir eben noch zu Gast waren.

Von Lusaka geht’s am nächsten Tag 180 km nach Süden, nach Siavonga, einem kleinen Ort am Lake Kariba. Eagles Rest (16° 32.154 | E 28° 43.732) bietet einen idyllischen Stellplatz. Allerdings ist das Essen nicht gut und die kleinen Portionen dann auch noch unangemessen teuer.

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Am nächsten Morgen ziehen wir deshalb 7 km weiter nach Westen in die Lake Safari Lodge (S 16° 32.535 | E 28° 42.387). Unseren Stellplatz auf dem Gelände dürfen wir selbst aussuchen und entsprechend paradiesisch fällt er aus.

Die Plätze am Lake Kariba werden von den Lusakern gerne zum Wochenendausflug genutzt, deswegen sind die Preise im Restaurant auch hier nicht ganz günstig und so verpflegen wir uns selbst. Iris backt wieder mal Brötchen, wie man sie hier in Afrika auch nicht für viel Geld bekommt und wir sind glücklich.

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Am Abend unterhalten wir uns mit Erich aus Straubing, der hier am Staudamm den Sennebogen-Kran wartet. Unsere Gesellschaft ergänzt Annette von der Ostsee. Die Lehrerin hat ein Jahr Auszeit genommen und bereist mit Rucksack seit dreieinhalb Monaten Afrika. Nach einem schönen Abend beschließen wir noch einen Tag zu bleiben, an dem wir lesen, faulenzen und Iris sich von einer Zecke beißen lässt.

Die nächste Etappe nach Monze in die Moorings Farm (S 16° 11.624 | E 27° 32.600) begleitet uns Annette im OF-EN. Auf der Farm leben seit zwei Jahren auch Tatjana und Michel, zwei Schweizer. Auf ihrer Reise durch Afrika sind die beiden hier hängen geblieben. Michel ist angestellt und hilft die Maschinen auf der Farm instandzuhalten und die beiden machen mit ihrem Hund Robbi einen entspannt glücklichen Eindruck. Sie können mit fundiertem Wissen viele Fragen zu Afrika und unserer weiteren Reiseroute beantworten.

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Iris Zeckenbissfuß ist inzwischen stark entzündet und dick angeschwollen. Das Auftreten bereitet Scherzen und Michel begleitet sie und Annette nach Monze zum über Afrikas Grenzen hinaus bekannten schottischen Arzt Dr. Michael Breen. Dieser diagnostiziert den Biss einer Rinderzecke, versorgt die Wunde und therapiert mit Antibiotikum.

Am Abend wollen wir grillen aber Iris ist mit Fieber und Kopfschmerzen gehandicapt und etwas lustlos. Regen ist ein weiterer Grund das Braai ausfallen zulassen. Auf ein paar Bierchen mit neuer Gesellschaft verzichtet Wolfram allerdings nicht. Dieter und Nicole, auch aus der Schweiz, sind seit 6 Monaten mit ihrem Landrover mit einem Aufbau im südlichen Afrika unterwegs und auch ohne Lagerfeuer sitzen wir vor dem OF-EN bei unterhaltsamen Reisegeschichten unter dem Strohdach einer Hütte.

Am nächsten Morgen ist Iris immer noch nicht fit. Da in den nächsten Tagen die Viktoriafälle unser Ziel sein sollen, wo es dann heißt wieder gut zu Fuß zu sein, entscheiden wir einen weiteren Tag zu rasten und unser Tagebuch wieder aufzufrischen.

Da wir hier keine Internetverbindung haben, muss unsere Lesergemeinde auf diesen Wetterbericht noch ein paar Tage warten: Heute wie auch gestern wird uns wieder mal die Regenzeit demonstriert.

Die Einheimischen, speziell die Kaffeebauern, sprechen von einer relativen Trockenheit. Die Flüsse haben längst nicht ihre Höchststände erreicht und auch in den Regenspeichern ist noch Platz. Auch wir können bisher nicht über zuviel Regen klagen, wenn wir auch etliche Male gewarnt werden, unbefestigte Straßen zu befahren, die ausgespült und schmierig sind.

