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1. - 13. November 2011 (km 38.478) Kenia

Der Grenzübertritt in Moyale ist unkompliziert
und in zwei Stunden erledigt.

Ausreise Äthiopien

Einreise Kenia

Hier in Kenia begrüßen uns Straßen, nein Fahrbahnen, wie wir sie bisher nicht erlebt haben.

Doch bevor wir uns die antun noch ein gemütlicher Campingabend mit offenen Feuer. Am nächsten Tag wird’s ernst. Geplant sind 250 km nach Marsabit. Laut Reiseführer fahren die Minibus-Taxis die Strecke in 8 ½ Stunden. Bei der Raserei gibt’s dann auch Unfälle wie die Bilder zeigen. Sämi hilft mit seinem Abschleppseil aus. 6,4 to Zugkraft, das Seil reißt trotzdem.

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Auch für uns hat das Rough seine Tücken. Zunächst bricht die Ersatzradaufhängung am Schweizer Truck (ehemals Bundeswehrfahrzeug), dann tritt Getriebeöl aus.

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Nach knapp 180 km und ca. 9 Stunden campen wir 200 m abseits der Straße. Am nächsten Tag brauchen wir für die restlichen 65 km nach Marsabit weitere 6 Stunden. Dort übernachten wir im JJ-Center. Wir werden übrigens von Mitch dem holländischen Radfahrer begleitet, der im Schweizer LKW mitfahren darf.

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In der Nacht regnet es, und die weitere Strecke Richtung Isiolo bekommt einen Schmierfilm. Wir schaffen ca. 100 km bis Laisamis, wo wir auf dem Gelände der Mission campieren dürfen (N 1° 35.137 E 37° 47.816). Nach dem Frühstück noch ein paar Handgriffe am Truck und neues Öl ins Getriebe. Getriebeöl gibt’s hier keins, na ja Differentialöl wird’s auch tun. Von Laisamis bis zur neuen Asphaltstraße sind’s nur 23 km, 1 ½ Stunden.

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Auf der nagelneuen Straße sollten wir die restlichen 135 km nach Isiolo locker schaffen. Denkste! Das Getriebe am Truck wird so heiß, dass Sämi anhalten muss. Wir fahren weiter nach Isiolo und besorgen Getriebeöl. Nach knapp 3 ½  Stunden, es ist inzwischen stockdunkel, sind wir zurück. Wir werden von unseren Freunden sehnsüchtig erwartet. Inzwischen werden Sie von Polizeichef George bewacht. In der Gegend hatte es in den letzen Tagen Überfälle mit Toten gegeben. Wir schleppen den 8 to Truck etwa 15 km weiter ins Polizeicamp (N 1° 7.747 E 37° 36.065) in Serolevi.

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Im Schlepptau geht’s am nächsten Tag weitere 100 km bis Archer’s Post, kurz vor Isiolo. Dort soll uns die gut ausgestatte Mc Donald’s Garage (N 0° 38.208 E 37° 39.977) helfen. Tatsächlich, die schaffen es sowohl die Ölablassschraube, als auch eine Einfüllschraube zu öffnen. Jene ist danach zwar nicht mehr mit Normalwerkzeug zu öffnen. Wird eben etwas quergeschweißt und jede Zange kann die Schraube fassen.

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Dann noch 10 Liter Getriebeöl rein, als es plötzlich anfängt zu regnen. Aus Kübeln, in Flüssen.

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Nix wie weiter ins Gadisa Hotel Camp (N 0° 21.631 E 37.210) zu Vera. Die Dänin leitet das Camp eines Holländischen Eigners, und wir werden von europäischer Küche verwöhnt. Der nächste Tag mit Blick auf Mount Kenia ist Relaxing pur.

Bis Nairobi sind es noch 285 km gute Straße. Ein kurzer Stopp am Äquator, ein zweiter um Mitch wieder aufs Fahrrad zu setzen, er will nicht nach Nairobi.

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Gegen 17 Uhr fahren dann wir in Nairobi ein. Hier sind die Straßen wieder schlechter und der Verkehr afrikanisch großstädtisch. Wir brauchen 1 ½ Stunden quer durch die Stadt bis ins Jungle Junction ( S 1° 17.327 E 36° 45.636). Chris, ein Deutscher hat hier ein Camp für Overlander mit Motorradwerkstatt. Der richtige Platz um unsere Wunden zu lecken.

Mercedes bekommt ihre 40.000 km Inspektion (MB DT Dobie S 1° 17.730 E 36° 50.032) und zwei neue Stoßdämpfer (Rob’s Magic S 1° 17.835 E 36° 50.197), Wolfram den mehrfach angemahnten Haarschnitt. Sämi kann überflüssige 8,4 Liter Öl aus dem Getriebe ablassen, da gehören nämlich nur 1,6 Liter rein und außer dem Wetter ist alles wunderbar.

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Mit den Tipps von anderen Fernreisenden planen wir unseren Weg Richtung Uganda und weiter.

Wir werden morgen Richtung Westen in die Masai Mara fahren und von dort weiter zum Viktoria See und Uganda.

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14. - 18. November 2011 (km 39.815)

Der Weg von Nairobi in den Masai Mara Park ist landschaftlich recht ansprechend. Die ersten 165 km bis Narok sind auf gut ausgebauten Straßen ein Genuss. Nach Narok wird's wieder rauer, die letzten 50 km sind dann wieder "moyale". Bei der langsamen Fahrt sehen wir die ersten Zebras und Gazellen am Straßenrand.