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Hoffentlich ist Annette, die heute morgen mit ihren Rücksäcken weitergezogen ist, gut untergekommen. Was da gerade runterkommt, möchte man nur unter einem sicheren Dach erleben.

Am nächsten Tag zieht’s uns dann doch wieder auf die Straße. Unser nächstes Ziel auf dem Weg nach Livingstone ist die Bruce-Miller Farm (S 16° 38.192 | E 2° 01.505). Die Farm ist 10,5 acres groß und bildet mit benachbarten Farmen einen 20 acres großen Gamepark.

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Wir werden von Ion Bruce-Miller und seiner Tochter Emma persönlich sehr herzlich begrüßt und bei Kaffee im Wohnzimmer erfahren wir viel über die mehr als 130 Jahre alte Geschichte der Familie in Sambia.

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Von der Bruce-Miller Farm führt uns unser Weg Richtung Livingstone ins Livingstone Backpacker Camp (S 17° 51.037 | E 25° 51.407).

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Ein neues Highlight unserer Reise sind die Viktoria Fälle, knapp 11 km südlich von Livingstone, noch in Sambia. Morgen werden wir uns die Fälle von Simbabwe aus anschauen. Die Bilder können die Mächtigkeit des abstürzenden Sambesi kaum beschreiben, vielleicht die Wolke, die schon aus 10 km Entfernung auszumachen ist.

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Die kleine Wanderung ist speziell im Bereich der Fußgängerbrücke sehr feucht. Der Weg hin und zurück dauert ca. eine dreiviertel Stunde, während der Blacky in einem dunklen Verließ auf uns warten muss. Die Affen hier in der Gegend sind zu agressiv.

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cu in Simbabwe

 

Simbabwe

23. - 26. Februar 2012 (km 49.522) Simbabwe  

Die Ausreise am Grenzübergang Livingstone/Viktoriafalls dauert kaum 10 Minuten.

Ausreise Sambia:

Dann geht’s über die einspurige Brücke über den Sambesi. Kurz vor der Mitte, noch Sambia, wird Bunjee - Jumping angeboten. Wenn der Wind ungünstig weht, könnte man in Simbabwe aufschlagen. Das könnte zu Grenzstreitigkeiten führen und wir fahren erst mal zum Grenzposten in Simbabwe, um uns ein Visum zu holen.

Einreise Simbabwe "stressige" 2,5 Stunden:

Da wir möglicherweise im Mai nochmals, dann von Mosambik nach Simbabwe einreisen, gönnen wir uns ein Double Entry Visum für 45 USD, satt der Single Ausgabe für 30 USD.

Bei der Dame am Zoll wird's dann komplizierter. Plötzlich steht ein Herr neben Wolfram, der 40 USD haben will. Er gibt sich sehr offiziell und übernimmt von der Zolldame unsere Fahrzeugdaten in ein mit Wappen geschmücktes Papier. Außerdem wären, so die Zolldame, 15 USD Carbon-Tax und 50 USD Roadfee fällig. Jetzt wird aufgeregt.

Solche Preise wurden auf unserer Reise bisher nur in Ägypten aufgerufen. Die Diskussion wird noch heftiger. Die junge Zolldame bleibt stur, das Geld ist fällig. Jetzt schaltet sich Iris ein. Wofür sind denn die 40 USD, und wer überhaupt ist denn dieser ungerufene Herr? Er zeigt einen Ausweis, ausgestellt von einer Clearings Agency, die den Papierkram für LKWs beschleunigen soll. Aha, ein Fixer.

Bei uns dauerts nun länger, weil wir ein Privatfahrzeug sind und deshalb nicht bezahlen wollen. Nach einigem Hin und Her will Iris seinen Boss sprechen. Der verschwindet aber schnell wieder, als wir nach dem obersten Zollbeamten rufen. Mit diesem "Boss" sind wir dann auch die Agency-Kosten los. Also beim Zoll nur 15 USD für Carbon- Tax und die Stempel werden ins Carnet gedrückt.

Jetzt sind wir noch aufgefordert für die Straßenmaut zu zahlen. Hinter dem zuständigen Schalter regiert ein äußerst bestimmter, mürrischer Simbabwer, der uns 5 Coupons á 10 USD ausstellt.