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Gegen 17.30 Uhr sind wir im Mara Spring Camp (S 1°31.902 E 35° 21.198 - 10 USD p.P.) Eine Stunde später ist es dunkel und wir dürfen wieder die kleine Regenzeit genießen. Am nächsten Morgen wollen wir um 6.30 Uhr am Eingang des Reservates in den Park starten.

Am Sekenani Gate werden wir um 80 USD Eintritt pro Person und Tag erleichtert, das Auto kostet 400 KS (= 4 USD). Lohnt sich das?

Wir fahren nach Süden Richtung Tanzanische Grenze. Hier küsst die Masai Mara die Serengeti. Nach wenigen Kilometern die ersten Katzen. Die Elefantenherde lässt auch nicht lange auf sich warten. Zebras und Antilopen sind selbstverständlich.

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Auf dem weiteren Weg längs der Tanzanischen Grenze Richtung Mara Fluss immer wieder Elefantenherden und nur wenige andere Parkbesucher. Am Mara machen wir beim Hippopool halt. Hinter dem bewaffneten Parkwächter laufen wir einige Kilometer entlang des Flusses nach Norden. Wir sehen die Übergänge der Wildbeasts, Gnu- und Büffelherden. Zur Zeit tummeln sich hier aber nur reichlich Hippos und wenige kleine Krokodile.

Nach der Überquerung der Marabrücke begrüßen uns Giraffen, keine zehn Meter vom Auto entfernt. Hier im Mara-Triangle, dem "hochfrequentierten" Teil der Masai Mara ist es verboten das Auto zu verlassen. Das macht Sinn, denn schon erblicken wir am Wegesrand eine Löwin beim Posen.

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Zurück am Marafluss hält es Iris nicht im Auto. Sie will unbedingt die kleine Nilpferdfamilie fotographieren. Aus dem Nichts steht das Fahrzeug der Parkranger neben uns. Sie wollen uns des Parks verweisen.

Ist alles nicht ganz so dramatisch, so bummeln wir die letzten Kilometrer zum Parkausgang. Wir sind ca. 100 km in etwa 8 Stunden durch den Park getingelt und verlassen ihn glücklich Richtung Lolgorien.

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Nach nur 300 m hinter dem Oloololo Ausgang ist Schluss mit lustig. Für die 24 km nach Lolgorien brauchen wir mehr als drei Stunden. Kein Bild kann den brutalst möglichen Zustand der Piste aufzeigen. Dagegen war die Moyale harmlos.

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Im Ort können wir an der Polizeistation (S 1° 13.635 E 34° 48.582) "very safe" übernachten. Die Polizei ist hier wirklich sehr hilfsbereit. Wolfram beobachtet wie ein Bündel Geldscheine eines Motorradfahrers in der Tasche des Polizisten verschwindet. Wollen die auch von uns Geld?

Nein, am nächsten Morgen verlassen wir gegen 6.30 Uhr mit den besten Wünschen für die Fahrt den Ort Richtung Norden. Die unbefestigte Straße plagt uns noch etwa 30 km bis Kilkoris.

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Für die restlichen asphaltierten 170 km bis Kisumu brauchen wir nur drei Stunden, obwohl wir viermal an Polizeikontrollpunkten aufgehalten werden, weil sich die Herren für unser Gefährt interessieren.

In Kisumu dann ein typisch afrikanisches Intermezzo (hinterher ist man immer schlauer). Zwei Mechaniker im Blaumann laufen vors Auto und deuten aufgeregt auf die Vorderräder. Da ist was nicht in Ordnung.

Als wir anhalten zeigen uns die beiden, dass der Querlenker zuviel Spiel hat. Darauf haben uns vor drei Tagen schon die Mercedes-Mechaniker hingewiesen mit der Bemerkung, kein Problem solange sich das Lenkverhalten nicht ändert.

Da uns auf der schweren Piste immer wieder laute Schläge an der Vorderachse beunruhigt haben, sind wir sensibilisiert. Der eine Blaumann will die Sache für 200 KS in 10 Minuten hier oben an der neuen Totaltankstelle beheben. Das ist ein Angebot.

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Als wir zustimmen, weist er uns allerdings in die kleine Straße "neben" der Tankstelle ein. Mercedes ist noch nicht richtig zur Ruhe gekommen, weit und breit keine Grube oder Hebebühne, da liegen zwei Mann unter dem Auto und demontieren mit kräftigen Hammerschlägen den vorderen Querlenker. Dann wird auch noch der hintere ausgebaut und nach einer Stunde Arbeit wollen die Jungs 6400 KS (ca. 64 USD).

Nach einer weiteren Stunde heftigster Verhandlung zahlen wir
1950 KS und verlassen die Straßenwerkstatt.

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Ruhe finden wir erst wieder im Kisumu Beach Resort (S 0° 5.782 E 34° 43.909), einer traumhaften Parkanlage direkt am Lake Viktoria. Außer uns wird die Anlage von Einheimischen und einer Hippofamilie genutzt. Es ist schon ein besonderes Gefühl so nah an diesen Tieren zu leben, vor deren Schnelligkeit und Gefährlichkeit so oft gewarnt wird.

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Wir bleiben noch einen weiteren Tag in diesem Paradies bevor wir zur nahen Ugandischen Grenze aufbrechen.

Kwaheri
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