Unsere Kräfte sind erlahmt, wir haben uns auch gegenseitig etwas müde gemacht, möglicherweise hätte man auch hier handeln können.

Ein südafrikanischer Motorradfahrer, der zur gleichen Zeit mit uns nach Simbabwe einreist, zahlt nur 10 USD. Unsere Coupons sind zeitlich auf 14 Tage begrenzt und gelten nur für eine definierte Strecke. Das passt einfach nicht für uns Reisende.

Auf der Strecke nach Süden müssen wir dann an drei Mautstationen stoppen. An der ersten werden 2 USD fällig, die nach Vorweisen unseres Couponstapels hinfällig sind. An der zweiten 1 USD, an der dritten wundert sich die Dame, die zunächst 2 USD fordert über die Coupons, welche für solch kleine Fahrzeuge wie unseres unüblich seien. Da kann man sich ärgern und überlegen, ob man wirklich ein zweites Mal in dieses Land reisen will.

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Die Viktoriafälle sind jedenfalls auch von der Seite Simbabwes überaus beinduckend. Mit etwas mehr Abstand sieht man einen deutlich größeren Teil der 1,7 km breiten Wasserwand.

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Den Abend verbringen wir im chilligen Shoestring-Backpacker-Camp (S 17° 55.556 | E 25° 50.105) mit Guillome und Dorette, den Motorradfahrern aus Südafrika. Das junge Paar ist im Honeymoon und will in zehn Monaten auf einer 125 ccm Maschine von Südafrika nach Europa fahren. Eine Reise, die sicherlich zusammenschweißt.

Am nächsten Tag soll das Hwange-Main Camp (S 18° 43.981 | E 26° 57.139) unser Ziel sein. Circa 195 km südlich der Viktoriafälle. Dort wird uns allerdings der Zugang wegen Blacky verwehrt. Simbabwe verliert weitere Punkte. Da es erst zwei Uhr nachmittags ist, entschließen wir uns, bis Bulawajo noch 265 km zu fahren. Die Straße ist gut und wir schaffen die Strecke in knapp 3 ½ Stunden. Unser Nachtlager schlagen wir in Bulawajo in der Southern Comfort Lodge bei Shenan und Kevin (S 20° 11.302 | E 28° 38.150) auf. Gegen zehn Uhr sind wir am nächsten Morgen beim Tierarzt Dr. Stevenson (S 20° 9.893 | E 28° 35.125). Blacky wird untersucht, gegen den Herzwurm geimpft und bekommt passende Papiere für den Grenzübertritt nach ZA, alles für 41 USD.

Simbabwe hat angeblich auch eine eigene Währung, aber der traut niemand, und so wird hier alles in US-Dollar abgerechnet. Auch die Tankuhren sind auf Dollar geeicht. Der Liter Diesel kostete 1,40 USD. Sogar die ATMs spucken US-Dollar aus.

Den Tag verbringen mir im Matobo NP. Der Wächter am Eingang übersieht Blacky und bekommt dafür einen Dollar. Im Park selbst allerdings herrscht Tierarmut.

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Unser Herzschlag wird lediglich von einem Ameisenvolk beschleunigt, als wir aus dem Auto steigen um über 20.000 Jahre alte Felszeichnungen zu besichtigen.

Um das Grab von Cecil Rhodes und den dortigen World’s View zu sehen sollen wir jeder noch mal 10 USD zu den schon gelöhnten 25 USD p.P. Parkgebühren zahlen. Das ist es uns wirklich nicht wert und Simbabwe verliert wieder weitere Punkte.

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Wir sehen noch kurz vier Hippos aus dem nahegelegenen Maleme Stausee auftauchen. Das versprochene weiße Nashorn finden wir nicht. Gegen 17 Uhr sind wir zurück im Camp in Bulawajo und entscheiden, dass die kommende Nacht die vorerst letzte in Simbabwe sein wird.

Bis zur Grenze nach ZA sind es knapp 315 km und gegen Mittag sind wir da. In Simbabwe müssen wir nochmals 9,45 USD für die Beitbridge über den Limpopo zahlen und Simbabwe verliert weitere Punkte.

chisarai zvakanaka
CU in South Africa

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